24. Juli 2024

Runder Tisch „Neue Impulse für den nachhaltigen Klimaschutz im Gebäudebestand“ nimmt seine Arbeit auf

Berlin (pm) – Am 7. April 2020 gab Bundesumweltministerin Svenja Schulze mit einer Videobotschaft den Startschuss für den Runden Tisch „Neue Impulse für den nachhaltigen Klimaschutz im Gebäudebestand“. Ziel des Formats ist es, die vielfältigen Perspektiven und Erfahrungen verschiedener Akteure sektorübergreifend zusammenzubringen und gemeinsam Lösungsansätze für einen nachhaltigen Klimaschutz zu erarbeiten. Denn aktuell bestehen teils unterschiedliche Ansichten über das „richtige“ Vorgehen. Im Zentrum stehen dabei integrierte Quartierslösungen. Der Deutsche Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung (DV) organisiert die Dialoginitiative mit fachlicher Begleitung durch das Institut Wohnen und Umwelt (IWU). Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) fördert das Vorhaben.

„Klima- und Umweltschutz bleiben trotz Corona sehr wichtig, denn wir brauchen nach der Krise mehr denn je eine nachhaltige Wirtschaft,“ so die Bundesumweltministerin in ihrer Videobotschaft. Der Gebäudebereich spiele mit seinen großen Klimaschutzpotenzialen eine entscheidende Rolle. Deutschland habe die Technologien und das Know-how, um Bestandssanierungen und den Umstieg auf erneuerbare Heizungssysteme voranzutreiben. Mit dem Klimaschutzprogramm 2030 habe die Bundesregierung dafür die Förderung aufgestockt, vereinfacht und auf eine breitere Basis gestellt. „Ich freue mich deshalb, dass der Runde Tisch seinen Schwerpunkt auf Bestandssanierungen im Quartier legt. Denn Quartierslösungen bieten eine große Chance, Gebäudesanierungen in die Fläche zu tragen. Ich wünsche den Beteiligten an der Dialoginitiative viel Erfolg.“

Den Vorsitz des Runden Tisches übernimmt Werner Spec. Der Oberbürgermeister a.D. der Stadt Ludwigsburg und Leiter der Arbeitsgruppe „Energie, Immobilien und Stadtentwicklung“ des DV erläutert: „Neben Energieeinsparmaßnahmen brauchen wir vor allem auch die Verknüpfung zu klimaneutralen Energieversorgungslösungen mit Offenheit für innovative und sektorübergreifende Ideen und Technologien. Integrierte Quartiersansätze, die über das Gebäude hinausgehen, bieten weitere Potenziale für die Reduzierung von Treibhausgasen. Dabei kommt der Verzahnung der Sektoren Gebäude, Energie und Mobilität besondere Bedeutung zu.“ Deshalb ist es entscheidend, dass Akteure aus Immobilien- und Energiewirtschaft, Mieterverbänden, von Umweltorganisationen sowie Sanierungsträger, Wissenschaft und die relevanten Bundesressorts zu einem lösungsorientierten Dialog zusammenkommen.

Mit der Dialoginitiative trägt der DV, fachlich begleitet vom IWU, Erkenntnisse aus Forschung, Modellvorhaben und der aktuellen Modernisierungspraxis zusammen und arbeitet sie als Grundlage für die Diskussionen fachlich auf.

Pressemitteilung: Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V.