4. Oktober 2026

Schweiz: 2025 war jedes vierte Gebäude mit einer Wärmepumpe ausgestattet

Neuchâtel (pm) – 2025 gab es in der Schweiz 1,8 Millionen Gebäude mit Wohnnutzung und 4,88 Millionen Wohnungen. Ein Drittel (33%) der Gebäude wurden mit Heizöl beheizt, 17% mit Gas. In jedem vierten Gebäude war eine Wärmepumpe installiert. Dies geht aus der Gebäude- und Wohnungsstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

Ende 2025 wurden in der Schweiz 1,8 Millionen Gebäude mit Wohnnutzung sowie 4,88 Millionen Wohnungen gezählt. Über eine Million aller Gebäude waren Einfamilienhäuser und mehr als die Hälfte der bewohnten Einfamilienhäuser (55%) wurden lediglich von einer oder von zwei Personen belegt. Die durchschnittliche Wohnfläche einer bewohnten Wohnung lag bei 102 m². Insgesamt 54% aller Wohnungen verfügen über drei oder vier Zimmer.

Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person betrug in der Schweiz 46,6 m². Dieser Wert war bis 2021 regelmässig angestiegen und stagniert seither. Nach Grossregion betrachtet lag die durchschnittliche Wohnfläche pro Person in der Genferseeregion mit 42,5 m2 unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt. Am meisten Wohnfläche stand den Personen in der Ostschweiz (49,7 m²) und im Tessin (49,8 m²) zur Verfügung.

2025 betrug die durchschnittliche Grundrissfläche von Wohngebäuden 174 m². Bei Neubauten nimmt diese seit 2000 laufend zu. In den letzten zehn Jahren erstellte Wohngebäude wiesen eine durchschnittliche Grundrissfläche von 231 m² auf und boten gleichzeitig mehr Bewohnerinnen und Bewohnern Platz.

Weniger Ölheizungen und mehr Wärmepumpen

Die Hälfte der Wohngebäude in der Schweiz wurden im Jahr 2025 mit fossilen Energieträgern (Öl und Gas) beheizt. Die wichtigste Energiequelle fürs Heizen war weiterhin Heizöl, das in 33% aller Gebäude genutzt wurde. Dieser Anteil ist jedoch im Laufe der letzten 40 Jahre konstant zurückgegangen. In 17% aller Gebäude war eine Gasheizung installiert, wobei dieser Anteil zwischen städtischen und ländlichen Regionen stark variierte. In städtischen Gemeinden wurden 29% der Gebäude mit Gas beheizt, in ländlichen Gemeinden lediglich 4%.

Der Anteil der Gebäude mit einer Wärmepumpe (25%) hat sich seit dem Jahr 2000 versechsfacht. Drei Viertel der in den letzten zehn Jahren erbauten Gebäude verfügten über eine Wärmepumpe. In nahezu jedem dritten Einfamilienhaus (30%) war eine solche in Betrieb. 12% der Gebäude wurden mit Holz und 7% mit Elektrizität beheizt.

Auf Ebene der Haushalte sieht die Situation etwas anders aus. 58% der Haushalte heizten 2025 mit fossilen Energieträgern (32% Heizöl, 25% Gas) und 22% der Haushalte wohnten in einem Gebäude mit Wärmepumpe.

Methodische Grundlagen und Erläuterungen zur Datenbasis

Die Gebäude- und Wohnungsstatistik (GWS) wird anhand der Daten aus dem eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) und der Statistik der Bevölkerung und Haushalte (STATPOP) erstellt. Sie liefert Informationen über die Struktur des Gebäude- und Wohnungsparks sowie über die Wohnverhältnisse der Bevölkerung.

Seit der GWS 2021 werden auch Energiedaten zu den Gebäuden mit Wohnnutzung publiziert. Die dazu notwendigen Informationen zur Erfassung von Heizsystemen im GWR stammen neben den Angaben aus der Baubewilligung aus den Angaben der Feuerungskontrolle, sowie aus den Angaben der Versorgungswerke, der Gebäudeversicherungen oder aus dem Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK). Ein Teil der Informationen zu den Energiedaten stammt jedoch noch aus der Eidgenössischen Volkszählung 2000. Die Aktualisierung und Verbesserung der Energiedaten im GWR ist deshalb ein laufender Prozess.

Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS)