17. Juni 2024

Schweizer Bundesrat verabschiedet Strategie Baukultur

Bern (pm) – Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 26. Februar 2020 die «Interdepartementale Strategie Baukultur» verabschiedet. In ihr bündelt er erstmals die baukulturellen Tätigkeiten des Bundes und legt verbindliche Ziele und Massnahmen zu deren Umsetzung fest. Die Strategie zeigt auf, wie der Bund in seiner Funktion als Bauherr, Eigentümer, Betreiber, Regulator und Geldgeber Baukultur fördern will.

Eine hohe Baukultur führt zu gut gestalteten Städten und Dörfern und damit zu einer Verbesserung der Lebensqualität. Sie trägt auch zum gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes bei. Deshalb setzt sich der Bund für eine hohe Baukultur in der Schweiz ein. Mit sieben übergeordneten Zielen und 41 konkreten Massnahmen reagiert er auf Trends, die den Lebensraum folgenreich beeinflussen, so etwa die Urbanisierung, der Klimawandel, die Digitalisierung und der Verlust an Biodiversität.

Die Strategie Baukultur wurde seit 2016 unter der Federführung des Bundesamts für Kultur (BAK) von fünfzehn Bundesstellen gemeinsam erarbeitet. Die Massnahmen werden von den jeweils zuständigen Ämtern verantwortet, in der Legislatur 2020-2023 priorisiert und umgesetzt und am Ende evaluiert. Um die Bevölkerung für die Bedeutung einer hohen Baukultur zu sensibilisieren, legt die Strategie ihre Schwerpunkte auf die Vermittlung und baukulturelle Bildung einerseits und auf die Ausbildung baukultureller Kompetenzen von Fachleuten andererseits. Mehrere Massnahmen zielen darauf ab, die Bau- und Planungsqualität zu verbessern. Andere wollen die sektorübergreifende und transdisziplinäre Zusammenarbeit intensivieren.

Der Strategie liegt ein breites Verständnis von Baukultur zugrunde. Es umfasst alle Tätigkeiten, mit welchen der Mensch den Lebensraum verändert. Der Bund hat die Bedeutung einer hohen Baukultur im Rahmen der Kulturbotschaft 2021-24 bestätigt.

Pressemitteilung: Der Bundesrat der Schweiz