Amsterdam (pm) – UNS hat den Korean Football Park fertiggestellt, ein neues Zuhause für den Koreanischen Fußballverband, das die Zukunft des Sports und seiner nächsten Athletengeneration mitgestalten soll. Das Projekt ist als langfristiger Ort für Training, Regeneration, Bildung und öffentliche Teilhabe konzipiert und vereint Spitzen-Sporteinrichtungen, fachliche Expertise und eine klare öffentliche Identität zu einem Campus, der das nächste Jahrhundert nicht nur koreanischer Athletinnen und Athleten, sondern auch der nächsten Fan-Generation unterstützen soll.
„Der fertige Campus verleiht dem koreanischen Fußball eine starke architektonische Markenidentität und schafft zugleich die Voraussetzungen für langfristiges Wachstum. Er unterstützt Athletinnen und Athleten mit konzentrierten Räumen für Training und Erholung und gibt Unterstützern und Besucherinnen und Besuchern eine bedeutungsvolle Verbindung zur größeren Geschichte des Spiels.“
Ben van Berkel, Gründer und leitender Architekt von UNS
Die Ambition von UNS war es, einen Ort zu schaffen, der Athletinnen und Athleten auf höchstem Niveau dient und dem Fußball zugleich eine breitere städtische Präsenz gibt. UNS entwickelte den städtebaulichen Gesamtmasterplan gemeinsam mit zentralen Bausteinen auf dem Gelände, darunter die Wohnunterkunft und die Spielerunterkünfte, das Außestadion mit der integrierten KFA-Zentrale sowie die klimatisierte Halle für ganzjähriges Training. Zum Campus gehören außerdem mehrere Gesundheits- und Wellnesseinrichtungen, Räume für Physiotherapie und Fitness sowie ein zentraler öffentlicher Bereich, der die Programme des Geländes für Feierlichkeiten verbindet. Das Projekt wurde zu Beginn der COVID-19-Pandemie konzipiert, als die meisten Sportstätten für die Öffentlichkeit geschlossen wurden, und galt als Hoffnungsträger für die Zukunft des Sports und seiner Anhänger.
„Fußball hat sich verändert. Ein moderner Trainer braucht perfekte, ebene Plätze, um schnellen Fußball zu trainieren. Doch das Training von heute stützt sich auch auf fortschrittliche Unterstützungseinrichtungen für Datenanalyse und Spielerentwicklung. Es geht nicht mehr nur um den Platz; der gesamte Komplex muss auf dem neuesten Stand sein.“
Guus Hiddink, ehemaliger Trainer der südkoreanischen Nationalmannschaft




Zusammenarbeit im Kern
Der Korean Football Park entstand in enger Zusammenarbeit zwischen UNS und einem Netzwerk spezialisierter Partner aus den Bereichen Stadionbetrieb, Sportwissenschaft und aktive Technologie. Während des Entwurfsprozesses arbeitete UNS mit der Johan Cruijff ArenA und ihrem Facility-Management-Team zusammen und griff dabei auf jahrzehntelanges Wissen in den Bereichen Stadionlogistik, Trainingsumgebungen, Betriebsplanung und Innovation zurück.
Der Austausch half dabei, zentrale operative Aspekte des Masterplans zu formen, darunter Sicherheitszonen, Programmorganisation, Medienanforderungen und das Verhältnis zwischen Spitzensport und öffentlichem Zugang. Er beeinflusste auch, wie der Campus zukünftige Veränderungen in Trainingsmethoden, technischen Systemen und betrieblichen Anforderungen aufnehmen kann.
Diese Zusammenarbeit war zentral für den Erfolg des Projekts für UNS. Sie ermöglichte es, architektonische Klarheit mit praktischen Erkenntnissen aus dem direkten Betrieb zukunftsorientierter Sportstätten zu verbinden. Die Fertigstellung des Korean Football Park spiegelt nicht nur einen gemeinsamen Entwurfsanspruch wider, sondern auch eine nachhaltige kollaborative Leistung über Architektur, Sport und technische Expertise hinweg.
„Die Anordnung der Funktionen ist in Trainingskomplexen dieser Art sehr wichtig. Sie erfordert eine klare Abfolge von öffentlichen zu privaten Bereichen, deshalb begannen wir mit der Schaffung eines öffentlichen Platzes mit Museum und Fanshop und nutzten das Stadion, um das Gefühl zu erzeugen, eine kleine Stadt zu betreten. Von diesem öffentlichen Eingang aus gelangt man tiefer in die halböffentlichen und privaten Bereiche des Komplexes.“
Henk Markerink, ehemaliger CEO der Johan Cruijff ArenA




Ein neues nationales Zuhause für den Fußball
Auf einem 450.427 Quadratmeter großen Grundstück in Cheonan, rund eine Stunde außerhalb der Hauptstadt Seoul, ist der Korean Football Park als neues Zuhause der Nationalmannschaft des Landes konzipiert und dient zugleich der Nachwuchsförderung, dem Frauenfußball und einem öffentlichen Publikum. Der fertiggestellte Masterplan ordnet diese Nutzungen in einem Campus mit klaren Übergängen zwischen öffentlichen, betrieblichen und privaten Zonen.
Im Herzen des Geländes liegt ein zentraler Platz, der an drei zentrale Gebäude grenzt: das Sportgeschichtsmuseum, das Hallenstadion und das Außestadion, das in die KFA-Zentrale integriert ist. Dieser Raum fungiert als Mittelpunkt der Entwicklung und unterstützt Veranstaltungen, Zusammenkünfte sowie Einzelhandel und alltägliche Nutzung. Durch die Neuordnung von Straßen, Fußballplätzen und Gebäudepositionen schuf UNS eine kohärentere Anlage mit stärkerer Orientierung, einer klareren Ankunftssequenz und einer besser lesbaren Identität.
Die Zusammenführung der Zentrale mit dem Außestadion war eine wichtige Entwurfsentscheidung. Sie hält Entscheidungsträger, Trainer, Spieler und Fans an einem Ort eng miteinander verbunden. Durch die Unterbringung dieser Funktionen unter einem Dach können Sportmedizin-Teams die Leistungen der Spieler auf dem Platz in Echtzeit verfolgen und bleiben zugleich in engem Kontakt mit dem Management. Die Fassade des Stadions öffnet sich außerdem zur Spielerunterkunft und ermöglicht es dem Team, Trainingsspiele unmittelbar mitzuerleben.
Der Masterplan reagiert direkt auf die geneigte Landschaft des Geländes, das in die bergige Umgebung eingebettet ist. Eine terrassierte Topografie hilft dabei, das Programm zu strukturieren, dort flache Spielflächen zu schaffen, wo sie benötigt werden, und die Bewegung über den Campus von offeneren Gemeinschaftsbereichen zu ruhigeren privaten Zonen für Spieler und Mitarbeitende zu lenken. Dieser landschaftsorientierte Ansatz verleiht dem Projekt einen eigenen räumlichen Charakter und bindet die Architektur eng an ihren Standort.
Insgesamt umfasst der fertige Campus 11 Fußballfelder, ein Hallenstadion, ein Außestadion, das bald zu errichtende Fußballmuseum, zahlreiche Fitness- und Gesundheitseinrichtungen, Einzelhandel, multifunktionale Sportflächen, Unterkünfte für Jugendliche, ein Trainingscamp für Frauen sowie ein gehobenes Hotel mit Spa. Zusammen schaffen diese Elemente einen Campus, der das ganze Jahr über betrieben werden kann und nicht nur während der Trainingszeiten der Nationalmannschaft.
„Das Wesentliche dieses Projekts ist seine Doppelfunktion. Es soll den Spitzensport mit aufstrebenden Jugendlichen verbinden, um als Inspiration zu dienen, und zugleich den gesamten Komplex für die breite Gemeinschaft öffnen. Diese Kombination ist sehr wirkungsvoll.“
Sander van Stiphout, Director International bei der Johan Cruijff ArenA



Auf Leistung, Regeneration und zukünftige Entwicklung ausgerichtet
Das Projekt war als mehr als nur ein Ort für Trainingseinheiten und Spiele gedacht – es spiegelt die breitere Realität des zeitgenössischen Sports wider, in der sportliche Leistung eng mit Regeneration, mentalem Wohlbefinden, medizinischer Betreuung und datenbasierter Analyse verknüpft ist.
Der Campus bietet ein breites Spektrum an Trainingsbedingungen für Athletinnen und Athleten aller Altersgruppen und Leistungsstufen. Durch zusätzliche Laufbahnen im Freien, Turnhallen und Behandlungsbereiche steht der Masterplan in engem Zusammenhang mit dem Verständnis von UNS, dass Spielerentwicklung von einem umfassenderen Ökosystem aus Vorbereitung und Betreuung abhängt. Die Nähe der Trainingsbereiche zu Gesundheits- und Therapieeinrichtungen ermöglicht effiziente Wege zwischen Belastung, Untersuchung und Regeneration.
Auch Material- und Raumentscheidungen tragen zum Wohlbefinden der Nutzer bei. Natürliche Oberflächen, haptische Materialien, bepflanzte Bereiche und Ausblicke in die Landschaft schaffen eine Atmosphäre, die Konzentration und Ruhe unterstützt. Unterkünfte für Spieler und Wellnessbereiche wurden so positioniert, dass sie Privatsphäre und Ruhe bieten und zugleich mit dem übrigen Campus verbunden bleiben.
Auch die Technologie wurde mit derselben Sorgfalt integriert. Der Entwurf antizipiert datenbasierte Trainingssteuerung, Tracking und Betriebsmanagement durch Systeme, die die Überwachung von Athleten über längere Zeit unterstützen können. Von Beleuchtung und Sensoranwendungen bis hin zu Infrastruktur, die zukünftige technische Aufrüstungen aufnehmen kann, kann sich der Korean Football Park mit den Entwicklungen in Sportwissenschaft und Trainingspraxis weiterentwickeln.
Der Korean Football Park gibt dem Fußballprogramm des Landes einen neuen Campus, der Spitzenleistung mit öffentlicher Präsenz verbindet. Es ist ein Projekt, das von Zusammenarbeit geprägt, in der Landschaft verankert und darauf ausgelegt ist, Athletinnen und Athleten, Institutionen und Unterstützer über Jahrzehnte hinweg zu dienen.
Quelle: UNS United Network Studio · KI-gestützte Textaufbereitung · Redaktion: Architekturblatt