30. Juni 2022

Tagung zum postmodernen Erbe in Architektur und Städtebau

Wohnanlage Große Klausstraße, Halle (Saale): Denkmal seit 2014. (Foto: Kirsten Angermann)

Weimar (pm) – Eine gemeinsame Tagung der Bauhaus-Universität Weimar und der ETH Zürich beschäftigt sich vom 3. bis 5. März 2022 mit dem Erbe der postmodernen Architektur und des postmodernen Städtebaus der 1970er bis 1990er Jahre. Ziel der Tagung ist es, architekturhistorische Forschungen zu diesem Thema wissenschaftlich zu erschließen und den denkmalpflegerischen Umgang mit den Zeugnissen der Postmoderne sowie auch deren Weiterbau zu diskutieren.

Welche Spezifika der Architektur der Postmoderne lassen sich im deutschsprachigen Raum und auch international herausarbeiten? Bilden sich regionale Schwerpunkte oder Charakteristika? Welche spezifischen Herausforderungen stellen sich bei der Erfassung und Bewertung postmoderner Architektur? Wie können methodische Ansätze der Postmoderne überhaupt geschützt und erhalten werden?

Über 30 Referentinnen und Referenten, vorrangig aus dem deutschen Sprachraum, aber auch aus Großbritannien, der Ukraine und Italien diskutieren diese und weitere Fragen. Die Fachleute sowie Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus den Bereichen Architekturgeschichte, Denkmalpflege und Architektur kommen dazu in fünf Panels, einer Podiumsdiskussion und einer Posterpräsentation zusammen.

Im Zentrum der Tagung steht die Erhaltung einer wenig geschätzten, dem Namen nach »nicht abgeschlossenen« bzw. »nicht-abzuschließenden« Epoche im deutschsprachigen Raum. Heute steht das Überleben ihrer gebauten Zeugnisse tatsächlich auf dem Spiel. Bei der Beschäftigung mit dem baulichen Erbe der Postmoderne geht es um eine Epoche, die geprägt war von den Energie- und Ölkrisen der späten 1970er Jahre, der Rückbesinnung auf Architektur als Kommunikationsmittel und Bedeutungsträger, der Neoliberalisierung des Bausektors, dem Ende der großen Erzählungen, das sich mitten in Europa mit dem Fall der Berliner Mauer manifestierte, den damit verbundenen Transformationserscheinungen und der Aufbruchsstimmung der frühen 1990er Jahre.

Organisiert wird die Tagung von der Professur für Denkmalpflege und Baugeschichte an der Bauhaus-Universität Weimar (Prof. Dr. Hans-Rudolf Meier, Kirsten Angermann) und von der Professur für Konstruktionserbe und Denkmalpflege der ETH Zürich (Prof. Dr.-Ing. Silke Langenberg, Matthias Brenner). Finanzielle Unterstützung erhalten die Verantwortlichen von der Wüstenrot-Stiftung und dem Bauhaus-Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung. Medienpartner ist moderneREGIONAL.

Die Teilnahme im Audimax der Bauhaus-Universität Weimar ist pandemiebedingt auf rund 50 Plätze begrenzt. Interessierte können jedoch auch online an der Tagung teilnehmen.

Programm und Anmeldung unter: www.uni-weimar.de/denkmal-postmoderne

 

Pressemitteilung: Bauhaus-Universität Weimar