30. November 2021

Preisanstieg führt zu Materialmangel auf Baustellen – VNW-Direktor Andreas Breitner fordert Landesregierungen zum Handeln auf

Hamburg (pm) – Auf den Baustellen in Deutschland fehlt immer mehr Material. Bei der jüngsten Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts hätten 44 Prozent der Betriebe im Hochbau, sie hätten Probleme, rechtzeitig Baustoffe zu beschaffen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Im März waren es erst sechs Prozent gewesen. „Die rasant steigenden Rohstoffpreise machen der Branche zu schaffen“, zitiert die Agentur einen Experten des ifo-Instituts. „Die Preise für Schnittholz sind in den letzten Monaten nahezu explodiert, die Sägewerke kommen nicht hinterher. Auch Stahl hat sich erheblich verteuert. Dämm-Materialien und verschiedene Kunststoffe sind zudem knapp.“

„Auch auf den Baustellen im Norden geht das Material aus. Angesichts der dramatischen Preisentwicklung geraten immer mehr Wohnungsunternehmen unter Druck, ihre Wohnungsbauziele zu erreichen. Das ganze Dilemma sollte auch ein Thema für die Politik sein. Beim Holz wird nur helfen, den Export nach China und in die USA einzuschränken. Die Landesregierungen sollten jetzt so rasch wie möglich den Dialog mit der Bau- und Wohnungswirtschaft verstärken. Wir brauchen Verabredungen, die sicherstellen, dass zumindest die im Bau befindliche Wohnungsbauprojekte wie geplant weitergeführt werden können. Wenn erst der Neubau von Wohnraum ins Stocken geraten ist, werden Verantwortliche wieder den Mangel an bezahlbarem Wohnraum beklagen. Um das zu verhindern, muss jetzt gehandelt werden.“, so Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW).

Pressemitteilung: Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW)