7. Dezember 2021

Studentenwettbewerb “Lift-Up” an der Architekturfakultät der Universität Innsbruck geht in die finale Phase

Aufstockungen von oftmals auch nur eingeschossigen Bestandsgebäuden bieten großes Potential für Nachverdichtungen in Holzbauweise. © Linda Maria Fendt und Philipp Beckmann (Studierende der Architekturfakultät der Universität Innsbruck)

Innsbruck (pm) – Studierende der Architekturfakultät und der Technischen Wissenschaften der Universität Innsbruck entwickeln gemeinsam Holzbauprojekte für die urbane Nachverdichtung Innsbrucks. Das Institut für Gestaltung / Gestaltung1 lobte im Sommersemester 2021 gemeinsam mit dem Verein proHolz Tirol und dem Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften / Arbeitsbereich Holzbau einen Ideenwettbewerb für Studierende zum Thema „Städtische Nachverdichtung mit Holz“ aus.

Im Rahmen einer Kooperation erarbeiteten die Studierenden des Arbeitsbereichs Gestaltung 1 gemeinsam mit Studierenden des Arbeitsbereiches für Holzbau Lösungen, wie bestehende, eingeschossige und terziär genutzte Gebäude im Stadtteil Reichenau in Holzbauweise überbaut bzw. aufgestockt werden könnten. Der entstehende Wohnraum sollte unter den Schlagworten „junges und leistbares Wohnen“ für Studierende entwickelt werden. Zudem sollten die Aufstockungen nicht nur Wohnraum schaffen, sondern auch zur positiven urbanen Entwicklung des Stadtteils beitragen. Das große Potenzial der Holzbauweise für Aufstockungen von Bestandsgebäuden verbunden mit dem Ziel bei Nachverdichtungen im Sinne der Nachhaltigkeit möglichst auf den Abbruch des Altbestandes zu verzichten, stand im besonderen Fokus der Arbeiten.

Die Idee für das Projekt wurde von einer Arbeitsgruppe aus Architekten, Holzbauern und Politiker*innen – Heinz Eppacher, Thomas Thaler, Andreas Flora und Julia Seidl – entwickelt und mit den Arbeitsbereichen Gestaltung 1 bzw. Holzbau zu einer Lehrveranstaltung mit starkem Praxisbezug für die Studierenden konzipiert. Die Studierenden wurden neben der architektonischen Betreuung durch Assoz. Prof. Andreas Flora und Architekt Thomas Thaler sowie im Bereich Holzbau durch Univ. Prof. Philipp Dietsch und Senior Scientist Roland Maderebner, zusätzlich von Fachplanern im Energiedesign, der Haustechnik und des Brandschutzes unterstützt. Weiters konnte proHolz Tirol als Wissensvermittler und Partner für das Projekt gewonnen werden.

Ende Juni findet das Preisgericht u.a. mit dem Leiter der Stadtplanung Innsbruck, Assoz. Prof. W. Andexlinger, dem Architekten DI Christian Pichler (pxt, Wien) und dem Holzbauingenieur Konrad Merz (Merz. Kley und Partner, Dornbirn) in Innsbruck statt. In den Sommermonaten werden die 3 erstgereihten Projekte gemeinsam mit lokal ansässigen Holzbaufirmen (Holzbau Schafferer, Fa. Huter & Söhne, Fa. Dach & Fach) weiterbearbeitet und auf ihre Praxistauglichkeit hin überprüft. Ziel ist dabei, das Potenzial des Holzbaus im Rahmen einer Ausstellung auch anhand konkreter Zahlen zu den Kosten zu untermauern und einem breiteren Publikum näher zu bringen.

Im Rahmen einer Ausstellung im Herbst im Hauptbahnhof von Innsbruck werden alle Projekte inklusive einem Katalog präsentiert und die Preisträger des Wettbewerbs ausgezeichnet.

 

Initiator*innen:

Assoz. Professor Dipl.-Ing. Andreas Flora, Universität Innsbruck

Architekt Dipl. Ing. Thomas Thaler, SPhii_architectural collaboration

Karl-Heinz Eppacher, Geschäftsführer Dach+Fach Holzbau GmbH

DI Rüdiger Lex, Geschäftsführer proHolz Tirol

Mag. Julia Seidl, GRin NEOS Innsbruck

 

Pressemitteilung: proHolz Tirol/ Holzcluster Verein der Tiroler Forst- und Holzwirtschaft