13. Juli 2024

„The Benjamin“ von Bollinger + Fehlig Architekten ergänzt das Architekturdenkmal Gebauer Höfe

Berlin (pm)- Wo die Gotzkowskybrücke über die Spree hinweg die Berliner Ortsteile Charlottenburg und Moabit verbindet, erheben sich die Gebauer Höfe – ein eindrucksvolles Beispiel Berliner Industriearchitektur aus dem 19. Jahrhundert, allerdings mit städtebaulicher Lücke zur Brücke hin. Diese hat Bollinger + Fehlig Architekten mit „The Benjamin“, benannt nach der angrenzenden Franklinstraße, so modern wie denkmalgerecht geschlossen.

Durch die Fortführung der Klinkerfassade des historischen Ensembles mit einer echten Klinker-Vorsatzschale bildet „The Benjamin“ heute einen neuen städtebaulichen Auftakt für das alte Industrie-Areal, der die Architektursprache der Gebauer Höfe modern interpretiert. Eine Herangehensweise, die konsequent dem Ansatz folgt, in nachhaltiger Bauweise lebenswerte und unverwechselbare Stadträume zu schaffen, die langfristig einen Mehrwert für die Nutzer darstellen.

Wesentlich hierfür ist auch die Offenhaltung der Grundrisse von tragenden Wänden, die nicht nur zeitgemäße Open-Space-Arbeitsflächen mit Rundumblick schafft, sondern auch eine eventuelle spätere Umnutzung begünstigt. Ebenso wichtig für modernes Arbeiten sind die Flächen für eine gastronomische Nutzung im spreeseitigen Erdgeschoss und die großen Vorgartenzonen zur Straße hin, die eine Distanz zum Verkehrsgeschehen schaffen. Daneben wurden die öffentlich zugänglichen Außenanlagen – der Platz an der Gotzkowskybrücke und der Hof am Spreeufer – als Ruhe- und Erholungszone mit Sitzbänken und teilweise neuem Baumbestand gestaltet.

„Dieses Projekt ist ein schönes Beispiel dafür, wie wir bei Bollinger + Fehlig auch für ungewöhnlich geschnittene Grundstücke und komplexe städtebauliche Kontexte innovative und unkonventionelle Lösungen finden, um gleichermaßen unserer Verantwortung gegenüber der Stadtgesellschaft gerecht zu werden und optimal nutzbare, inspirierende Büroflächen mit hoher Wirtschaftlichkeit zu schaffen“, erklärt Projektleiterin Marlene Vesely.

Quelle: Bollinger + Fehlig Architekten