14. Juni 2021

Starkregenmanager berät NRW-Städte zum Klimawandel

Jochen Kurrle (c) Drees & Sommer

Hamburg (pm) – Es dauert nicht mehr lang und NRWs Flüsse werden wieder über ihre Ufer treten und Schäden in Millionenhöhe anrichten. Hinreichend Daten belegen einen Wandel der globalen Klimaverhältnisse. In den kommenden Jahren und Jahrzehnten müssen sich Städte und Gemeinden verstärkt auf häufiger und heftiger auftretende Wetterextreme einstellen. Drees & Sommer arbeitet kontinuierlich an der Entwicklung innovativer Lösungen – und hat dabei die Disziplin des „Starkregenmanagements“ geschaffen, die in vielen Städten des Bundeslandes zum Einsatz kommt.

In den vergangenen Jahren führten Wetterextreme wie Stürme, Hagel und Hochwasser immer häufiger zu enormen Schäden in Deutschland. Nach den letzten Unwettern sind jetzt starke Niederschläge mit Überschwemmungen zu erwarten. Diese Wetterphänomene sind erste Folgen des voranschreitenden Klimawandels. Umso wichtiger wird es für gesellschaftliche Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, ganzheitliche Lösungskonzepte der Stadtentwicklung zu verfolgen und die Bewohner vor unkontrollierten Überflutungen zu bewahren.

Geeignete Klimaanpassungsstrategien und Präventivmaßnahmen müssen ebenso im Fokus der Stadtentwicklung stehen wie Klimaschutzmaßnahmen. Mit den Einzelheiten wie der Gesamtheit solcher Maßnahmen befassen sich die Klimaexperten von Drees & Sommer, wie auch der Starkregenmanager Jochen Kurrle aus NRW. Das international tätige Unternehmen steht Städten und Kommunen bei der Planung beratend zur Seite: Anhand einer Vielzahl an Fragen analysieren die Klimaexperten die Gefahren und Risiken bei großen Wassermengen im urbanen Raum. Wichtige Erkenntnisse liefern etwa Fragen nach dem Zustand der Gewässer und der Kanalisationen, nach mobilen oder festen Hochwasserschutzmaßnahmen, ob es ausreichend Retentionsbecken und Retentionsflächen gibt, nach der Erreichbarkeit wichtiger Einrichtungen wie Feuerwachen und Krankenhäuser im Katastrophenfall und wie in der Stadt heute und künftig gebaut wird. Aus den Ergebnissen entsteht eine integrierte Infrastruktursystemplanung, auf die Drees & Sommer in Projekten setzt. Zusätzlich prüfen die Experten von Drees & Sommer die Projekt-, Risiko- und Kostenstruktur eines solchen Vorhabens.

„Wolkenbrüche von extremem Ausmaß können ganze Städte verwüsten. Starkregen lassen sich in ihrem Auftreten jedoch nicht beeinflussen. Daher gilt es vor dem Eintreten solcher Ereignisse Vorkehrungen zu treffen, um die negativen Auswirkungen soweit wie möglich zu minimieren“, so Jochen Kurrle, Senior Projektpartner bei Drees & Sommer. Als Infrastruktur-Experte ist er unter anderem im Bereich Starkregenrisikomanagement tätig – ein sogenannter „Starkregenmanager“. „Intelligente Lösungen können einer solchen Verwüstung jedoch aktiv entgegenwirken. Positive Effekte auf das Mikroklima und die Gesamtenergiebilanz von Stadtquartieren stehen bei der Planung der neuen Infrastruktur im Vordergrund.“

Kernstück der Anpassung an die Naturgewalt Regenwasser ist die blau-grüne Infrastruktur, die Grünflächen, Wassermanagement und den strategischen Einsatz moderner Technik verknüpft. Zentrale Leistungen der öffentlichen Hand sind von dieser betroffen: Mobilität, öffentlicher Raum, Sicherheit und Biodiversität. Ein Beispiel innovativer blau-grüner Infrastruktur bieten Parks, die Bewohnern bei gutem Wetter als Freizeitfläche dienen und sich bei Wolkenbrüchen in einen See oder Kanal verwandeln. Dieses Konzept der Multifunktionsflächen hält große Wassermengen auf natürlichem Wege zurück. Innovative Planung ermöglicht mit einer einzigen Maßnahme gleichzeitig Hochwasserschutz, Hitzeschutz, Luftreinhaltung, Biodiversität und attraktive Aufenthaltsräume.

Die ganzheitliche Anpassung einer Stadt an klimabedingte Veränderungen und Extremwetterereignisse hat ungemeine Ausmaße. Damit die Konversions- und Neubaumaßnahmen in diesem Zuge nicht die Kosten in astronomische Höhe treiben, werden Schutzmaßnahmen vor Starkregenereignissen mit ohnehin geplanten Baumaßnahmen der öffentlichen Daseinsfürsorge kombiniert und auch in der Bauleitplanung verankert. „Die Maßnahmen entsprechender Projekte arbeiten nicht nur auf die Optimierung des urbanen Raumes im Falle von widrigen Wetterbedingungen hin“, bemerkt Kurrle. „Da ästhetische Aspekte und der Komfort der Bewohner ebenso berücksichtigt werden wie die Funktionalität im Notfall, bleibt die Lebensqualität nicht nur erhalten, sondern wird zudem aufgewertet.“

Pressemitteilung: Drees & Sommer