2. Dezember 2020

Olympische Spiele für nachhaltige und energieeffiziente Gebäude: HSD nimmt am Solar Decathlon – SD21 teil

Düsseldorf (pm) – Nach Ausgaben in Washington, Los Angeles, Dubai, Versailles und Madrid findet im Sommer 2022 das Finale des Solar Decathlon, dem größten internationalen Gebäude-Energiewettbewerb, erstmalig in Deutschland statt. 18 Hochschulteams aus verschiedenen Ländern werden in Wuppertal antreten, um ihre Konzepte für ein innovatives, nachhaltiges und energieeffizientes Gebäudeprojekt zu präsentieren – darunter auch ein interdisziplinäres Team der HSD, das im Januar 2020 von der Jury des Solar Decathlon zur Teilnahme ausgewählt wurde.

Studierende und Professor*innen aus den Fachbereichen Architektur, Design, Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften haben sich zusammengetan, um unter dem Leitgedanken „MINIMAL IMPACT – MAXIMUM OUTPUT“ als „Team MI-MO“ eine Lösung auf dem Weg zu einer ressourceneffizienten, klimaneutralen Stadt zu erarbeiten. Sie fokussieren sich dabei auf eine nachhaltige urbane Verdichtung unter Berücksichtigung eines spürbaren Mehrwertes für die Bewohner*innen. In Zeiten der weltweit zunehmenden „Verstädterung“ und des fortschreitenden Klimawandels stellt der SD21 die Teams erstmalig vor real existierende Herausforderungen der energetischen Stadtsanierung: Baulückenschließung, Aufstockungen und Sanierungen. Konkretes Thema ist die behutsame Sanierung eines bestehenden Wuppertaler Lagerhauses aus dem Jahre 1905 – heute durch den überregional bekannten Veranstaltungsort Café Ada genutzt – und dessen Aufstockung mit einer energetisch optimierten Wohnnutzung, die das Quartier nachhaltig aufwerten wird.

Für das Finale auf dem „Utopiastadt-Campus“ an der Wuppertaler Nordbahntrasse erstellt das Team in Eigenarbeit einen stellvertretenden Ausschnitt seiner ökologisch und ökonomisch nachhaltig konzipierten Wohnmodule in der Größenordnung von 70-100 qm. Durch die Entwicklung eines modularen Ansatzes und durch effiziente Planungs- und Produktionstechniken werden die meisten Komponenten in den eigenen Hochschul-Werkstätten vorgefertigt, womit die Bauzeit vor Ort und die mit dem Bau verbundenen Emissionen auf ein Minimum reduziert werden können. Das Ziel: Neben der Vorstellung des Planungskonzeptes soll im Sommer 2022 ein voll funktionstüchtiger 1:1-Ausschnitt des Konzepts als Wohn-Prototyp für zwei Wochen auf dem 22.000 qm großen Expo-Areal einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.

Pressemitteilung: Hochschule Düsseldorf