24. Juli 2024

Richtfest in Chemnitz: Meilenstein für Neubau einer barrierefreien Wohnanlage am ehemaligen Kulturpalast

vordere Reihe v. l.: Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt; Markus Kopp, Geschäftsführer GRK Gruppe; Peter Wolf, Geschäftsführer GRK Gruppe; Ralf Stähler, CEO der advita Pflegedienst GmbH hintere Reihe v. l.: Maximilian Trappe, homuth+trappe architekten, Leipzig; Mike Kohllöffel, Projektleiter Kulturpalast Chemnitz GRK Gruppe; Steffen Göpel, Gründer GRK Gruppe; Sven Schulze, Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz © IMMOCOM

Chemnitz (pm) – Mit einem traditionellen Richtfest hat der Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Kulturpalastes in Chemnitz einen weiteren Meilenstein erreicht. Nachdem die Leipziger GRK Gruppe, einer der führenden deutschen Wohnungsbauträger im Revitalisierungsbereich, im November 2022 mit den Bauarbeiten begonnen hatte, ist nun der erweiterte Rohbau fertiggestellt. Als Nächstes folgen die Dacharbeiten sowie der Innenausbau. Gegenwärtig sind rund 40 Firmen auf der Baustelle tätig. Das Gesamtinvestitionsvolumen für den Neubau beläuft sich auf rund 25 Millionen Euro.

Das Neubauprojekt am Nordufer des Pelzmühlenteiches im Stadtteil Rabenstein umfasst drei parallel angeordnete Gebäude mit jeweils drei Etagen. Bis Ende 2025 entstehen hier insgesamt 66 barrierefreie Wohnungen unterschiedlicher Größe. Dabei handelt es sich um 57 Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen und um neun Drei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen. Die Gesamtwohnfläche des Neubaus beträgt circa 3.140 Quadratmeter. Die zwischen 26 und 83 Quadratmeter großen Wohneinheiten verfügen jeweils über Balkon oder Terrasse. Zusätzlich stehen auf dem Gelände des ehemaligen Kulturpalastes insgesamt 69 Tiefgaragen- und 15 Außenstellplätze für die Pkw der Bewohner zur Verfügung.

Die altersgerechte, barrierefreie Wohnanlage in parkähnlicher Umgebung besitzt zudem eine hauseigene Tagespflege im Erdgeschoss von Haus 2, die von der advita Pflegedienst GmbH betrieben wird. Auf knapp 590 Quadratmetern bietet die Einrichtung täglich bis zu 40 Gästen ein umfangreiches Betreuungsangebot. Die speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichteten Räumlichkeiten und die professionelle Betreuung tragen dazu bei, den Bewohnern sowohl Unterstützung im Alltag als auch soziale Interaktion in angenehmer Atmosphäre zu ermöglichen.

Bei der Planung des Neubaus wurde besonderes Augenmerk auf die Energieeffizienz gelegt, die in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität (TU) Dresden weiter optimiert wurde. Die Wärmeversorgung des Gebäudes basiert auf einer innovativen Kombination aus Geothermie und Photovoltaik. Für die geothermische Energiegewinnung wurden 17 Bohrungen mit einer Tiefe von jeweils 150 Metern durchgeführt. Darüber hinaus ist die Installation einer Photovoltaikanlage auf den Dachflächen aller Häuser vorgesehen.

Die generationenübergreifende Wohnanlage ist ein zentraler Bestandteil des Entwicklungsprojektes „Kulturpalast Chemnitz“. Der namensgebende historische Monumentalbau aus dem Jahr 1951 befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Neubaus und zählt zu den bedeutendsten Nachkriegsbauten in Chemnitz. Nach langem Leerstand erwarb die GRK Gruppe den Kulturpalast 2018 und saniert ihn seit Ende 2021 aufwändig. Derzeit entstehen in dem Kulturdenkmal auf einer Fläche von rund 5.700 Quadratmetern 64 hochwertig ausgestattete Wohnungen, die im Spätsommer dieses Jahres an die Eigentümer übergeben werden. Die Arbeiten an dem prunkvollen Baudenkmal werden voraussichtlich im dritten Quartal 2024 abgeschlossen sein.

Anlässlich des Richtfestes kündigte die GRK Gruppe auch ihre Unterstützung für das Projekt „Kulturhauptstadt Europas 2025 – Chemnitz“ an. Die Zusammenarbeit umfasst die Beteiligung an verschiedenen Initiativen zur kulturellen und nachhaltigen Förderung der Region. Eine davon ist das Projekt „Gelebte Nachbarschaft“, bei dem Chemnitzerinnen und Chemnitzer dazu aufgerufen werden, die Stadt in nachbarschaftlichen Initiativen im unmittelbaren Wohn- und Arbeitsumfeld zu begrünen. Die Aktionen werden von verschiedenen Partnerinnen und Partnern in Eigeninitiative organisiert mit dem Ziel, sich aktiv mit Themen wie Biodiversität, Pflanzenvielfalt und Klimawandel auseinanderzusetzen und dabei einen Teil zum Stadtgrün beizutragen.

Die GRK Gruppe setzt sich seit vielen Jahren für die Regionalentwicklung in Chemnitz und Umgebung ein. Neben der Revitalisierung des Kulturpalastes ist das Unternehmen auch für die Sanierung der ehemaligen Braustolz-Brauerei im Stadtteil Kappel sowie der ehemaligen Professor-Reinhold-Dahlmann-Schule im Stadtteil Markersdorf verantwortlich. Einschließlich der Instandsetzung der ehemaligen Kreißig-Fabrik in Jahnsdorf, das rund zehn Kilometer südwestlich von Chemnitz gelegen ist, hat die GRK Gruppe derzeit rund 460 Wohnungen im Großraum Chemnitz in der Projektierung oder im Bau.

Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, lobt das innovative Nutzungskonzept: „Das Bauprojekt stellt eine beispielhafte Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit dar. In einer Gesellschaft, die sowohl von Wohnraumknappheit als auch von einer steigenden Zahl älterer Menschen geprägt ist, ist der Bedarf an barrierefreien und altersgerechten Wohnungen besonders hoch. Mit der Integration von barrierefreien Wohnungen in dieses historische Ensemble wird nicht nur wertvoller Wohnraum geschaffen, sondern auch ein Zeichen gesetzt, wie wir kulturelles Erbe bewahren und gleichzeitig den Bedürfnissen unserer Zeit gerecht werden können.“

Peter Wolf, Geschäftsführer der GRK Gruppe, hebt die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Chemnitz und dem Freistaat Sachsen hervor: „Die Kooperation mit der Stadt Chemnitz und dem Land Sachsen hat sich bereits bei der Instandsetzung und Sanierung des Kulturpalastes als außerordentlich fruchtbar erwiesen. Diese enge Zusammenarbeit setzt sich auch bei der Realisierung des Neubaus nahtlos fort. Wir sind den städtischen Ämtern und zuständigen Landesbehörden sehr dankbar, dass sie uns umfassend unterstützt haben, um den Bauprozess effizient voranzutreiben.“

Ralf Stähler, CEO der advita Pflegedienst GmbH, unterstreicht die Relevanz der Tagespflegeeinrichtung für die künftige Seniorenwohnanlage: „Mit der Tagespflege im Kulturpalast bieten wir den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie externen Gästen die Möglichkeit, auch tagsüber gut versorgt zu sein. Die Tagespflege bietet Geselligkeit und ein kurzweiliges Tagesprogramm statt Einsamkeit und erhält körperliche wie geistige Fähigkeiten. Dass die barrierefreien Wohnungen für Seniorinnen und Senioren und die Tagespflege in einem Haus liegen, verkürzt nicht nur die Wege, es hilft den zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern nach dem Umzug in den Kulturpalast, schnell Kontakt zu Gleichaltrigen zu finden und unterstützt damit den Aufbau der Hausgemeinschaft.“

Quelle: GRK Gruppe