25. Mai 2024

Norderelbbrücken: Deutsche Bahn und Stadt Hamburg schreiben Planungswettbewerb aus

Hamburg (pm) – Die knapp 100 Jahre alten denkmalgeschützten Norderelbbrücken erreichen langsam das Ende ihres technischen Lebensalters. Um diese wichtige Verkehrsverbindung Hamburgs langfristig zu erhalten und fit für die Zukunft zu machen, schreibt die Deutsche Bahn (DB) gemeinsam mit der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) einen Planungswettbewerb für den erforderlichen Ersatzneubau der Eisenbahnüberführungen über die Norderelbe aus.

Stadt und Bahn ist es ein wichtiges Anliegen, mit Hilfe des Wettbewerbs die Öffentlichkeit transparent und frühzeitig einzubinden. Abgestimmt mit der FHH wird parallel zum Wettbewerb und unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes eine Sanierung der Brücken geprüft, um diese anderweitig zu nutzen. In welcher Form ist noch offen.

Die Norderelbbrücken sind das Tor zu Hamburg für nahezu alle Züge aus dem Süden. Gemeinsam mit den Schwesterbrücken über die Süderelbe sind sie integraler Bestandteil für eine starke Schiene und den internationalen Personen- und Güterverkehr. Alle Züge auf der europäischen Bahnmagistrale Malmö-Maschen-Mailand von und nach Süden müssen die Brücken passieren. Täglich werden die Norderelbbrücken von bis zu 660 Zügen befahren, Tendenz steigend.

Worum geht es bei dem Planungswettbewerb?
Die Teilnehmenden erstellen eine technische Planung für den Ersatzneubau der Unter- und Überbauten sowie Entwürfe zur Gestaltung der neuen Brücken. Darüber hinaus wird ein Bauablauf für den Neubau erarbeitet.

Wer kann sich bewerben?
Die Bewerbung erfolgt über die Plattform „Tenders Electronic Daily“ (TED) der Europäischen Union. Wesentliche Teilnahmevoraussetzung ist, dass es sich um Büros/Bietergemeinschaften bestehend aus Bauingenieur:innen und Architekt:innen handelt. Der Wettbewerb befindet sich in Abstimmung mit der Architekten- und Ingenieurkammer.

Wann wird der Wettbewerb bekannt gemacht?
Die Bekanntmachung erfolgte auf der Standard-EU-Plattform TED am 4. Mai 2024. Der Versand der Auslobungsunterlagen ist für Mitte Juni 2024 vorgesehen, ab dann ist eine Teilnahme an dem Planungswettbewerb möglich.

Wie ist der weitere Ablauf?
Zunächst erfolgt eine Auswahl von fünf Büros/Bietergemeinschaften zur Teilnahme am Planungswettbewerb. Alle fünf teilnehmenden Büros/Bietergemeinschaften erhalten ein Bearbeitungshonorar sowie die drei Preisträger zusätzlich ein Preisgeld. Jedes Büro/jede Bietergemeinschaft erarbeitet einen Planungsvorschlag für die gestellte Wettbewerbsaufgabe auf Basis definierter Vorgaben und Rahmenbedingungen.
Die hochrangig besetzte Jury (Fach- und Sachpreisjury) kürt die Sieger. Dies ist für Januar 2025 vorgesehen.

Wer ist in der Jury vertreten?
Die Fachpreisrichter sind renommierte Vertreter:innen aus der Ingenieurs- und Architektenwelt wie Karin Loosen, Präsidentin der Hamburger Architektenkammer und Vorstandsvorsitzende der Hamburger Stiftung Baukultur, Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor in der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Hadi Teherani, Hadi Teherani Architects GmbH sowie Jürg Conzett, Conzett Bronzini Partner AG.

Die Sachpreisjury ist ebenfalls hochkarätig besetzt mit bekannten Vertreter:innen aus Politik und von der Deutschen Bahn, darunter Dr. Anjes Tjarks, Hamburger Senator für Verkehr und Mobilitätswende, Ingrid Felipe, Vorständin Infrastrukturplanung und -projekte DB InfraGO AG sowie Heike Junge-Latz, Vorständin Anlagen- und Instandhaltungsmanagement DB InfraGO AG.

Quelle: Deutsche Bahn AG