Frankfurt am Main (pm) – Transformation im Bestand beginnt oft mit einer zentralen Frage: Ist ein Umzug wirklich notwendig? Oder kann ein bestehender Standort langfristig weiterentwickelt werden? Rund zehn Jahre nach Bezug ihres Frankfurter Büros stellte sich Linklaters genau diese Frage. Gemeinsam mit CSMM wurde zunächst strategisch untersucht, welche Perspektive langfristig sinnvoll ist. Dabei standen ein Standortwechsel oder die Weiterentwicklung der bestehenden Flächen im Fokus. Die Analyse war nicht nur eine Immobilienentscheidung. Vielmehr diente sie als strategische Grundlage für die zukünftige Organisation von Mandanten- und Konferenzbereichen.
Strategie vor Architektur bei Linklaters Frankfurt
In einem strukturierten Prozess analysierte CSMM zunächst die zukünftigen Anforderungen an Organisation, Flächenbedarf und Raumtypen. Darauf aufbauend wurden verschiedene Szenarien systematisch bewertet. Dazu gehörten Verbleib, Konsolidierung und Relocation. Anschließend verglich das Team Kriterien wie Flächeneffizienz, Investitionsbedarf und Nachhaltigkeit. Auch Mandantenwirkung und Flexibilität wurden berücksichtigt. Das Ergebnis war eindeutig. Der Verbleib im Bestand erwies sich als die beste Option. Er überzeugte wirtschaftlich, ökologisch und funktional. Deshalb entschied sich Linklaters gegen einen Umzug. Stattdessen erfolgte eine gezielte Modernisierung. Minimalinvasive Eingriffe erzielten maximale Wirkung.

Gezielte Weiterentwicklung der Büroflächen
Linklaters ist Ankermieterin von rund 12.000 Quadratmetern. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 2016. Technisch bestand kein zwingender Handlungsbedarf. Allerdings gab es punktuellen Anpassungsbedarf bei der Nutzung.
Besonders im Fokus standen die Mandanten- und Konferenzbereiche. Denn Arbeitsweisen haben sich deutlich verändert. Digitale Formate und hybride Meetings sind heute Standard. Auch projektbezogene Zusammenarbeit nimmt zu. Deshalb reichen klassische Konferenzräume oft nicht mehr aus. Die Mandantenfläche wurde modernisiert und repräsentativer gestaltet. Ein zentrales Element ist der flexible Multi-Purpose-Raum. Er bietet direkten Zugang zur Terrasse. Mobile Trennwände ermöglichen verschiedene Nutzungsszenarien. So entstehen Räume für Meetings, Seminare und Veranstaltungen. Zusätzlich wurden Dachterrassen reaktiviert. Dadurch entstanden attraktive Aufenthaltsbereiche mit hoher Qualität. Gleichzeitig blieb die Arbeitsstruktur stabil. Es gab keine radikale Neuorganisation. Stattdessen erfolgten gezielte Eingriffe mit funktionaler Wirkung.
Nachhaltige Transformation im Bestand
Ein zentrales Leitmotiv war der verantwortungsvolle Umgang mit bestehenden Ressourcen. Bestehende Möbel und Materialien wurden bewusst weiterverwendet. Neue Elemente greifen die Architektur auf. Dabei entsteht kein Bruch, sondern ein klarer gestalterischer „Refresh“.
„Wir sind mit Linklaters sehr früh in einen offenen Entscheidungsprozess gegangen, vom kompletten Auszug bis zur Transformation vor Ort haben wir alle Optionen geprüft“, sagt Malte Tschörtner. „Am Ende hat sich der Verbleib als strategisch und wirtschaftlich überzeugend erwiesen. Nachhaltigkeit bedeutet für uns in diesem Kontext: erhalten, was funktioniert, und gezielt weiterentwickeln, was sich verändern muss.“

Umbau im laufenden Betrieb
Die Umsetzung erfolgte im laufenden Betrieb. Das stellte besondere Anforderungen an Planung und Kommunikation. Baulich wurde wenig verändert. Dafür waren Organisation und Konzeption umso wichtiger. „Die Aufgabe des Bauens im Bestand wurde dadurch noch anspruchsvoller“, erklärt Danny Tran. „Aber dank enger Kommunikation konnten wir schnell auf Probleme reagieren.“
Das Projekt zeigt eine klare Erkenntnis. Transformation misst sich nicht an der Bauleistung, sondern an der Qualität der Entscheidungen. Der Fokus lag auf Analyse und Struktur. So entstand kein neues Büro, sondern ein optimierter Bestand. Die Flächen wurden gezielt in die Anforderungen der 2020er-Jahre überführt.
„Erfolgreiche Transformation beginnt mit klaren konzeptionellen Entscheidungen. Wir haben unsere Büroräumlichkeiten in Frankfurt nachhaltig und wirtschaftlich so weiterentwickelt, dass sie unsere tägliche Arbeit und die Zusammenarbeit mit unseren Mandanten bestmöglich unterstützen“, sagt Wolfram Krüger.
Quelle: CSMM