22. Januar 2022

Wettbewerbsverfahren zu modularen KITA Bauten für Berlin

1. Preis modulare KITA-Bauten (Typ 150 minus) © karlundp, München
1. Preis modulare KITA-Bauten (Typ 150 minus) © karlundp, München

Berlin (pm) – Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, und Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, die ersten Wettbewerbsergebnisse des Programms „modulare Kita-Bauten für Berlin“ (MOKIB) und die ersten 16 ausgewählten Standorte vorgestellt.

Durch modulare Kita-Bauten sollen bis zu 3000 neue Kita-Plätze geschaffen werden. Derzeit stehen 75 Millionen Euro aus SIWANA III zur Verfügung. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hat hierfür zwei parallele Realisierungswettbewerbe durchgeführt. Gegenstand der Wettbewerbe war der Entwurf von vier Kita-Typen, die aufgrund eines hohen Vorfertigungsgrades und einer modularen Bauweise schnell und flexibel auf verschiedenen Grundstückszuschnitten und in unterschiedlichen städtebaulichen Zusammenhängen umsetzbar sind. Die Baumaßnahmen werden durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen in Amtshilfe für die Bezirke realisiert. Die Standorte für die Kitas sind berlinweit vorgesehen.

Senatorin Katrin Lompscher: „Berlin steht vor der großen Herausforderung in sehr kurzer Zeit viele Kita-Plätze zu schaffen. Um wirtschaftliche und effiziente Lösungen für diese wichtige Aufgabe zu finden, haben wir uns entschlossen auch modulare Bauten zu entwickeln. Die Vielzahl qualitätsvoller und innovativer Lösungsvorschläge der Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den Wettbewerbsverfahren haben gezeigt, dass dies der richtige Weg ist, auch das Thema Baukultur angemessen zu berücksichtigen.“

Senatorin Sandra Scheeres: „Wir haben in den vergangenen Jahren bereits mehr als 35 000 neue Kita-Plätze geschaffen. Aber beim Kita-Ausbau befinden wir uns weiter in einem Wettlauf mit den stark steigenden Kinderzahlen. Um Schritt zu halten, müssen wir noch mal an Tempo zulegen. Die Modularen Kita-Bauten erfüllen alle baulichen und auch pädagogischen Ansprüche, die wir heute an moderne Kita-Bauten stellen. Es freut mich besonders, dass es gelungen ist, in fast allen Bezirken geeignete Standorte für Modulare Kita-Bauten zu identifizieren.“

In zwei Wettbewerben wurden vier unterschiedliche Kitas ausgeschrieben: Das Wettbewerbsverfahren „Modulare Kita-Bauten für Berlin – Typ 60 plus“ (kleiner Typ) hatte einen zweigeschossigen Kita-Bau mit 60 Plätzen zur Aufgabe, der in einer Variante auf eine Kapazität von 120 Plätzen erweiterbar sein soll. Der modulare Kita-Bau Typ 60 plus soll voraussichtlich an mindestens fünf, maximal 20 Standorten errichtet werden. Für den Kita-Bau mit 60 Plätzen sind Gesamtbaukosten nach DIN 276 von ca. 2,2 Mio. EUR (brutto) vorgesehen, für die erweiterte Variante ca. 3,7 Mio. EUR (brutto).

Das Wettbewerbsverfahren „Modulare Kita-Bauten für Berlin – Typ 150 minus“ (großer Typ) hatte einen dreigeschossigen Kita-Bau mit 150 Plätzen zur Aufgabe, reduzierbar auf 120 Plätze, der voraussichtlich an mindestens fünf, maximal 15 Standorten errichtet werden soll. Für den Kita-Bau mit 150 Plätzen sind Gesamtbaukosten nach DIN 276 von ca. 4,3 Mio. EUR (brutto) vorgesehen, für die reduzierte Variante ca. 3,7 Mio. EUR (brutto).

Den zwei Realisierungswettbewerben schloss sich ein Verhandlungsverfahren (VgV)  mit den Preisträgern an. Im Verhandlungsverfahren setzten sich die Preisträger des jeweils ersten Preises der Realisierungswettbewerbe durch:

 

  • Typ 60 plus:               Kersten + Kopp Generalplaner, Berlin
  • Typ 150 minus:          karlundp Generalplaner, München

Der Planungsstart für die Generalplanerteams hat bereits im Dezember 2017 begonnen. Der Baubeginn der ersten modularen KITA-Bauten ist für das IV. Quartal 2018 geplant. Erste Fertigstellungen sind im Frühjahr 2019 zu erwarten.

Für die Errichtung von modularen Kita-Bauten wurden durch die Bezirke rund 90 Grundstücke als möglicherweise geeignet gemeldet. Die ersten 16 Standorte stehen nach einer Überprüfung auf Bebaubarkeit durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen inzwischen fest. Sie verteilen sich auf elf Bezirke. Anhand der vorgegebenen Rahmenbedingungen (z. B. Bedarfsanmeldung, Grundstücksgröße, Grundstückszuschnitt) wird festgelegt, welcher Bautyp auf dem jeweiligen Grundstück errichtet werden kann. Voraussichtlich werden in den ersten 16 MOKIB rund 1500 Kita-Plätze entstehen.

 1. Preis modulare KITA-Bauten (Typ 60 plus) ©  Kersten Kopp Architekten, Berlin
1. Preis modulare KITA-Bauten (Typ 60 plus) © Kersten Kopp Architekten, Berlin

Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten

Alle Wettbewerbsbeiträge werden vom 18. Januar bis zum 31. Januar 2018 im Haus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin, Raum 560 öffentlich ausgestellt. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 13.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Pressemitteilung: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen