30. November 2021

Siemensstadt² erreicht weiteren Meilenstein

Der städtebauliche Rahmenvertrag regelt die zentralen Bedingungen für die weitere Entwicklung des neuen Stadtquartiers. (c) Siemens AG

München (pm) – Im Säulensaal des Roten Rathauses wurde der städtebauliche Rahmenvertrag für die Realisierung der Siemensstadt² unterzeichnet. Im Beisein von Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, und Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, signierten Sebastian Scheel, Senator für Stadtentwicklung und Wohnen, Cedrik Neike, Mitglied des Vorstands der Siemens AG, Zsolt Sluitner, CEO von Siemens Real Estate, sowie Stefan Kögl, Geschäftsführer, und Benjamin Melcher, Prokurist der Projektentwicklungsgesellschaft Siemensstadt² den Vertrag.

Der städtebauliche Rahmenvertrag regelt die zentralen Bedingungen für die weitere Entwicklung des neuen Stadtquartiers. Das rund 76 Hektar große Industrieareal in der Berliner Siemensstadt wird geöffnet und zu einem Stadtteil der Zukunft umgewandelt. In Fortführung der bisherigen Absichtserklärungen und gemeinsamen Architekturwettbewerbe sowie dem durch den Berliner Senat beschlossenen Rahmenplan wurde mit der heutigen Unterzeichnung ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht.

Der Rahmenvertrag legt die geplanten Flächen und deren Nutzung fest. Unter anderem wurde vereinbart:

  • Die Gesamtentwicklung mit einer Geschossfläche von rund 1 Million m2.
  • Mischnutzung aus Industrie, Gewerbe, Forschung und Lehre, Wohnen, Beherbergung und sozialer Infrastruktur.
  • Realisierung von rund 2.700 Wohnungen unter Anwendung des Berliner Modells der kooperativen Baulandentwicklung.
  • Auf dem Areal entstehen eine 4-zügige Grundschule, zwei Kitas sowie weitere Einrichtungen der sozialen und kulturellen Infrastruktur.
  • Fortführung des gemeinsamen Beteiligungskonzepts (Siemens und Berlin) zur Einbeziehung der Berlinerinnen und Berliner in die Gestaltung des neuen Stadtquartiers.
  • Im weiteren Planungsverlauf wird ein Standortmanagement eingerichtet.
  • Siemens setzt sich hohe Klima- und Nachhaltigkeitsziele, wie einen CO2-neutralen Betrieb.
  • Die Entwicklung des Areals folgt einem hohen städtebaulichen und architektonischen Anspruch und wird durch ein baukulturelles Begleitgremium beraten.
  • Die Erdgeschoss-Zonen erhalten eine öffentlich zugängliche Nutzung mit Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und sozialer Infrastruktur.
  • Die Entwicklung eines nachhaltigen und innovativen Mobilitätskonzepts innerhalb der Siemensstadt².
  • Innovative Anbindungskonzepte im Berliner Nordwesten und Anbindung an das Radfernwegenetz durch Berlin.
  • Berlin strebt die Wiederinbetriebnahme der Siemensbahn bis 2029 an.
  • Aktive Begleitung Berlins bezüglich Auf- und Ausbau der zukünftigen digitalen Infrastruktur der Siemensstadt², insbesondere hinsichtlich einer 5G-Infrastruktur.
  • Die unentgeltliche Übertragung von Flächen an das Land Berlin für die zukünftig öffentlichen Straßen, Plätze und Freiflächen.

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin: „2018 hat Siemens sich für eine bedeutende Investition in Berlin entschieden. Wir haben seitdem gemeinsam mit Siemens daran gearbeitet, in Berlin die Chancen kreativer, innovativer Konzepte für Wirtschaft und Wissenschaft mit sozialer Verantwortung auszuloten und zu konkretisieren. Wirtschaftliche Modernität und soziale Verantwortung gehören zusammen und das nimmt jetzt immer mehr Formen an. Der Rahmenvertrag ist Ausdruck des gemeinsamen Willens, Siemensstadt² zu einem Leuchtturm zu machen und in der Tradition des Unternehmens und der Stadt zum Beispielgeber für die synergetische Verbindung von Stadt und Modernität vor dem Hintergrund der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu werden.“

Sebastian Scheel, Senator für Stadtentwicklung und Wohnen: „Mit der Unterzeichnung des Rahmenvertrags und dem Beschluss des Berliner Senats zum Rahmenplan haben wir wesentliche Meilensteine in der Entwicklung dieses neuen Berliner Stadtquartiers und Zukunftsortes erreicht. Wir schaffen die Grundlagen für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung des Siemens-Standortes in Berlin-Spandau. Gleichzeitig wird sich die Siemensstadt² für die Berlinerinnen und Berliner öffnen: Es werden rund 2.700 neue Wohnungen, lebenswerte öffentliche Räume und Parkanlagen, eine Grundschule und weitere soziale und kulturelle Infrastruktureinrichtungen entstehen.“

„Die Siemensstadt² wird ein Kiez der Zukunft. Wir werden Produktion, Forschung, Ausbildung sowie Wohnen und Leben in einem Quartier zusammenbringen und miteinander verbinden. So schaffen wir ein innovatives Ökosystem, von dem alle profitieren werden. Wir haben das klare Ziel, einen nachhaltigen, fortschrittlichen und sozial gerechten Stadtteil zu schaffen,“ sagte Cedrik Neike, Mitglied des Vorstands der Siemens AG.

„Mit einem Investitionsvolumen von 600 Millionen Euro und einer Entwicklungsfläche von rund 76 Hektar ist Siemensstadt² das größte Stadtentwicklungsprojekt von Siemens weltweit,“ erläuterte Zsolt Sluitner, CEO von Siemens Real Estate. „Mit der heutigen Vertragsunterzeichnung erreichen wir einen weiteren wichtigen Meilenstein auf unserem Weg zu einem wirklichen Zukunftsort. Wir entwickeln hier einen kompletten Stadtteil für und mit Berlin, der sowohl das Thema Industrie als auch unser Miteinander nochmal neu denkt.“

„Mit der Neugestaltung der Siemensstadt² schaffen wir einen Ort, der inklusives und klimagerechtes Zusammenleben ermöglicht und damit die Zukunft der hier lebenden Menschen maßgeblich prägt,“ freute sich Stefan Kögl, General Manager von Siemensstadt². „In Verbindung mit der urbanen Industrie und unseren Partnern gestalten wir ein Quartier, das weit über Berlins Grenzen hinaus Strahlkraft entwickeln wird.“

Pressemitteilung: Siemens AG