18. August 2018

RCA 2018 – Internationale Tagung an der TU Kaiserslautern beleuchtet die Forschung in der Architektur

Der Fachbereich Architektur an der TU Kaiserslautern bildet nicht nur Studenten aus, sondern ist auch in der Forschung tätig. Um die Forschung in der Architektur geht es auch bei der Tagung im September. Foto: TU Kaiserslautern.

Kaiserslautern (pm) – Welche aktuellen Forschungsansätze gibt es in der Architektur? Was ist Forschung in der Architektur? Lassen sich Forschung und Praxis der Architektur verknüpfen? Forschen in der Architektur ausschließlich Universitäten oder auch Architekturbüros? Um Fragen wie diese geht es auf der „Research Culture in Architecture – International Conference on Cross-Disciplinary Collaboration in Architecture“ (RCA 2018). Die Tagung findet vom 27. bis 28. September auf dem Campus der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) statt. Erwartet werden rund 150 internationale Gäste aus Wissenschaft und Berufspraxis. Organisiert wird die Veranstaltung vom Fachbereich Architektur.

So vielfältig die Fragen sind, so komplex ist Architektur selbst als Disziplin und entsprechend komplex und umstritten ihre wissenschaftlichen Ansätze in der Forschung. Auf der internationalen Konferenz auf dem Kaiserlauterer Campus steht die Forschungskultur in der Architektur im Mittelpunkt. Dabei erhalten die Gäste in Vorträgen Einblick in aktuelle Forschungsthemen: Margitta Buchert von der Leibniz Universität Hannover wird unter anderem über das Thema „Entwerfen und Forschen“ sprechen. Wie sich Theorie und Praxis verbinden lassen, erläutert Christian Derix, der die Forschungsabteilung SuperSpace des Architekturbüros „Woods Bagot architects“ in Sydney leitet. Er und sein Team entwickeln Computerprogramme für Entwurfsprozesse in Architektur und Stadtplanung, die einen Fokus auf räumliche Gestaltung und menschliche Nutzung legen. Eike Roswag-Klinge vom Natural Building Labs der TU Berlin stellt vor, wie natürliche Baustoffe als Grundlage für Entwürfe zum Einsatz kommen. Wie Roboter künftig eine individuelle Produktion gestalten, erläutert Sigrid Brell-Cokcan von der RWTH Aachen.

Caitlin Müller vom renommierten Massachusetts Institute of Technology im US-amerikanischen Cambridge entwickelt mit ihrer Forschungsgruppe „Digital Structures“ neuartige digitale Werkzeuge, mit denen sie  statische und architektonische Anforderungen für Entwürfe verbinden. In ihrem Vortrag geht die Referentin auf diese Technik ein. Kritisch mit der Fragmentierung des Architekturdiskurses setzt sich Michael Hensel von der Oslo School of Architecture and Design auseinander. Er sucht nach einer aktiven Kraft in der Architektur, welche in dynamischer Wechselwirkung mit dem Menschen und der Umwelt steht.

Darüber hinaus wird es weitere Kurzvorträge geben, die sich unterschiedlichsten Themenbereichen widmen wie etwa Entwurfsmethodik, Digitaler Holzbau, Architekturtheorie, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Wahrnehmung, Visualisierung, Kunst und Ausbildung in der Architektur.

Pressemitteilung: Technische Universität Kaiserslautern