25. Juli 2024

bulwiengesa: Auslastung im Micro-Living-Segment höher als vor Corona

Berlin (pm) – Nach Ende der Pandemie hat die Vermietung von Apartments weiter deutlich an Fahrt gewonnen, die Nachfrage nach kleinteiligen Wohnformen ist merklich angestiegen. Im Mittel liegt die Auslastungsquote der Apartmenthäuser der Mitglieder der Initiative Micro-Living bei 95,6 %. Die durchschnittliche All-In-Miete stabilisiert sich bei 575 Euro pro Monat. Hingegen ist bei der Quadratmetermiete zum Stichtag 15.10.2023 ein Anstieg von + 0,50 Euro auf 21,70 Euro/qm zu verzeichnen.

Felix Embacher, Generalbevollmächtigter bei bulwiengesa: „Die Nachfrage nach kleinteiligen Wohnformen ist merklich angestiegen. Die Auslastungsquote übertrifft mit knapp 96 Prozent nun sogar das Niveau vor der Corona-Krise. Mit realen Mietsteigerungen rechnet die Mehrheit der Mitglieder der Initiative Micro-Living in den nächsten drei Jahren jedoch nicht. Preislich scheint erst einmal das Ende der Fahnenstange erreicht. Zur Optimierung ihres Geschäftsmodells wollen viele verstärkt mit Modulbauern zusammenarbeiten, um Baukosten abzusichern.“

Der achte Marktreport der Initiative Micro-Living basiert auf der Analyse von Betriebsdaten von insgesamt 28.940 Wohneinheiten in 129 Apartmentprojekten in unterschiedlichen Qualitätsstufen. Mit einem Anteil von knapp 60 % der ausgewerteten Apartmenthäuser liegt der Fokus nach wie vor auf den deutschen A-Städten.

In Abhängigkeit von Objekt- und Lagequalität, der Apartmentgrößen etc. reicht die weite Spanne der All-In-Mieten von 274 bis 1.434 Euro/Monat. Im Durchschnitt werden in Apartmenthäusern mit einer sehr guten Ausstattungsqualität All-In-Mieten von rd. 740 Euro/Monat aufgerufen, bei guter Ausstattungsqualität sind es durchschnittlich rd. 650 Euro/Monat.

Micro-Living-Konzepte, besonders solche mit einer hochwertigen Ausstattungsqualität, ermöglich zunehmend eine breite Zielgruppenansprache. Dies zeigt deutlich die Veränderung des Anteils Studierender in den Apartmenthäusern. Zu Beginn des Reportings der Initiative Micro-Living im Frühjahr 2020 lag der Anteil der Studierenden bei 54 % und ist nun auf 37 % gesunken.

Das anhaltend hohe Zinsniveau bringt den Transaktionsmarkt seit Mitte 2022 nahezu zum Erliegen. Im vergangen Jahr 2023 waren kaum Transaktionen zu verzeichnen. Erstmals wurden die Mitglieder der Initiative Micro-Living dazu befragt, zu welchen Bruttoankaufsfaktoren sie derzeit einen Ankauf eines neuwertigen, vollvermieteten Apartmenthauses in guter Lage tätigen würden. Die Antworten bzgl. der Bruttovervielfacher der Experten variierten vom 18- bis 23-Fachem. Am häufigsten wurden die Faktoren 20- bis 22-fach genannt.

Über die Initiative Micro-Living (IML)

Die im Frühjahr 2020 gegründete Initiative Micro-Living (IML) ist eine Plattform für Eigentümer, Betreiber und Verwalter von Apartmenthäusern. Die Initiative Micro-Living vereint die größten und innovativsten Player des wohnwirtschaftlichen Apartmentwohnens in Deutschland. Gemeinsam möchten die Mitgliedsunternehmen die Transparenz in diesem noch recht jungem Marktsegment verbessern.
Der IML gehören derzeit mit aam2core, berlinovo, Commerz Real, Cube Life, DEMIWO, Fu.Life, Greystart, HanseMerkur Grundvermögen, i Live, International Campus, Krams Immobilien, Pro Urban, REOS, talyo. und Union Investment 15 Unternehmen an, die auf dem deutschen Markt für Apartmentwohnen aktiv sind. Beitreten können alle professionellen Eigentümer, Betreiber und Ver- walter von wohnwirtschaftlich betriebenen Apartmenthäusern.

Im Halbjahresrhythmus erscheinen Marktreports. Die achte Ausgabe kann unter https://initiative.bulwiengesa.de/micro-living/ heruntergeladen werden.

Quelle: bulwiengesa AG