18. April 2026

Unsichtbare Sicherheit: Antirutsch-Beschichtung für Holzbrücken in der Verbandsgemeinde Weilerbach

Holzoberflächen entpuppen sich bei Nässe als gefährlich rutschig - ein echtes Problem, erst recht nahe dem DRK-Heim in Weilerbach. Bild: SWISSGrip
Holzoberflächen entpuppen sich bei Nässe als gefährlich rutschig - ein echtes Problem, erst recht nahe dem DRK-Heim in Weilerbach. Bild: SWISSGrip

Küssnacht am Rigi/CH (pm) – „Wo die Zukunft zu Hause ist!“ Unter diesem Motto wirbt die Verbandsgemeinde Weilerbach in Rheinland-Pfalz für sich. Wer hier lebt und arbeitet, darf sich nun über noch mehr Sicherheit freuen. Denn zwei Brücken, die bei Feuchtigkeit gefährlich rutschig wurden, haben nun eine Antirutsch-Beschichtung erhalten. Bei weiteren sieben Brücken soll diese Vorsichtsmaßnahme ebenso noch durchgeführt werden. 

Ein roter Reichsapfel, ein schwarzer Löwe und eine goldene Pflugschar – das sind die zentralen Motive im Wappen der Verbandsgemeinde Weilerbach. Der Gebietskörperschaft im Landkreis Kaiserslautern gehören acht eigenständige Ortsgemeinden an. Dem Bauamtsleiter ist dabei sehr an der Sicherheit der Bürger gelegen: „Die Sache sind wir fokussiert angegangen“, sagt Diplomingenieur Reiner Engbarth, der ehemalige Bauamtsleiter. 

Bei der gemeinten „Sache“ handelt es sich um zwei Brücken, deren Holzoberfläche bei Regen und Nässe sich als gefährlich rutschig entpuppten. Eine der beiden Brücken befindet sich zwischen der Verwaltung und dem DRK-Heim in Weilerbach. Auf beiden Seiten gibt es betreute Wohnungen. Gerade für ältere Personen oder Menschen mit Handicap zeigte sich bei Feuchtigkeit und Kälte immer wieder die heikle Situation vor Ort. Wer mit Rollatoren oder im Rollstuhl unterwegs, insgesamt schlecht zu Fuß oder auf Gehhilfen angewiesen war, hatte an der Brücke echte Probleme durch das hohe Rutschrisiko. „Zwar kam glücklicherweise niemand schwer zu Schaden, doch es kam regelmäßig vor, dass jemand mal weggerutscht ist“, erinnert sich Engbarth. 

Holz im Außenbereich neigt zu schneller Moos- und Pilzbildung. Bei nasser Witterung wird die Oberfläche rutschig. Gerade Brücken entpuppen sich als echte Rutschbahnen. Wie also die Sicherheit der Bewohner, Besucher und Mitarbeiter gewährleisten? Wie sowohl Fußgängern als auch Radfahrern auch bei Regen, Feuchtigkeit und überfrierender Nässe einen sicheren Weg bieten? Welche Möglichkeiten gibt es für Holz, welches Material eignet sich – erst recht im Außenbereich? Was macht Sinn, um einen nachhaltigen Antirutscheffekt zu erzielen? Was gibt es überhaupt auf dem Markt? Welche Produkte besitzen Standhaftigkeit für draußen – und halten auch, was sie versprechen?

Oberfläche aus Douglasienholz beschichtet

Der damalige Bauamtsleiter machte sich mit Unterstützung des Bautechnikers Matthias Höfli im Internet schlau, sie stieß auf der Suche nach einer handfesten Lösung auf die GriP Safety Coatings AG. Die Schweizer Spezialisten haben sich der Herausforderung angenommen, Holz zu beschichten – auch und erst recht im Außenbereich. 

Denn nicht nur Brücken, sondern auch Terrassen, Fahrradstrecken und Laufwege aus Holz sind zwar natürlich und schön, bergen jedoch auch das hohe Rutschrisiko. Weil Holz eine Oberfläche ist, die non-stop lebt und arbeitet, ist es fast unmöglich, etwas darauf zu applizieren, das überhaupt oder sogar längerfristig hält. Feuchtigkeit im Material, Temperaturwechsel, Trocknungszeiten und Härte – das alles erschwert die Oberflächenbeschichtung von Holz. Das gilt unabhängig von der Holzart und der Oberflächenbeschaffenheit. 

In Weilerbach wurden zeitgleich zwei Brücken angegangen: Das erste Objekt an der Verwaltung ist eine Stahlkonstruktion, die einen Belag aus Douglasie besitzt. Die zweite Brücke ist auch eine Gehwegbrücke aus Douglasienholz. Damit die Restfeuchte im Holz maximal 12 % beträgt, wurde das Projekt im Sommer durchgeführt. Für Fahrzeuge wurde die Brücke komplett abgesperrt, für Fußgänger abwechselnd die Seiten – damit die Anwohner sie weiterhin nutzen konnten.

Zuerst wurden die beiden Holzflächen mit Hochdruckreiniger zwei Tage vorher komplett gereinigt und anschließend wo nötig mit dem Gasbrenner nachgetrocknet. Eingesetzt wurde die transparente und wetterfeste Antirutschbeschichtung GriP New WOOD P5/R12 mit Rutschsicherheitsklasse R12/P5. Die körnige Zwei-Komponenten-Beschichtung ist exakt für diese Aufgabenstellung entwickelt. Das Material ist lösemittelfrei, umweltfreundlich und beschädigt den Untergrund nicht. Die Beschichtung entspricht der DIN EN 16165 Anhang C, ist LGA-zertifiziert und UV-beständig. 

GriP New WOOD P5/R12 eignet sich für naturbelassene Hölzer im Außenbereich. Das Material wurde auf den insgesamt 51 Quadratmetern Fläche gleichmäßig mit einer Malerrolle aufgetragen, also gewalzt. Engbarth: „Das ging ja sehr schnell, die Arbeiten haben nur kurze Zeit gedauert und nach einer Stunde Trocknung war die Brücke wieder begehbar.“ Über die Entscheidung, den Holzsteg zu beschichten und so eine dauerhafte Rutschhemmung zu erzeugen, ist er genauso zufrieden wie mit dem Ergebnis: „Der Effekt ist sehr deutlich und auch seitens der DRK-Leitung haben wir viele positive Rückmeldungen erhalten.“

Weitere sieben Brücken in Eigenregie beschichten 

Um auch andernorts die witterungsbedingte Unfallgefahr auf Holz zu minimieren, beabsichtigt die Verbandsgemeinde Weilerbach in diesem Sommer mit der Antirutschbeschichtung GriP New WOOD weitere Objekte zu behandeln. Geplant sind in der Ortsgemeinde Weilerbach drei weitere Brücken, in der Ortsgemeine Rodenbach ebenfalls drei Brücken und auf dem Bachbahnradweg vor Reichenbach-Steegen eine etwa 40 Meter lange Geh- und Radwegebücke. Dies soll durch die Bauhöfe der Ortsgemeinden Weilerbach und Rodenbach sowie den Bauhof der Verbandsgemeinde Weilerbach erfolgen. Die Mitarbeiter hatten sich die Vorgehensweise vor Ort bei der Ausführung der beiden bereits beschichteten Brücken angesehen.

Die Applikation der Antirutschbeschichtung GriP New WOOD können auch die kommunalen Mitarbeiter ganz einfach und praktisch selbst vornehmen. Wenig Equipment und lediglich eine Einweisung vor Ort oder auch online – mehr braucht es tatsächlich nicht, um die Holzflächen im Außenbereich rutschfest zu bekommen. Für die Ausführung bedarf es keiner spezifischen handwerklichen Fähigkeiten oder zusätzlichen Schulungen.

Quelle: GriP Safety Coatings AG