17. Oktober 2026

Serielle Bauweise: hanova feiert Richtfest an der Nußriede

Hannover (pm) – Der Rohbau ist vollendet und die ersten Konturen des neuen Wohnhauses sind deutlich zu erkennen: An der Nußriede im hannoverschen Stadtteil Groß-Buchholz hat hanova heute Richtfest gefeiert. Nur wenige Monate nach dem Baustart Ende Mai ist damit sichtbar geworden, was hier entsteht: 36 geförderte, barrierefreie Wohnungen mit insgesamt rund 1850 Quadratmetern Wohnfläche. Ergänzend entstehen zwei Wohngruppen für Jugendliche mit 550 Quadratmetern Wohnfläche. Im Sommer 2027 soll das Haus bezugsfertig sein.

Das Projekt geht auf ein Bebauungskonzept zurück, das hanova 2024 gemeinsam mit der Landeshauptstadt Hannover (LHH) für das firmeneigene Grundstück entwickelt hat. Entstanden ist ein gestaffelt versetzter Viererblock, der sich in die bestehende Umgebung einfügt und mit einer zeitgemäßen Architektur zugleich eigene Akzente setzt.

Serielle Bauweise für bezahlbaren Wohnraum

Mit dem Richtfest feiert hanova einen wichtigen Meilenstein – und ein Wohnprojekt, das geförderten Wohnraum mit einer auf standardisierten Abläufen und hohen Vorfertigungsgrad basierenden Bauweise verbindet. Die 36 Wohnungen werden zu festgelegten Mietkonditionen angeboten: 24 Wohnungen für 6,40 Euro pro Quadratmeter, zwölf weitere für 7,80 Euro. Fünf Wohnungen werden rollstuhlgerecht ausgeführt.

„Wir brauchen in Hannover Wohnraum zu angemessenen Mietkonditionen – und wir müssen ihn zugleich wirtschaftlich und in größerem Umfang schaffen. Die Nußriede zeigt, wie das gelingen kann: mit serieller Bauweise, klaren Prozessen und definierten Qualitätsanforderungen an das fertige Haus. Für hanova ist das Projekt deshalb mehr als ein einzelner Neubau. Es ist auch ein wichtiger Schritt, um neue Wege im Wohnungsbau zu erproben und daraus Erfahrungen für weitere Projekte in Hannover zu gewinnen“, sagt Karsten Klaus, Geschäftsführer von hanova.

Seriell bauen, Qualität sichern

Für die Umsetzung arbeitet hanova mit der GOLDBECK Nord GmbH zusammen. Aus einem zweistufigen Partneringverfahren erhielt GOLDBECK Nord Anfang 2025 den Zuschlag für die Planung und Ausführung. Das Projekt umfasst rund 7,4 Millionen Euro reine Baukosten.

Gebaut wird mit einem hohen Vorfertigungsgrad, unter anderem bei Betonteilen und Bädern. Die serielle Bauweise ermöglicht es, Abläufe zu standardisieren. Gleichzeitig wurde die Planung an die Anforderungen des konkreten Standorts angepasst. Die Erfahrungen aus dem Projekt will hanova auch für künftige Bauvorhaben nutzen.

„Gerade im geförderten Wohnungsbau müssen wir neue Wege gehen, wenn wir angesichts des hohen Bedarfs wirtschaftlich und in größerem Umfang bauen wollen“, so Klaus.

Der Bauantrag wurde im Juli 2025 eingereicht, die Baugenehmigung im April 2026 erteilt. Im Mai 2026 starteten die Bauarbeiten. Die geplante Bauzeit beträgt rund ein Jahr; der Bau liegt derzeit im vorgesehenen Zeitplan.

Konkrete Ausstattungsmerkmale des Neubaus

Alle Wohnungen werden barrierefrei errichtet. Für die Wärmeversorgung wird das Gebäude an das Fernwärmenetz angeschlossen. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ergänzt die Energieversorgung, außerdem erhält das Gebäude ein Gründach. Die Fassade wird mit einem Wärmedämmverbundsystem und einem hellen Farbanstrich ausgeführt.

Nach dem Richtfest geht es nun mit dem Innenausbau weiter. Im Sommer 2027 sollen die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen. Dann stehen 36 weitere geförderte Wohnungen in Hannover zur Verfügung.

Quelle: hanova