16. Oktober 2019

Paderborn: Modernes Wohnquartier auf dem Areal der ehemaligen Alanbrooke-Kaserne

Podiumsdiskussion auf dem Stand der BImA: Martin Altmann von der Firma Drees & Sommer, Bürgermeister von Paderborn Michael Dreier, BImA-Verkaufsmanager Dr. Felix Nolte und Moderator Jörg Brökel. (c) BImA

Bonn/München (pm) – Der erfolgreiche Konversionsprozess in Paderborn geht weiter. Nach dem Verkauf der ehemaligen Alanbrooke-Kaserne im Frühjahr 2019 an die Stadt Paderborn soll nun auf dem Areal ein urbanes Wohnquartier mit rund 800 Wohnungen entstehen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als ehemalige Eigentümerin hat das Projekt in einer Diskussionsrunde auf der internationalen Immobilienmesse EXPO REAL in München vorgestellt und einen Ausblick auf die künftigen Herausforderungen des Konversionsprozesses in Paderborn gegeben.

Im Frühjahr 2019 wurde der Kaufvertrag unterzeichnet: Die BImA hat das rund 18 Hektar große Gelände der ehemaligen von den britischen Streitkräften genutzten Alanbrooke-Kaserne an die Stadt Paderborn veräußert. An diesen ersten erfolgreichen Abschnitt der Konversion in Paderborn erinnerte gleich am ersten Tag der EXPO REAL eine Diskussionsrunde mit dem Bürgermeister der Stadt Paderborn Michael Dreier, Martin Altmann von der Firma Drees & Sommer und dem Verkaufsmanager der BImA für Ostwestfalen Dr. Felix Nolte.

Urbanes Quartier mit rund 800 Wohnungen

Die 18 Hektar große Fläche war über 100 Jahre als Kaserne genutzt worden. Auf dem Areal nahe der Innenstadt befinden sich elf denkmalgeschützte Bauten (Baujahr 1896 bis 1898) sowie ein großer technischer Bereich. Die britischen Gaststreitkräfte gaben die Kaserne Ende 2016 als erste der Paderborner Kasernen an die BImA zurück.

Im Juni 2017 hat die Stadt Paderborn auf der Grundlage eines Nutzungskonzeptes die sogenannte Erstzugriffsoption zur Erfüllung ihrer kommunalen Aufgaben ausgeübt. Der Erstzugriff bietet den Kommunen die Möglichkeit, Grundstücke ohne Bieterverfahren zum gutachterlich ermittelten Verkehrswert zu erwerben. Dr. Felix Nolte von der BImA betont, dass die Stadt Paderborn sich als absolut faier und verlässlicher Verhandlungspartner erwiesen habe, der immer zu seinem Wort stehe. „Das ist auch ein Standortfaktor für die Wirtschaft“, sagt der Verkaufsmanager.

Rückbau- und Erschließungsarbeiten beginnen

Die Stadt Paderborn will auf der Fläche ein neues, lebendiges und urbanes Stadtquartier mit rund 800 Wohnungen, einer Kindertagesstätte (Kita), Bürogebäuden und Flächen für wohnverträgliches Gewerbe entwickeln.

„Wir freuen uns sehr, dass die Rückbau- und Erschließungsarbeiten jetzt beginnen und die Pläne zum Alanbrooke Quartier nun konkret umgesetzt werden“, zeigte sich Paderborns Bürgermeister Michael Dreier sehr zufrieden mit dem aktuellen Fortschritt. „Bereits im nächsten Jahr werden wir erste Teilflächen für private Investitionen zur Verfügung stellen.“

Preisnachlass in Millionenhöhe

Beim Verkauf hat die BImA der Stadt umfangreiche Verbilligungen gewährt: zum einen für den geplanten Bau der Kita und zum anderen für den sozialen Wohnungsbau, der in Teilbereichen der Liegenschaft vorgesehenen ist. So betrug der Kaufpreisabschlag für jede neu zu schaffende Wohnung im sozialen Wohnungsbau 25.000 Euro, insgesamt waren es sechs Millionen Euro. Hinzu kommt eine Vergünstigung für die Kita in Höhe von 350.000 Euro.

Pressemitteilung: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben