17. Juni 2024

Wohn- und Arbeitswelten der Zukunft gestalten

Frankfurt UAS entwickelt im Forschungsprojekt ArchiMatics synergetische Konzepte für Architektur und Digitalisierung

Frankfurt (pm) – Durch die Corona-Pandemie hat sich die Wohn- und Arbeitssituation vieler Personen entscheidend verändert. Ob und wie der vermehrte Einsatz von Homeoffice und die zunehmende Digitalisierung neue Anforderungen an den Wohnraum stellen, soll im interdisziplinären Forschungsprojekt „ArchiMatics: Flexibel, inklusiv und integriert: Wohn- und Arbeitswelten der Zukunft. Synergetische Konzepte für Architektur und Digitalisierung“ der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) ermittelt werden. Ziel des Forschungsvorhabens, das am Forschungszentrum FUTURE AGING der Hochschule durchgeführt wird, ist eine sozial- und raumwissenschaftlichen sowie technische und ökonomische Bedarfsanalyse über neue Wohnkonzepte in Kombination mit neuen Arbeitsformen. Untersucht wird dabei, wie sich das gemeinsame Wohnen und Arbeiten bei beispielsweise Familien, Paaren oder Singles aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen wandelt und wie Wohnformen neu strukturiert werden können, um den daraus resultierenden Herausforderungen zu entsprechen. Das Projekt wird bis Oktober 2023 mit rund 356.000 Euro durch das Programm Zukunft Bau des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) gefördert.

„Im Projekt werden wir eine generationsübergreifende, lebenszyklisch anpassbare, flexible und ganzheitliche Betrachtung von Wohnen, Arbeiten und Inklusion vornehmen. Bisherige Forschungsprojekte zum Themenfeld ‚Demografischer Wandel‘ beziehen sich meist auf einzelne, spezifische Wohnformen – mit ArchiMatics gehen wir einen neuen Weg, denn mit der Wirkung von Homeoffice auf Lebens- und Wohnkonzepte in ihrer Gesamtheit schließen wir eine bedeutende Forschungslücke“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Caroline Günther, Professorin für barrierefreies Planen und Bauen sowie Gebäudekunde. Sie ist gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Thomas Hollstein, Professor für Zuverlässige Eingebettete Systeme, Dependable Embedded and Cyberphysical Systems, Projektleitung von ArchiMatics.

Die Forschenden befragen sowohl Expertinnen und Experten aus der Baubranche als auch Homeoffice-Nutzerinnen und -Nutzer, um beide Zielgruppen in ihrem Konzept berücksichtigen zu können. In jeweils einer Umfrage möchte das Forschungszentrum FUTURE AGING mehr darüber erfahren, wie sich die Wohn- und Arbeitssituation während oder infolge der Pandemie verändert hat, welche Bedarfe im Hinblick auf die barrierearme Gestaltung des Arbeitsplatzes bestehen und wie die unterschiedlichen Akteure im Bereich Bau darauf reagieren. Eine Teilnahme ist jeweils bis 28. August 2022 möglich. Die Befragung zu inklusiven Wohn- und Arbeitsumgebungen aus Sicht der Wohnenden, die im Homeoffice arbeiten, findet sich unter https://umfragen.evasys.frankfurt-university.de/evasys/online.php?pswd=37FFD. Interessierte Expertinnen und Experten der Baubranche können unter https://umfragen.evasys.frankfurt-university.de/evasys/online.php?pswd=X87P1 teilnehmen.

Ergänzend zu den Umfragen führt das Team um Günther und Hollstein systematische, qualitative Interviews mit allen relevanten Akteuren, das heißt mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Planerinnen und Planern, Errichterinnen und Errichtern sowie Kommunen und staatlichen Sozialträgern, durch. Durch sie soll grundlegendes Wissen über zukunftsweisende, inklusive und nachhaltige Wohnformen erforscht und generiert werden.

Zum Forschungszentrum FUTURE AGING
Im interdisziplinäre Forschungszentrum FUTURE AGING der Frankfurt UAS werden Assistive Technologien und inklusive Architektur in Anwendung und Praxis gebracht. Die Mitglieder forschen und entwickeln zu nutzungsfreundlichen, sozio-technischen Lösungen für das Wohnen und Arbeiten in einer älter werdenden Gesellschaft. Der Fokus auf diese Lösungen bindet bei allen Arbeiten die betroffenen Akteure, Fachkräfte, Leitungsebenen und andere Interessensvertretungen mit ein.

Weitere Informationen zum Forschungszentrum FUTURE AGING unter http://www.frankfurt-university.de/futureaging.

 

Pressemitteilung: Frankfurt University of Applied Sciences