10. März 2026

Punt Sniep in Diemen: Autofreies Wohnquartier von KCAP am Wasser

© Ossip van Duivenbode

Diemen,NL (abki) – Punt Sniep verwandelt eine zentral gelegene Halbinsel in Diemen in eine lebendige, autofreie Nachbarschaft mit 202 individuell gestalteten Wohnungen. Die Entwicklung liegt zwischen zwei Wasserläufen, der Muidertrekvaart und der Weespertrekvaart, und erhält dadurch einen besonderen Charakter entlang der Route nach Amsterdam.

Eine strategisch platzierte Abfolge von Gebäuden definiert vier unterschiedliche öffentliche Räume: einen Platz am Wasser, einen Hafen, einen grünen Innenhof sowie einen Eingangsbereich. Diese offenen Räume sind sowohl funktional als auch visuell mit den Gebäuden verbunden und fördern Begegnungen und Austausch zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern. Eine hohe bauliche Dichte wird mit großzügigen Grünflächen und Uferbereichen kombiniert. Sorgfältig gestaltete Übergänge zwischen privaten und öffentlichen Bereichen unterstützen den Aufbau einer Gemeinschaft – eines der zentralen Ziele dieses neuen Quartiers in Fahrraddistanz zur Stadt.

Projekthighlights

  • Vier unterschiedliche öffentliche Räume (Eingangsplatz, grüner Arboretum-Innenhof, maritimer Hafen und Uferplatz) bilden das soziale Rückgrat der autofreien Halbinselgemeinschaft.
  • Ein innovatives Landschaftskonzept ermöglicht das Wachstum großer Bäume über der Tiefgarage durch eine modellierte Topografie und spezielle Baumkammern.
  • Die Lage der Halbinsel an der Weespertrekvaart schafft eine direkte Bootsverbindung nach Amsterdam und verleiht der Entwicklung ihren markanten Inselcharakter.

Vier Zonen, eine vernetzte Gemeinschaft

Der Eingangsplatz öffnet die Halbinsel für Besucher. Der Besucherparkplatz ist weitgehend in Grünflächen integriert, mit Rasengittersteinen, die das Parken in die Landschaft einbetten. Üppige Bepflanzungen trennen die Fußgängerbereiche vom Parkplatz und schaffen eine grüne Pufferzone. Eine gemeinschaftliche Lobby im Eingangsbereich bringt die Bewohnerinnen und Bewohner für gemeinsame Aktivitäten zusammen.

Der grüne Innenhof bildet das Herzstück der Anlage und ist für alle zugänglich. Als Arboretum mit verschiedenen Baumarten und Wiesenflächen gestaltet, bietet er Nahrung und Nistmöglichkeiten für Vögel, Schmetterlinge, Bienen und Insekten. Ein eigens errichtetes Gewächshaus ermöglicht gemeinschaftliches Urban Gardening. Der zentrale Bereich des Hofs bietet Raum für unterschiedliche Aktivitäten – vom informellen Spielen bis zu nachbarschaftlichen Grillabenden.

Der Hafenbereich lädt zu maritimen Freizeitaktivitäten ein und betont die direkte Beziehung zum Wasser. Über die Muidertrekvaart gelangen Bewohnerinnen und Bewohner mit dem Boot nach Amsterdam. Eine hölzerne Tribüne bietet Raum zum Treffen, Entspannen und Spielen in der Sonne. Ein erhöhter Sitzbereich mit Blick auf das Wasser integriert zugleich einen großen Baum, der über der Tiefgarage gepflanzt wurde.

Der Uferplatz an der Spitze der Halbinsel fungiert als Treffpunkt von Punt Sniep. Seine urbane Topografie besitzt eine skulpturale Qualität, die das Wasser rund um das Gelände hervorhebt. Der markante Platz ist nach Süden und Westen ausgerichtet. Eine lebendige Erdgeschossnutzung mit gastronomischen Angeboten wirkt als Impulsgeber für das soziale Leben. Eine Fußgängerbrücke verbindet die Anlage mit dem historischen Zentrum von Diemen und nimmt subtil Bezug auf die maritime Geschichte des Ortes.

Grün oben, Funktion unten

Besonders charakteristisch für Punt Sniep ist die Kombination aus hochverdichteter Wohnbebauung und großen, ausgewachsenen Bäumen. Die Tiefgarage liegt unter einer modellierten, spielerisch gestalteten Landschaft. Diese Topografie ermöglicht es, große Bäume über den 182 unterirdischen Stellplätzen zu pflanzen. An drei strategischen Punkten steigt das Gelände an, um Raum für ausgewachsene Bäume zu schaffen. Am Uferplatz wachsen Bäume sogar in speziell konstruierten Baumkammern innerhalb der Garage.

Robuste und wiederkehrende Materialien wie Beton, Stahl und Holz greifen die maritime Geschichte des Ortes auf und sorgen für eine visuelle Einheit. Ein durchgehender Belag aus Naturstein zieht sich über die gesamte Halbinsel, verbindet alle Bereiche, markiert die autofreie Zone und verleiht dem Projekt eine klare gestalterische Identität.

„Die Landschaft ist so gestaltet, dass sie soziale Interaktion fördert und ein resilienteres Quartier schafft.“
– Pieter Theuws, Landschaftsarchitekt

Quelle: KCAP · KI-gestützte Textaufbereitung · Redaktion: Architekturblatt