6. Februar 2023

So sieht das zukünftige Entrée der Siemensstadt Square in Berlin aus

München (pm) – Das zukünftige Entrée zur Siemensstadt Square wird nach einem Entwurf des Büros Greenbox Landschaftsarchitekten Schäfer + Pieper PartG mbB aus Köln gestaltet. Das hat die Jurysitzung am 11. Januar zum Wettbewerb ergeben, zu dem Siemens gemeinsam mit dem Land Berlin sechs namhafte Landschaftsarchitekturbüros eingeladen hatte. Dem Entrée kommt eine besondere Bedeutung zu, weil es das Gesicht des neuen Stadtteils maßgeblich mit prägen wird. Hier wird auch der öffentlich zugängliche Info-Pavillon stehen, der über die Entstehungsphase von Siemensstadt Square hinaus Bestand haben wird. Zur Berücksichtigung der Wünsche aus der Bürgerschaft führte Siemens gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen im Umfeld des Wettbewerbs eine umfangreiche Bürgerbeteiligung durch. Die Resultate flossen direkt in die Auslobung des Wettbewerbs ein.

Als Vorsitzender der Jury lobte Michael Kaschke, WES Landschaftsarchitekten Hamburg, den Gewinnerentwurf als „eine solide Arbeit, die auf wohltuende, ruhige Art, durch Aufnahme des städtebaulichen Rasters der Siemensstadt Square und den darin eingebetteten vielfältigen Freiraumnutzungen ein neues attraktives Eingangsentrée darstellt.“

 

Der neue Eingangsbereich: Großzügige Frei- und Grünflächen sowie Wasserspiele laden zum Verweilen ein. Links der Info-Pavillon, rechts das Tor zur „Siemens-Galerie“, die in Siemensstadt Square hineinführt. (c) Siemens Real Estate

Der Gewinnerentwurf von Greenbox Landschaftsarchitekten zeichnet sich auch dadurch aus, dass er innerhalb eines klar definierten Grundgerüstes eine Vielzahl von Raum-, Aufenthalts- und variablen Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Als zentrales Element führt eine „Siemens-Galerie“ auf den Boulevard in den neuen Stadtteil der Zukunft hinein. So entsteht eine einladende Eingangssituation und gleichzeitig eine markante Fortsetzung des Boulevards in Richtung S-Bahn. Zudem ermöglicht die lineare Gestaltung eine vielseitige Belebung, die die historische Tiefe des Ortes und des Unternehmens Siemens erlebbar machen. Großzügige Pflanzflächen tragen dabei wesentlich zur einladenden Atmosphäre bei und leisten einen wertvollen Beitrag zur Stadtökologie sowie zum Wassermanagement.

Darüber hinaus gefiel der Jury, dass „historische und neue Gebäude in eine identitäts- und raumbildende Beziehung zueinander treten, so dass auch der Pavillon als Teil des baulichen Ensembles behandelt wird. Insgesamt überzeugt die Arbeit durch ihre konsequente Farb- und Materialwahl – die historisch industrielle Atmosphäre gewinnt an Geltung.“

 

Zentrales Element des Gewinnerentwurfs: Die „Siemens-Galerie“. Sie schafft einen fließenden Übergang vom Eingangsbereich auf den Boulevard und erläutert mit einem Zeitstrahl und interaktiven Boxen die Geschichte und Zukunft der Siemensstadt. (c) Siemens Real Estate

„Der erste Preis gibt richtig gute Antworten auf die hochkomplexen Fragen des ersten Freiraumwettbewerbs in der Siemensstadt Square. Dem Entwurf des Büros Greenbox gelingt eine feine Ausdifferenzierung unterschiedlich programmierter Räume, die nicht nur mit hoher Aufenthaltsqualität überzeugen, sondern auch auf die Anforderungen des Klimawandels reagieren und sich mit der Geschichte des Ortes auseinandersetzen“, sagte Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin Prof. Petra Kahlfeldt, Vertreterin des Landes Berlin in der Jury.

„Die Siemensstadt Square bekommt einen Eingangsplatz, der Geschichte und Moderne verbindet. Gleichzeitig ist er ein weltoffenes Bekenntnis von Siemens zum Bezirk Spandau. Der Klimagarten und die beiden blaugrünen Foren werden mit dem Wasserspiel nicht nur Gäste des Stadtviertels, sondern auch die Siemensstädterinnen und Siemensstädter zum Verweilen einladen“, betonte der Spandauer Bezirksstadtrat Thorsten Schatz, ebenfalls Mitglied der Jury.

Stefan Kögl, General Manager des Siemensstadt Square Projekts und Mitglied der Wettbewerbs-Jury, hob insbesondere das ganzheitliche und innovative Nachhaltigkeitskonzept des Gewinnerentwurfs hervor: „Der Entwurf ist in der Struktur klar gegliedert und bietet seinen zukünftigen Nutzern eine abwechslungsreiche Vielfalt an unterschiedlichen, barrierefreien Raumqualitäten und schafft eine selbstverständliche Verknüpfung mit der Nachbarschaft – die Menschen werden sich hier wohl fühlen. Es wird zudem eine hohe Klima-Resilienz erzeugt mit einem geringen Versiegelungsgrad, ausgewogener Pflanzenwahl und einem durchdachten Regenwassermanagement.“

 

Blick vom S-Bahnhof über den neu gestalteten Eingangsbereich mit Wasserspielen und Grünflächen auf das Tor zur „Siemens-Galerie“, die in den Boulevard übergeht und in Siemensstadt Square hineinführt. (c) Siemens Real Estate

Die Freiflächen des Entrées liegen zwischen dem künftigen S-Bahnhof Siemensstadt, dem Rohrdamm und dem neuen Stadtteil Siemensstadt Square. Sie umfassen insgesamt mehr als 20.000 Quadratmeter. Das Entrée ist damit fast so groß wie drei Fußballfelder und gliedert sich in drei Bereiche: den Platz am S-Bahnhof, den Vorplatz zum Siemens-Atriumgebäude und das Areal am Rohrdamm. Im Rahmen des Wettbewerbs waren die teilnehmenden Architekturbüros aufgefordert, einen spannenden Übergang vom Rohrdamm im Osten bis zum zukünftigen Boulevard im Westen zu schaffen. Dabei sollten nicht nur Vorschläge zur Raumfolge und zu Materialien erarbeitet werden. Im Mittelpunkt standen auch Anforderungen zur klima- und artengerechten Bepflanzung einschließlich des Regenwassermanagements, Barrierefreiheit, Anbindung an das bestehende Verkehrsnetz sowie öffentliche Nutzungsmöglichkeiten. Grundlage dafür bildete eine insgesamt 80-seitige Auslobung, in der alle Details aufgeschlüsselt waren.

Alle Entwürfe werden ab Mitte Februar öffentlich im Siemens Verwaltungsgebäude, Rohrdamm 85, 13629 Berlin ausgestellt.

Pressemitteilung: Siemens AG