26. September 2020

Private Bauträger und Projektentwickler sind in der hessischen Wohnungspolitik ein wichtiger Teil der Lösung

Neujahrsempfang des BFW in Bad Homburg

Bad Homburg / Frankfurt am Main (pm) – Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir gab beim Neujahrsempfang des BFW in Bad Homburg den Startschuss für den neuen Contracting-Preis Hessen, dessen Schirmherrschaft er übernommen hat. Der Preis wird in diesem Jahr erstmals vom BFW Landesverband Freier Wohnungs- und Immobilienunternehmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland gemeinsam mit der Landesenergieagentur (LEA) ausgelobt. BFW-Geschäftsführer Lipka dankte Minister Al-Wazir persönlich für die Übernahme der Schirmherrschaft für den Contracting-Preis und erklärte weiter: „Wir würdigen damit besondere Anstrengungen in die nachhaltige und ökologisch innovative Energieversorgung von Neubauten. Gleichzeitig ist dies ein Zeichen dafür, dass der BFW und seine Mitglieder nicht nur Vorschläge machen und Kritik üben, sondern auch bei der Energiewende anpacken“.

„Private Bauträger und Projektentwickler tragen entscheidend zur Entlastung des Wohnungsmarktes in Hessen bei. Sie sind damit wesentlicher Teil der Lösung und nicht des Problems, wie bei Debatten über hohe Mieten und Wohnungsmangel häufig gesagt werde“, erklärte Lipka und stellte fest: „Leider haben Bürger und Politik noch nicht ausreichend erkannt, welch wichtige Rolle gerade die privaten Bauträger und Projektentwickler bei der Wohnraumversorgung der Bevölkerung bereits heute leisten. Immerhin errichten allein die mittelständischen Unternehmen unseres Verbandes jede zweite Neubauwohnung hierzulande.“ Diese Kapazitäten und Kompetenz auch für bezahlbaren Wohnraum richtig einzusetzen sei eine Aufgabe der Politik. Denn auch Bauträger litten unter hohen Grundstückspreisen, steigenden Baukosten und Entsorgungsengpässen.

Als jüngstes Beispiel verfehlter Wohnungspolitik, nannte der BFW-Geschäftsführer den Frankfurter Baulandbeschluss. Dieser beinhalte sowohl verschärfte Vorgaben für einen Großteil des beabsichtigten Wohnungsbaus wie auch restriktive Eingriffe in das Eigentumsrecht. „Am Ende bleiben nur noch 30 Prozent freiverkäufliche Wohnungen übrig, die alle anderen subventionieren müssen“. Das sei reiner Aktionismus und mache es für private Investoren teurer und unattraktiver, Bauvorhaben in der Main-Metropole umzusetzen.

Für junge Familien werde es immer schwerer, Wohneigentum, zu bilden. Meist fehle das Eigenkapital. Das Land könne gerade hier durch längere Zahlungsfristen bei der ohnehin zu hohen Grunderwerbsteuer einen wichtigen Anschub liefern. „Die eigene Wohnung ist und bleibt für die Menschen ein wichtiger Baustein ihrer Altersvorsorge“, so Lipka. Die Politik sei gut beraten, wenn sie es dem Mittelstand im Lande leichter mache, privates Eigentum durch Immobilien zu schaffen. Darüber hinaus verteuerten unzählige Bauvorschriften das Bauen und wirkten zugleich als „Bremse“ bei der Schaffung neuen Wohnraums. „Wir dürfen auch den Mittelstand nicht vergessen“, ergänzte Lipka. Die in Hessen im ersten Halbjahr 2019 dramatisch gesunkenen Zahlen der Baugenehmigungen wertete Verbandsgeschäftsführer Lipka als „Alarmzeichen“ für die gesamte Branche.

Beim Neujahrsempfang des BFW Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland trafen sich am 23. Januar Repräsentanten aus Politik, Immobilienwirtschaft und Gesellschaft in der Taunus Sparkasse Bad Homburg.

Pressemitteilung: BFW Landesverband Hessen / Rheinland-Pfalz / Saarland e.V