20. Januar 2022

Zukunftslösungen für den Bau: „Preis der Bauindustrie Ost“ verliehen

Potsdam (pm) – Nachwuchs fördern und Leistung auszeichnen, das ist besonders in schwierigen Corona-Zeiten ein wichtiges Signal der Zukunftssicherung. Mit diesem Anspruch hat der Bauindustrieverband Ost e. V. zum nunmehr 14. Mal seinen Branchenpreis an Absolventinnen und Absolventen im Bereich des Bauingenieurwesens und der Architektur verliehen. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes fand die Ehrung, wie bereits im vergangenen Jahr, im Rahmen der verbandsinternen Sitzung des Ausschusses für Personalentwicklung am 9. November 2021 in Leipzig statt.

„Die diesjährigen Preisträger haben in ihren Arbeiten zentrale Zukunftsfragen des Bauens und der Stadtentwicklung aufgegriffen. Damit leisten die ausgezeichneten Absolventen einen wichtigen Brückenschlag aus der Wissenschaft in die Praxis. Eindrucksvoll bilden die Preisträger auch die Herausforderungen ab, vor der die Branche und die Gesellschaft stehen: einerseits die Anforderungen an ressourcenschonendes Bauen und Sanieren, andererseits der Strukturwandel in ländlichen Regionen und die Notwendigkeit, Innovationsräume auch außerhalb der Ballungsgebiete zu schaffen.

Wir freuen uns, diese zukunfts- und praxisorientierten Abschlussarbeiten auszuzeichnen, die für die vielfältige Bandbreite des Bauens stehen und damit die Attraktivität der Berufsbilder im Bausektor aufzeigen“, erläuterte Jörg Muschol, Präsident des Bauindustrieverbandes Ost e. V.“

Den Klima- und Ressourcenschutz des Bauens hat die Preisträgerin in der Kategorie Bauingenieurwesen, Nina Josiane Giese, in ihrer Diplomarbeit „Experimentelle Untersuchung einer carbonbetonverstärkten Plattenbrücke“ in den Blick genommen. Erstmalig wurde mit dieser Diplomarbeit am Institut für Massivbau der Technischen Universität Dresden die Leistungsfähigkeit des Verbundwerkstoffs Carbonbeton an einem Brückenbauwerk umgesetzt und die Wirksamkeit der Ertüchtigungsmaßnahme nachgewiesen. Die erfolgreiche Anwendung der innovativen Carbonbetonverstärkung im Brückenbau stellt einen wichtigen Beitrag für die weitere Forschung und Etablierung dieser Bauweise in der Praxis dar.

Wie können sich schrumpfende Regionen erfolgreich gegen den Strukturwandel stemmen und welche Stadtstrukturen sind zukunftsfähig? In der Kategorie „Architektur“ wurde die Masterarbeit von Quentin Pagés zum Thema „Haben wir noch Zeit(z)? – Neuer Impuls für eine schrumpfende Stadt“ ausgezeichnet. Exemplarisch an der ehemals bedeutenden Industriestadt Zeitz wurde aufgezeigt, wie Fördermittel für den Braunkohleausstieg auch für die Kultur- und Kunstwirtschaft (KuK) in einen Image- und Strukturwandel einfließen können. Im Rahmen der Masterarbeit an der Fakultät Architektur und Sozialwesen der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig wurde eine Kunstakademie geplant, die Impulse für KuK setzen und einer von Flächenabbruch und Leerstand zerrissenen Stadtstruktur neue Stabilität geben soll. Die Akademie als Motor für diesen Impuls ist in den ehemaligen VEB Zitza Werken verortet.

Der jährlich ausgelobte „Preis der Bauindustrie Ost“ ist mit 2.000 Euro dotiert.

Pressemitteilung: Bauindustrieverband Ost e. V.