1. Mai 2026

Neues Tennessee Performing Arts Center prägt Nashvilles East Bank

Kopenhagen (abki) – Das neue Tennessee Performing Arts Center (TPAC), entworfen von BIG – Bjarke Ingels Group und William Rawn Associates (WRA) mit HASTINGS Architecture, erweitert die kulturelle Lebendigkeit der Innenstadt von Nashville über den Cumberland River hinweg. Es wird zum kulturellen Anker für die neu belebte East Bank der Stadt.

TPAC am Cumberland River

Das neue TPAC ist darauf ausgelegt, die Öffentlichkeit von allen Seiten einzubeziehen; die Aufführungsräume sind im Zentrum des Gebäudes gebündelt. Es unterstützt ein breites Spektrum künstlerischer Programme und baut auf Nashvilles reichem kulturellen Erbe auf.

An einem Waterfront-Standort neben dem Cumberland Park und dem Nissan Stadium der Tennessee Titans umfasst das neue TPAC vier Aufführungsräume: das multifunktionale Grand-Broadway-Theater, einen Saal für Tanz und Oper, ein flexibles Black-Box-Theater sowie einen intimen Cabaret-Raum. Hinzu kommen Probestudios und Unterrichtsräume. Das 307.000 Quadratfuß große Zentrum wird die neue Heimat des Nashville Ballet, der Nashville Opera und des Nashville Repertory Theatre sein und zugleich Räume für Broadway-Tourneen, Tanzaufführungen und Gemeinschaftsveranstaltungen schaffen.

Jennifer Turner, President & CEO von TPAC, über das Projekt: „This new center represents the future of the performing arts in Nashville and across our state. For more than four decades, TPAC has brought world-class performances and transformative arts education programs to Tennesseans. Our new home will allow us to welcome more audiences, support more artists, and expand the impact of the performing arts in communities across Tennessee.“

Architektur als urbane und kulturelle Verbindung

Die reflektierende Metallfassade aus einer Vielzahl von Aluminiumröhren schafft einen dynamischen, skulpturalen Baukörper, der von jedem Standpunkt in der Stadt anders wirkt. In Anlehnung an einen wellenförmigen Theatervorhang heben sich die Bögen an der Außenfassade und geben den Blick auf das Innenleben des Gebäudes frei.

Bjarke Ingels, Founder & Creative Director von BIG, beschreibt die Entwurfsidee: „The new home for the Tennessee Performing Arts Center is designed like an urban and cultural connection – between the east and west bank of the Cumberland River, between the old and the new Nashville, and between all of the performing arts. Visually, it bookends Broadway as a beacon from across the river, drawing the cultural life of downtown across to the East Bank. Designed to be welcoming on all sides, the center is accessible from above and below the bridge, making the lobby a cascading public space for the daily life of the neighborhood. The façade is composed of aluminum tubes bundled like organ pipes or steel chimes, undulating from vertical to horizontal to provide openings and canopies for the audience and performers passing through. The result is like a flowing public pavilion in the park that, as the new home for TPAC, provides the inclusive and inviting character that its program and performances deserve.“

Foyers, Saaltypen und Besucherführung

Bei der Ankunft empfängt die Gäste ein lichtdurchflutetes Atrium, das die Energie der Stadt ins Gebäudeinnere zieht. Zwei Foyers verbinden die Aufführungsräume: das Hauptfoyer auf Straßenniveau mit Blick auf den Fluss und den geplanten Waterfront Park sowie ein erhöhtes Foyer an der denkmalgeschützten John Seigenthaler Pedestrian Bridge. Eine große Treppe, eine zentrale Lounge und kaskadierende Betondecken laden Besucher ein, sich vor, nach und zwischen den Aufführungen zu versammeln – und stärken die Rolle des TPAC als sozialen Treffpunkt in Nashville.

Im Broadway Theater ordnen schwebende, holzverkleidete „Trays“ die Sitzplätze in intimen Gruppen an, jede Reihe höhenversetzt für optimierte Sichtachsen. Der Saal für Oper und Tanz verbessert die Sicht auf die Füße der Tänzer, während die Galerien eine visuelle Kontinuität zur Bühne herstellen. Das Black-Box-Theater eliminiert den Proscenium-„Bilderrahmen“ und ermöglicht unterschiedliche Sitzkonfigurationen je nach Produktion. Das Cabaret verfügt über eine Bühne, die ins Publikum hineinragt, ergänzt durch bankettartige Sitzplätze.

Cliff Gayley, Design Principal bei WRA: „At the heart of TPAC’s new home, four venues will create uniquely memorable theatrical experiences, celebrating the ‚vibrancy of theater in Music City.‘ Each venue expresses its own personality while heightening audience experience and connection – an intimacy between performer and audience and a sense community among audiences of all ages.“

Ein transparenter Probenraum gewährt Besuchern Einblick hinter die Kulissen, ein Sinnesraum bietet eine beruhigende Umgebung während der Aufführungen. Eine Dachterrasse krönt das Gebäude mit weiten Ausblicken auf Broadway, den Cumberland River und die Skyline von Nashville.

Außenraum und Landschaft

Außentreppen verbinden TPAC direkt mit dem Fluss und integrieren das Zentrum in Nashvilles neuen East-Bank-Bezirk. Die von OLIN entworfene Landschaftsgestaltung umgibt das Gebäude mit vielfältiger Bepflanzung sowie Bereichen für öffentliche Outdoor-Aufführungen, Aufenthaltsräume und Spielhaine.

Thomas Christoffersen, Partner bei BIG: „While typical performing arts centers have a clearly defined front and back, the site conditions of TPAC offer a unique opportunity to hide the back-of-house under the bridge, allowing the public space to surround the building on all sides. The dual entrances and wrap-around lobbies activate the entire perimeter – from ground level to bridge level – connecting audiences to the venue’s surroundings. The halls are designed to accommodate a range of performances, with cascading mezzanines that connect the orchestra level to the balcony levels above. The central lobby will continuously pulse with energy, uniting patrons from different performances before and after each show.“

TPAC reiht sich in BIGs wachsendes Portfolio kultureller Projekte ein, darunter die Hamburg State Opera, das Suzhou Museum of Contemporary Art in China und die VLTAVA Philharmonic in Prag. Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen, die Eröffnung für 2030.

Quelle: BIG-Bjarke Ingels Group · KI-gestützte Textaufbereitung · Redaktion: Architekturblatt