17. Mai 2022

Verdichtung von Wohnquartieren ist das Gebot der Stunde

Hamburg (pm) – „Verdichtung ist das Gebot der Stunde.“, erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). „Immer neue unbebaute Flächen zu versiegeln, kann nicht die richtige Antwort auf den Klimawandel sein. Wenn Hamburg – wie im Bündnis für das Wohnen beschlossen – seine ambitionierten Wohnungsbauziele erreichen will, kommen wir um eine Verdichtung bestehender Wohnquartiere nicht herum. Insoweit ist es richtig, dass SPD und Grüne dafür das neue Baulandmobilisierungsgesetz nutzen und entsprechende gesetzliche Voraussetzungen schaffen wollen.

Zu Wahrheit gehört aber, dass das nur der erste Schritt und eine rasche Umsetzung in neuen Bauvorhaben nicht zu erwarten ist. Es reicht nicht, die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen. In den Bauabteilungen der Bezirke muss zugleich ein neuer Geist einziehen.  Weniger ‚Wenn und Abers‘, mehr ‚Wir machen das‘ sind notwendig. Bislang kämpfen VNW-Unternehmen oftmals mit erheblicher Bürokratie vor Ort.

Genauso wichtig ist es, den Geist des Bürgerschaftsbeschlusses in die Bezirksfraktionen von SPD und Grünen zu transportieren. Die Bezirksabgeordneten müssen mehr als bisher gegenüber Bürgerinitiativen den Rücken gerade machen, wenn eine Verdichtung konkret ansteht. Bislang mangelt es da mancherorts an Unterstützung.“

Hintergrund:

Hamburgs Regierungskoalition aus SPD und Grünen will mit einer Anpassung des Planrechts den Wohnungsbau in der Hansestadt erleichtern. Dazu bringen beiden Fraktionen am Mittwoch einen entsprechenden Antrag in die Hamburgische Bürgerschaft ein. Ziel ist es, bisherige Baustufenpläne zu modernisieren. Dadurch sollen die Nachverdichtung von Wohnquartieren und damit dort der Wohnungsbau einfacher werden.

Pressemitteilung: Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW)