30. November 2021

Trendstudie „Real Estate Asset Management in Österreich 2021“: Das „goldene Zeitalter“ des Asset Managements beginnt jetzt

Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Fokus

Wien (pm) – Die Corona-Pandemie hinterließ 2020 auch deutliche Spuren in der österreichischen Immobilienwirtschaft: Aus einer neuen Trendstudie von Drees & Sommer, AREAMA, ÖVI und RICS ging u.a. hervor, dass die Pandemie Digitalisierung und Nachhaltigkeit beflügelt hat. In Bezug auf Klimaschutz fordert die Branche einen klaren Richtungswechsel im Asset Management. Die COVID-19-Pandemie stellte Eigentümer und Investoren im Jahr 2020 vor Herausforderungen in bisher unbekanntem Ausmaß – und Businesspläne, Risikobewertungen und Anlagestrategien auf den Kopf. Die Assetklassen Retail und Hotel traf es besonders hart. Gerade in diesen Zeiten zeigt sich, welchen Mehrwert professionelles Real Estate Asset Management zu leisten im Stande ist.

Die wichtigsten Immobilienklassen für Investoren waren 2020 die Assetklassen Wohnen (ca. 39 %) und Büro (ca. 38 %), gefolgt von Logistik (ca. 10 %) und Einzelhandel (ca. 6 %). Vergleicht man die vergangenen Jahre, kann man über alle Marktsegmente hinweg ein historisches Tief an Spitzenrenditen für gewerbliche Immobilien feststellen.

Mit der Trendstudie „Real Estate Asset Management in Österreich 2021“ haben das Immobilienberatungs-, Planungs- und Projektmanagement-Unternehmen Drees & Sommer, AREAMA, ÖVI und RICS die aktuelle Situation analysiert und evaluiert. Im Zeitraum von November 2020 bis Jänner 2021 wurden rund 120 Immobilien- und Asset Manager eingeladen, mittels eines gemeinsam von RICS und ÖVI entwickelten Online-Fragebogens den aktuellen Entwicklungsstand zum Thema Real Estate Asset Management in Österreich abzugeben.

Nachhaltigkeit und Digitalisierung als dringliche Themen

Wenn auch kurz auf der Agenda nach hinten gerückt, beflügelte die Pandemie die beiden Trendthemen Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Das Bewusstsein der Branche für den erforderlichen Handlungsbedarf ist mittlerweile durchweg gegeben – und wird nicht zuletzt durch den EU Green Deal gefordert. Waren 2019 noch 50 Prozent und 2020 rund 33 Prozent der Meinung, die Branche mache genug für das Thema Nachhaltigkeit, so sind es 2021 nur mehr 25 Prozent.

Immerhin: Alle befragten Unternehmen planen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit des Portfolios in den kommende 12 bis 18 Monaten. Dabei stehen die Optimierung des Energieverbrauchs und der Umstieg auf erneuerbare Energiequellen sowie die energetische Sanierung klar im Vordergrund. Die europäischen Klimaziele und die für deren Umsetzung erforderlichen Regelwerke für nachhaltige Finanzierung (ESG) greifen in der Finanzwirtschaft bereits für das Berichtsjahr 2021. Asset Manager stehen vor der wichtigen Aufgabe, die Eigentümer auf ihrem Weg zu nachhaltigen Portfolios professionell zu begleiten und zu führen.

Zudem hat die Pandemie als Digitalisierungsbeschleuniger im Asset Management gewirkt und die damit einhergehenden Wettbewerbsvorteile klar herausgestellt. Das gilt insbesondere für die Digitalisierung der internen Prozesse und Abläufe, ein Aspekt, welchem Asset Manager durchaus disruptiven Charakter zugestehen. Auf die konkreten AM-Prozesse umgelegt, orten sie vor allem im Reporting, bei Businessplanung und Controlling sowie Daten- und Dokumentenmanagement deutliches Digitalisierungspotenzial. Digitale Standards hingegen sind Mangelware. Lediglich 10 Prozent der befragten Asset Manager haben verbindliche digitale Mindeststandards für den Ankauf und den Betrieb ihrer Gebäude definiert.

„Sowohl Nachhaltigkeit als auch die Digitalisierung rücken den Gebäudebetrieb und das Management von Wertanlagen immer stärker in den Mittelpunkt – und das wird in den kommenden Jahren immer bedeutender: Das ‚goldene Zeitalter‘ des Asset Managements ist quasi eingeläutet“, betont Georg Stadlhofer, Geschäftsführer von Drees & Sommer Österreich sowie einer der Autoren und Initiatoren der Trendstudie „Real Estate Asset Management in Österreich 2021“.

Pressemitteilung: Drees & Sommer