13. Juli 2024

VfA: Die neuen Zahlen des ZIA belegen: Die Wohnungswirtschaft bricht zusammen. Die Bundesregierung muss handeln!

VfA-Präsident Alexander Schwab © VfA

Berlin (pm) – Mit großer Sorge hat das Präsidium der Vereinigung der freischaffenden ArchitektInnen Deutschland (VfA) die veröffentlichten Zahlen des Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) zur Kenntnis genommen. Danach soll in diesem Jahr und in den folgenden Jahren die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Deutschland voraussichtlich auf ca. 150.000 pro Jahr sinken. Während der Wohnungsmangel bereits jetzt bei über 600.000 Wohnungen läge, würde er bis 2027 voraussichtlich auf über 830.000 steigen.

Das bedeutet nicht nur, dass die deshalb steigenden Mieten in den Ballungsräumen und deren Umland für die Bürgerinnen und Bürger zu einer immer größeren Belastung werden. Sie bergen zunehmend auch sozialen Sprengstoff, fördern die gesellschaftliche Spaltung und führen zu einer Stärkung und weiteren Radikalisierung der politischen Ränder.

Zudem zerstört die Baukrise in der Bauwirtschaft und in der Planungswirtschaft in erheblichem Maß Arbeitsplätze und Unternehmen, die bei einem erneuten Anstieg fehlen werden. Wie bereits aus früheren Krisen bekannt, führt dies in der Regel zu sofortigen Preisschüben, die die Erholung sofort wieder abwürgen können.

VfA-Präsident Alexander Schwab erklärt: „Das Präsidium der VfA fordert die Bundesregierung auf, sofort zu handeln. Förderprogramme müssen dringend aufgelegt werden, insbesondere für den Mietwohnungsbau von Genossenschaften, kommunalen und gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften. Im frei finanzierten Wohnungsbau ist eine Erhöhung der Abschreibungsquote auf 3% im Jahr zwingend erforderlich oder die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung.“

Quelle: VfA Vereinigung freischaffender ArchitektInnen