15. August 2022

Transparenter Pavillon: Erweiterung des Faust Gymnasiums in Staufen

Stuttgart (pm) – Das Faust-Gymnasium erhält mit dem Erweiterungsbau einen neuen Haupteingang, was zu einer eindeutigen Adressbildung führt. Der Haupteingang orientiert sich in Richtung Grunerner Straße und der neu organisierten Fahrerschließung mit Busvorfahrt. Durch die Gebäudestellung des Erweiterungsbaus entsteht im Rückraum ein geschützter Pausenhof.

 

Fotocredit: dasch zürn + partner | Fotografie: ArchitekturImBild, Bernhard Tränkle

 

Umlaufende Fluchtbalkone und Außentreppen ermöglichen eine vom Innenraum unabhängige Entfluchtung des Erweiterungsbaus. Dies reduziert die brandschutztechnischen Anforderungen im Inneren und ermöglicht die Nutzung der Erschließungsbereiche für freies Lernen und als Aufenthaltsbereich.

Das Erscheinungsbild des Erweiterungsbaus setzt einen bewussten Kontrast zum Bestandsgebäude: Der massive Baukörper des Bestands wird durch einen transparenten „Pavillon“ ergänzt. Die umlaufenden Fluchtbalkone bewirken eine horizontale Gliederung des Erweiterungsbaus und bieten zudem klimatische Vorteile (Sonnenschutz, Witterungsschutz).

 

Fotocredit: dasch zürn + partner | Fotografie: Henrik Schipper Photography, Henrik Schipper

 

Konzept

Die Erweiterung erfolgt wie die Neugestaltung der Fahrerschließung auf der Nordseite der Schule. So können die Eingriffe in den Schulbetrieb, in das Bestandsgebäude und die bestehenden Freianlagen minimiert werden.

Öffnung und Schutz

Das Faust-Gymnasium erhält mit dem Erweiterungsbau einen neuen Haupteingang, was zu einer eindeutigen Adressbildung führt. Der Haupteingang orientiert sich in Richtung Grunerner Straße und der neu organisierten Fahrerschließung mit Busvorfahrt. Durch die Gebäudestellung des Erweiterungsbaus entsteht zwischen den Schulen und Sporthallen ein geschützter Pausenhof.

 

Fotocredit: dasch zürn + partner | Fotografie: ArchitekturImBild, Bernhard Tränkle

 

Verknüpfung

Das Erdgeschoss des Erweiterungsbaus mit dem neuen Haupteingang und der Mensa liegt leicht erhöht gegenüber dem bestehenden Gelände, um die Höhendifferenz zum Hauptgeschoss des Bestands zu minimieren. Ein rollstuhlgerechter Aufzug verknüpft die höhenversetzten Geschosse des Neubaus barrierefrei mit den Geschossen des Bestandsgebäudes.

Fluchtbalkone

Umlaufende Fluchtbalkone und Außentreppen ermöglichen eine vom Innenraumunabhängige Entfluchtung des Erweiterungsbaus. Aus jedem Klassen- und Aufenthaltsraum gibt es einen direkten Ausgang auf den Fluchtbalkon. Dies reduziert die brandschutztechnischen Anforderungen im Inneren. Die Verkehrsflächen können so als pädagogisch wertvolle Lern- und Kommunikationsbereiche genutzt werden.

 

Fotocredit: dasch zürn + partner | Fotografie: Henrik Schipper Photography, Henrik Schipper

 

Nutzungsverteilung

Das Eingangsgeschoss nimmt neben 3 Klassenzimmern, eines davon als Computerraum die Mensa / Cafeteria und Küche auf. Im Obergeschoss befinden sich 9 Klassenräume mit 2 Funktionsräume, die 2 Jahrgangscluster mit 5 bzw. 4 Klassen bilden.

Architektur

Das Erscheinungsbild des Erweiterungsbaus setzt einen bewussten Kontrast zum Bestandsgebäude: Der massive Baukörper des Bestands wird durch einen transparenten „Pavillon“ ergänzt. Die umlaufenden Fluchtbalkone bewirken eine horizontale Gliederung des Erweiterungsbaus und bieten zudem klimatische Vorteile (Sonnenschutz, Witterungsschutz).

 

Baudaten

Wettbewerb:               2017, 1. Preis

Bauherr:                      Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

Standort:                     Grunerner Straße 13, 79219 Staufen

Fertigstellung:            November 2021

Leistungsumfang:     1 – 9

BGF:                             3.320 m²

BRI:                              12.945 m³

Projektteam:               Robert Schindler, Ellen Römhild, Marcello Raff in Arbeitsgemeinschaft mit Kube Gißler Architekten, Staufen

 

Pressemitteilung: dasch zürn + partner architekten Partnerschaft mbB