15. Januar 2021

Projekt ‚The Cradle‘ gewinnt Sonderpreis BIM des Heinze ArchitektenAWARDs 2020

Düsseldorfs erstes Holzhybrid-Bürogebäude, entworfen von HPP Architekten nach dem Cradle-to- Cradle®-Prinzip wird im Rahmen des Heinze ArchitekTOUR Kongresses ausgezeichnet.

(c) INTERBODEN Gruppe/HPP Architekten

Düsseldorf (pm) – Unter insgesamt 420 Wettbewerbsbeiträgen von Architekten, Planern und Studenten hat sich das Holzhybrid-Bürogebäude ‚The Cradle‘ gegen die Konkurrenz durchgesetzt und wurde mit dem Sonderpreis als bestes BIM-Projekt ausgezeichnet. Beim Building Information Modeling (BIM) werden Bauwerksdaten digital modelliert, kombiniert, erfasst und das Gebäude als virtuelles Modell geometrisch visualisiert.

„Die Auszeichnung mit dem Sonderpreis BIM ist für uns eine große Freude und bestätigt uns in unserem Anspruch neue Wege konsequent zu gehen. ‚The Cradle‘ ist eines der ersten Cradle-to-Cradle®-Projekte bei dem der ,Material Passport‘ mit dem BIM-Modell verknüpft ist und somit sämtliche Daten für einen späteren Rückbau digital zur Verfügung stehen. Dies ermöglicht eine Bewertung hinsichtlich ökologischer Folgewirkungen wie Gesundheitsklasse, Dekonstruktionseinstufung und Rezyklierbarkeit“, so Gerhard G. Feldmeyer, Senior Partner HPP Architekten.

The Cradle (c) INTERBODEN Gruppe/HPP Architekten; Visualisierung: bloomimages

Das charakteristische Holzhybrid-Bürogebäude entsteht aktuell im Düsseldorfer Medienhafen nach dem Cradle-to-Cradle®-Prinzip, entworfen von HPP Architekten und entwickelt von INTERBODEN. Es ist ein Leuchtturmprojekt für die Immobilienbranche und wird Impulse für die Zukunft des Bauens setzen. Wir verstehen und konzipieren das Gebäude vielmehr als Rohstofflager und erzeugen dabei weniger Sondermüll im Betrieb und für den späteren Abbruch.

Bis auf die Untergeschosse, das Erdgeschoss und der Kern sind alle wesentlichen Bauelemente aus Holz. Die weithin sichtbare, prägnante rautenförmige Struktur verbindet Fassade und Tragwerk. Parametrisch 3D entworfen übernimmt das äußere Tragwerk durch seine unterschiedliche Dimensionierung in der Tiefe  ̶  je nach Himmelsrichtung  ̶  zusätzlich die Verschattungsfunktion. Materialität und Geometrie sind auf diese Weise lesbarer Ausdruck der inhaltlichen Themen. Die entstehende Tiefe von Tragwerk und Fassade führt in Richtung Hafenbecken zur Ausbildung nutzbarer Loggien. Ohne 3D/BIM, ohne die Erstellung eines digitalen Zwillings wäre dieses Projekt nicht entstanden.

Um das Thema Nachhaltigkeit konsequent umzusetzen, erhält ‚The Cradle‘ einen stationsgebundenen Mobility Hub mit E-Stationen, Car- und Bike-Sharing. Das Mobilitätskonzept ist halb öffentlich und somit für ‚The Cradle‘-Nutzer als auch für die interessierte Nachbarschaft zugänglich. Auf diese Weise tragen die Projektverantwortlichen einem sich ändernden Mobilitätsverhalten schon heute Rechnung.

Schon vor Baubeginn überzeugte der HPP-Entwurf von ‚The Cradle‘ mit seinem ganzheitlichen und zukunftsweisenden Konzept und erhielt neben dem international renommierten MIPIM/The Architectural Review Future Project Award den Innovationspreis der ICONIC Awards.

Die renommierte Fachjury des Heinze ArchitektenAWARDs überzeugte nun für die Auszeichnung mit dem begehrten Sonderpreis BIM neben der markanten Architektur die konsequente Anwendung von 3D/BIM. Hervorgehoben wurde die Entstehung einer weiteren Ebene, auf der BIM und Nachhaltigkeit im Projekt erfolgreich zusammengeführt werden.

Pressemitteilung: HPP Architekten GmbH