Hagen/Münster (pm) – Im Fokus des 14. Schlaun-Wettbewerbs stand in diesem Jahr die Stadt Hagen mit der Aufgabenstellung zur Entwicklung des Volme-Raums in der Innenstadt. Mit einer zweitägigen Jurysitzung in Hagen ist der Wettbewerb 2025/2026 erfolgreich abgeschlossen worden. Unter dem Titel „Stadtleben an der Volme“ waren Studierende der Architektur, des Städtebaus und des Bauingenieurwesens aufgerufen, innovative Ideen für die Entwicklung des Volme-Raums in der Hagener Innenstadt zu erarbeiten.
Der Wettbewerb stieß auf eine außergewöhnlich große Resonanz. Insgesamt wurden 104 Arbeiten von 37 verschiedenen Hochschulen, davon 65 aus dem Fachbereich Städtebau und Landschaftsarchitektur, 35 aus dem Fachbereich Architektur und 4 Arbeiten des Fachbereichs Bauingeniuerwesen eingereicht. Besonders erfreulich war die internationale Beteiligung: Neben zahlreichen Studierenden deutscher Hochschulen nahmen erstmals auch Teams aus Mexiko, der Schweiz sowie aus Kopenhagen (Dänemark) teil. Die internationale Resonanz unterstreicht die wachsende Bedeutung des Schlaun-Wettbewerbs als Plattform für den planerischen Nachwuchs und bereicherte den Wettbewerb um vielfältige Perspektiven auf die Zukunft urbaner Räume.
Die eingereichten Arbeiten wurden dem Preisgericht intensiv diskutiert und bewertet. Dabei standen insbesondere die städtebauliche Qualität, die gestalterische Umsetzung sowie die Zukunftsfähigkeit der Konzepte im Fokus. Nach ausführlichen Beratungen wurden die überzeugendsten Entwürfe ausgezeichnet. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 12.250 Euro vergeben.
Die Preisträgerinnen und Preisträger des 14. Schlaun-Wettbewerbs sind:
Städtebau | Landschaftsarchitektur:
1. Preis: Jonathan Wirth l TU Dresden l Betreuer: Prof. Manuell Bäumler
2. Preis: Ronja Leoni Gensel l TU Dresden l Betreuer: Prof. Manuell Bäumler
3. Preis: Jannik May, Luis Wahlers, Felix Schorpp, Emelly Klassen l TU Dortmund l Betreuerin: Dipl.-Ing. Päivi Kataikko-Grigoleit
Anerkennung: Malin Schmeing, Katharina Vosberg, Leia Budde l TU Dortmund l Betreuerin: Dipl.-Ing. Päivi Kataikko-Grigoleit
Anerkennung: Felix Ridder, Jakob Zimmer l TU Berlin | HS Darmstadt
Architektur:
2. Preis: Paul Widuch, Marcel Kasper l TH Köln l Berteuerin: Prof. Eva Maria Pape
3. Preis: Enya Hedderich, Hannah Nullmeyer, Greta Birgitt Göllner l HS Düsseldorf l Betreuerin: Prof. Birgit Frank
3. Preis: Linus Thiel, Jan-Luca Barz l HS Kaiserslautern l Betreuer:in: Prof. Marcus Kopper, Prof. Sabrina Wirtz
Anerkennung: Caroline Wizke, Oliver Pulich l HS Kaiserslautern l Betreuer: Prof. Marcus Kopper
Bauingenieurwesen:
Anerkennung: Jan Clemens, Hannes Eder, Niklas Bommhardt, Nina Overbeck l TU Darmstadt l Betreuer: Prof. Boris Lehmann, Prof. Hauke Zachert
Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen eindrucksvoll, wie junge Planerinnen und Planer aktuelle Herausforderungen der Stadtentwicklung aufgreifen und kreative Lösungen für lebenswerte, nachhaltige und identitätsstiftende Stadträume entwickeln.
Den feierlichen Abschluss des Wettbewerbs bildete das Schlaun-Fest am 31. Mai 2026 in Münster, bei dem die Preisträgerinnen und Preisträger offiziell geehrt wurden. Festrednerin ist Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.
In ihrem Festvortrag beleuchtete sie aktuelle Perspektiven der Stadt- und Regionalentwicklung sowie die Bedeutung von Stadtbaukultur und qualitätsvoller Planung für die Zukunft der Städte und Gemeinden. Im Rahmen des Festakts überreichte sie gemeinsam mit den Unterstützern und Kooperationspartnern die Preise an die ausgezeichneten Studierenden.
Das Schlaun-Fest bot darüber hinaus Gelegenheit zum fachlichen Austausch zwischen Studierenden, Hochschulen, Kommunen, Planungsbüros sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung.
Ausblick
Der nächste Schlaun-Wettbewerb 2026/2027 unter dem Titel „Stadteingang Gelsenkirchen“ wird sich mit Aufgabenstellungen in der Stadt Gelsenkirchen befassen. Damit rückt erneut eine Stadt im Ruhrgebiet in den Fokus, in der aktuelle Herausforderungen der Stadtentwicklung und Transformation im Mittelpunkt stehen.
Quelle: Schlaun-Forum e.V.