2. Juni 2026

Telluride Architektur Das neue Herzzentrum des Universitätsklinikums Bonn – Architektur als Symbol moderner Hochleistungsmedizin

Bonn/Düsseldorf (pm) – Form follows collaboration – auf diesem Leitsatz basiert die zentrale architektonische Idee des neuen Herzzentrums des Universitätsklinikums Bonn (UKB). Der von Telluride Architektur auf dem Venusberg-Campus geplante Neubau vereint erstmals die Fachdisziplinen Kardiologie und Herzchirurgie räumlich unter einem Dach – und übersetzt interdisziplinäre Medizin in eine eigenständige architektonische Struktur. Nach der Inbetriebnahme Anfang des Jahres wurde das Gebäude am 26. Mai offiziell feierlich eröffnet.

Das neue Herzzentrum ist einer der wesentlichen Bausteine des Masterplans „Zentralklinikum“ des Universitätsklinikums Bonn. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 190 Millionen Euro zählt es zu den größten und technisch modernsten Projekten der Herzmedizin in Deutschland. Ausgangspunkt war eine über Jahrzehnte gewachsene, funktionale Dysfunktion: Kardiologie und Herzchirurgie arbeiteten zwar medizinisch bereits eng zusammen, waren aber auf mehrere, nicht mehr zeitgemäße Gebäude verteilt. Die Architektur hat diese Trennung durch eine eigenständige Einheit aufgelöst, in der beide Disziplinen gleichwertig und gleichberechtigt unter einem Dach operieren. Im baulich sehr heterogenen Umfeld des Venusberg-Campus entstand so ein klarer, markanter Orientierungspunkt, der sichtbar und selbstbewusst eine neue Ära der Hochleistungsmedizin symbolisiert.

Der Neubau erstreckt sich über eine Grundfläche von 31.000 Quadratmetern sowie eine Nutzfläche von 13.590 Quadratmetern, die sich auf fünf Obergeschosse und zwei Untergeschosse verteilen. Der Gebäudekomplex umfasst mehr als 1.000 funktionale Räume und 180 Betten inklusive Intensivpflege- und Überwachungsbetten. In den Obergeschossen befinden sich Ambulanzen, fünf Operationssäle, davon zwei Hybrid-OPs, Ambulanzen, Notfallradiologie und klinische Forschungs- und Lehrfunktionen. In den Untergeschossen sind unter anderem die Bereiche Technik und Logistik angesiedelt. Kurze Wege und die Zentralisierung aller Behandlungsetappen von der Diagnostik bis zum OP minimieren unnötige Patientenbewegungen. Durch die räumliche Nähe von Kardiologie und Herzchirurgie ergibt sich auch für die Mitarbeiter:innen ein völlig neues Arbeitsumfeld, das sie als gleichermaßen motivierend wie sinnstiftend erleben und die Zusammenarbeit im Heart-Team unterstützt.

Mit dem neuen UKB Herzzentrum hat Telluride Architektur einen klar strukturierten, interdisziplinären Gesundheitsbau realisiert, der erstmals Kardiologie und Herzchirurgie unter einem Dach vereint. © Telluride Architektur

Denn neben den medizinischen Abläufen stehen vor allem die Menschen im Zentrum, die die hochmodernen Räumlichkeiten nutzen. Für viele Patient*innen ist ein Krankenhaus ein Ort der Unsicherheit. Umso wichtiger ist daher die Atmosphäre, in der Heilung stattfinden soll. Die Architektur nutzt dazu bewusst Licht, Raum, Sichtachsen und Materialien. Ein zentrales Element ist dabei das lichtdurchflutete, zweigeschossige Foyer: Großzügig, offen und einladend gestaltet bildet es das architektonische Herzstück des Gebäudes und schafft einen geborgenen Raum zum Ankommen. „Die einladende Eingangshalle steht symbolisch für die Öffnung und Zugänglichkeit und macht die Portalfunktion des Hauses für den gesamten Campus körperlich erfahrbar“, betont Johannes Kresimon, geschäftsführender Gesellschafter von Telluride Architektur. Die raumhohe Glasfassade zum Vorplatz und die Glasaufzüge im Eingangsbereich schaffen visuelle Transparenz und Weiträumigkeit. Die klare, kompakte Gebäudeorganisation auf fünf Geschossen mit zentraler Erschließung reduziert den Orientierungsaufwand und somit den Stress für Patient*innen.

Der bestehende Baumbestand des Vorplatzes blieb bewusst erhalten und dient als Entrée für das gesamte UKB. Sitzbänke, umgeben von flachen Bepflanzungen, bieten geschützte Aufenthaltsbereiche zwischen den Pflasterflächen. Die Einbindung der Natur in den unmittelbaren Eingangsbereich unterstützt das Prinzip des „Healing Environment“.

© Telluride Architektur

„Wir sind stolz darauf, mit dem neuen Herzzentrum Bonn einen klar strukturierten, interdisziplinären Gesundheitsbau realisiert zu haben, der Kardiologie und Herzchirurgie unter einem Dach bündelt. Mit kurzen Wegen, logisch organisierten Funktions- und patientenorientierten Aufenthaltsbereichen schafft er optimale Rahmenbedingungen für Herzmedizin auf höchstem Niveau“, so Johannes Kresimon, geschäftsführender Gesellschafter von Telluride Architektur. „Im Zentrum steht dabei aber immer der Mensch und nicht die Technik.“

Quelle: Telluride Architektur