2. Mai 2026

RÁKOSRENDEZŐ MASTERPLAN: Transformation einer 244 Hektar großen Brachfläche im Herzen von Budapest

Rotterdam (pm) – CITYFÖRSTER hat in Zusammenarbeit mit Coldefy, Treibhaus, Spora Architects und Markó & Placemakers den ersten Preis im Masterplan-Wettbewerb für Rákosrendező gewonnen – eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte Europas.

Im Auftrag des Budapest Capital Asset Management Centre, das im Namen der Stadt Budapest handelt, wird das Projekt in den kommenden fünfzehn Jahren eine untergenutzte Brachfläche in einen neuen, lebenswerten und grünen Teil der Stadt transformieren.

Das Gebiet liegt auf der Pester Seite der ungarischen Hauptstadt und wurde lange Zeit als „Rust Belt“ der Stadt wahrgenommen. Der Masterplan für Rákosrendező entwickelt das Areal zu einem gemischt genutzten, landschaftsgeprägten Stadtquartier mit über 10.000 Wohnungen, verbesserten Verkehrsverbindungen sowie gewerblichen und öffentlichen Nutzungen. Damit entsteht eine umfassende Stadtentwicklung im Sinne der 15-Minuten-Stadt.

Die Jury bezeichnete den Siegerentwurf als „den kohärentesten und qualitativ hochwertigsten Beitrag im gesamten Teilnehmerfeld, geprägt durch klares strukturelles Denken, eine inhaltlich reiche Ausarbeitung sowie eine starke und eigenständige städtebaulich-architektonische Vision“.

Von der Brachfläche zum lebendigen, landschaftlich verankerten Stadtquartier

Der Masterplan für Rákosrendező setzt neue Maßstäbe für großmaßstäbliche innerstädtische Transformation. Mit einem klaren und zukunftsorientierten Gestaltungsansatz wird ein ehemaliges Bahngelände in ein grün-blaues, gut vernetztes und menschengerechtes Stadtviertel mit rund 10.000 neuen Wohnungen verwandelt.

Im Zentrum des Konzepts steht die besondere Landschaft des Gleisfeldes, die zum Rückgrat für Mobilität, Weitblicke und öffentliche Parks innerhalb des neuen Quartiers wird. Diese Struktur wird durch ein eng verwobenes System aus grünen und blauen Achsen gestärkt, das vielfältige öffentliche Räume miteinander verbindet und gleichzeitig Ökologie und städtisches Leben im gesamten Gebiet verbessert.

Das neue Stadtquartier gliedert sich in sechs eigenständige Teilbereiche, jeweils mit einem eigenen Zentrum. Dazu gehört auch ein zentraler Knotenpunkt rund um einen neuen Bahnhof. Diese Struktur schafft nicht nur eine klare und lebenswerte räumliche Organisation, sondern ermöglicht auch eine flexible Anpassung an unterschiedliche Lebenssituationen, Haushaltsformen und Nutzerbedürfnisse.

Die Qualität des öffentlichen Raumsystems und der Grünflächen zählt zu den größten Stärken des Entwurfs: Das Zusammenspiel aus Bahnhofspark, Waldpark und Sportpark sowie der verbindende Nord-Süd-Grünkorridor bilden eine beispielhafte urbane Grünstruktur.

Das fußgängerfreundliche Straßennetz, gemeinschaftlich genutzte Straßenräume, eine gute Vernetzung sowie das klar ausgearbeitete Entrée-Konzept sind zukunftsweisende Elemente, die starke lokale Identitäten fördern.

Gergely Karácsony, Bürgermeister von Budapest und Vorsitzender der Jury, sagte: „Im Rahmen des Bewertungsverfahrens wurden die eingereichten Vorschläge anhand zahlreicher Kriterien eingehend geprüft, was zu einer komplexen und ganzheitlichen Entscheidung darüber führte, welches Konzept die beste Antwort auf die Zukunft des Gebiets bietet. Tatsächlich schließen wir keinen Prozess ab, sondern beginnen einen: Wir haben nun das Team, mit dem wir in den kommenden Jahren zusammenarbeiten werden, und das ist das wichtigste Ergebnis des Wettbewerbs.“

Piotr Kalbarczyk, Associate bei Cityförster, sagte: „Budapest positioniert sich eindeutig auf der Landkarte der zukunftsorientierten, zukunftssicheren Stadtentwicklung. Wir freuen uns sehr, zu diesem Prozess beizutragen und gemeinsam mit Partnern und der Stadt einen Stadtteil zu gestalten, der Maßstäbe für nachhaltige und anpassungsfähige Stadtplanung in Europa setzt.“

Ein grün-blaues Herz und eine Kulturachse für die gesamte Stadt

Im Zentrum des Masterplans stehen ein großer neuer Stadtpark und der renaturierte Rákosrendező-Bach. Gemeinsam werden sie durch eine lebendige kulturelle Achse verbunden, die den Park und eine neue Bibliothek mit wichtigen Zielorten verknüpft und dabei historische Strukturen auf dem Gelände weiter nutzt.

Diese Elemente bilden einen zusammenhängenden öffentlichen Raum, der nicht nur dem neuen Quartier dient, sondern sich auch in die umliegende Innenstadt von Budapest erstreckt – und so einen neuen Anziehungspunkt für Kultur, Erholung und städtisches Leben schafft.

CITYFÖRSTER  bedankt sich bei den Partnern für die enge Zusammenarbeit und freuen uns darauf, zur zukünftigen Entwicklung dieses wichtigen Stadtgebiets von Budapest beizutragen.

Das Wettbewerbsgelände umfasst insgesamt 244 Hektar, darunter ein 148 Hektar großer Kernbereich im Herzen der Stadt. Das Gewinnerteam vereint Expertise in den Bereichen Städtebau, Architektur, Landschaftsarchitektur und Placemaking.

„Zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner sowie Besucher des neuen Stadtteils werden die Vorteile von Nachhaltigkeit, menschengerechter Entwicklung und einer bewussten, durchdachten Stadtplanung im Alltag erleben können. Dieses Projekt ist nicht nur eine architektonische oder städtebauliche Herausforderung – es gestaltet die Zukunft von Budapest.“ – Jury des Rákosrendező-Projekts

Quelle: CITYFÖRSTER