22. Februar 2026

Zumtobel realisiert im Universitäts-Kinderspital Zürich Lichtraum Skyspace „Sustenance 2024“ von James Turrell

Im Universitäts-Kinderspital Zürich hat James Turrell den Skyspace „Sustenance 2024“ geschaffen, einen-Lichtraum zum Innehalten und zur meditativen Erholung. © © Valerie Jaquet

Dornbirn (pm) – Mit dem Skyspace „Sustenance 2024“ hat der US-amerikanische Lichtkünstler James Turrell im Universitäts-Kinderspital Zürich einen außergewöhnlichen Lichtraum geschaffen, der Kunst, Raum und Licht zu einer einzigartigen Erfahrung verbindet. Als Skyspace bezeichnet Turrell Beobachtungsräume, in denen natürliches Licht durch Deckenöffnungen fließt und in Kombination mit LED-Licht faszinierende Effekte im Raum erzeugt.

Der Skyspace „Sustenance 2024“ ist sowohl für Patient*innen und Angehörige als auch für Mitarbeiter*innen gedacht. Nach einem aufwühlenden Gespräch, einem heiklen Eingriff oder einer schwierigen Diagnose wirkt ein Aufenthalt im Skyspace beruhigend. Durch die kontemplative Wahrnehmung von Licht und Himmel lädt er zum Innehalten und zur meditativen Erholung ein.

Der ellipsoide, acht Meter hohe Skyspace im Herzen des Universitäts-Kinderspitals Zürich erhebt sich wie ein Kuppelgewölbe über zwei Stockwerke. Die Wände verjüngen sich nach oben und bilden einen elliptischen Lichteinlass. Der Raum wird durch ein präzise abgestimmtes LED-Lichtsystem in Szene gesetzt. 433 Hochleistungsleuchten choreografieren verteilt über drei Lichtringe unique Farbverläufe. Die LEDs leuchten auch den obersten Diffusor in der Dachkonstruktion an, welcher wiederum als Reflexionsmedium dient und im Kontrast aus dunklem Boden und der Dachöffnung die menschliche Wahrnehmung an Grenzen bringt. 

Damit fügt sich der Skyspace „Sustenance 2024“ nahtlos in das Konzept des Züricher Kinderkrankenhauses ein, das auf Healing Architecture setzt: Räume unterstützen durch Kunst, natürliche Materialien und menschenzentriertes Licht die Heilung positiv. Als Generalplaner und Lichtpartner verantwortete Zumtobel die technische Umsetzung des Projekts und brachte die Expertise aus der langjährigen Zusammenarbeit mit James Turrell ein. „Dieses Kunstwerk ist das Aufwendigste und Beste, das wir je errichtet haben“, sagt Zumtobel-Projektleiter Jürgen Häcker. Er koordinierte als Projektleiter vor Ort alle Gewerke.

Neben Brandschutz und Erdbebensicherheit musste der Skyspace „Sustenance 2024“ noch eine ganz besondere Herausforderung meistern: Im direkten Umfeld liegt der Hubschrauberlandeplatz des Kinderspitals. Eine drei Tonnen schwere Kuppel schiebt sich immer dann auf Schienen über den Kunstraum, wenn sich ein Rettungshubschrauber nähert – ebenso bei Regen, Schnee oder zu starkem Wind. Mit dem geschlossenen Dach ergibt sich ein Effekt der Dimensionslosigkeit. Die Schale, welche die Kuppel schließt, wird von einem weiteren Lichtring so angestrahlt, dass der Lichteffekt auch bei geschlossener Kuppel einen außergewöhnlichen Abschluss erhält.

Der Skyspace besteht aus einzelnen 3D-Elementen, die diesen einzigartigen Raum bilden. Boden und Sitzbänke aus bis zu 120 Kilogramm schweren Granitplatten wurden millimetergenau geformt, sodass hochpräzise Fugen entstehen. Gehalten wird das Ganze von einem unsichtbaren Stahlgerüst, das absolut stabil und beweglich zugleich gelagert wurde.

Eine Partnerschaft voller Strahlkraft

Die langjährige Partnerschaft zwischen Zumtobel, federführend durch Herbert Resch, der Familie Zumtobel und James Turrell hat bereits einige Unikate hervorgebracht. Im Jahr 2018 war Zumtobel Lichtpartner der Ausstellung „The Substance of Light“ von Turrell im Museum Frieder Burda in Baden-Baden. Und 2015 gestaltete er unter dem Titel „Extraordinary Ideas – Realized“ den Geschäftsbericht der Zumtobel Group. Mit dem neuen Lichtraum im Kinderspital Zürich findet diese kreative Zusammenarbeit einen neuen Höhepunkt, die Kunst und soziale Verantwortung verbindet.

„Mit James Turrell arbeiten wir seit vielen Jahren eng und vertrauensvoll zusammen. Sein künstlerischer Anspruch inspiriert uns immer wieder, neue Wege im Umgang mit Licht zu gehen. Dass wir dieses einzigartige Projekt im Universitäts-Kinderspital Zürich realisieren durften, erfüllt uns mit besonderem Stolz – denn hier leisten Kunst und Beleuchtung einen Beitrag zur Heilung und geben Hoffnung“, sagt Isabel Zumtobel, Director Arts & Culture der Zumtobel Group.

Quelle: Zumtobel Lighting GmbH