15. Juli 2024

Neues modulares Forschungsgebäude der TUD übergeben – „Gradmesser für künftige Forschungsbauten.“

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow: „Gradmesser für künftige Forschungsbauten.“

Dresden (pm) – In nur zehn Monaten Bauzeit hat die TU Dresden in Eigenregie ein neues, aus 33 vorgefertigten Raumzellen zusammengesetztes Modulgebäude errichtet. Büros und Labore beherbergen auf 1.200 Quadratmetern rund 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der in das Center for Advancing Electronics Dresden (cfaed) eingebundenen Professur für Molekulare Funktionsmaterialien von Xinliang Feng, der auch am Max-Planck-Institut für Polymerforschung und im Sonderforschungsbereich (SFB) „Chemie der synthetischen zweidimensionalen Materialien“ forscht, sowie des Exzellenzclusters Complexity and Topology in Quantum Matter (ct.qmat).

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow sagte bei der feierlichen Übergabe des Gebäudes an der Stadtgutstraße Dresden: „Die Geschwindigkeit bei den Bauarbeiten passt genauso wie die modulare und flexible Bauweise hervorragend zur kraftvollen Entwicklung der Forschungstätigkeit an der TU Dresden. Es ist in den vergangenen Jahren gelungen, eine Vielzahl von hoch ambitionierten Forschungsprojekten einzuwerben, worauf zeitnah mit mehr Platz und optimalen Arbeitsbedingungen reagiert werden musste. Ich gratuliere Ihnen heute zu diesem gelungenen Modulbaukörper, der mit seinem modernen und reduzierten Äußeren als Gradmesser für künftige Forschungsbauten dienen kann.“

Mit einem System aus Raummodulen aus Stahl ist die TU Dresden neue Wege gegangen. Die Vorfertigung hat den Bauaufwand erheblich reduziert, so dass der ehrgeizige Zeitplan eingehalten wurde. Auch ein Rück- und Wiederaufbau an einem anderen Standort ist mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich.

„Mit diesem ersten eigenen Bauvorhaben haben wir einen neuen Weg beschritten. Wir haben hier ein Forschungsgebäude geschaffen, das uns die nötige Flexibilität zur nachhaltigen Stärkung der Forschung und Lehre bietet und sich als zeiteffiziente und kostengünstige Alternative zum staatlichen Bauen erwiesen hat. Hinter dieser Eigenbaumaßnahme stand der Gedanke, dass wir Forschungsflächenreserven haben, auf die dann sehr schnell bei Bedarf zugegriffen werden kann“, erläutert die Rektorin der TU Dresden, Prof. Ursula M. Staudinger. „Denn das Tempo des Wachstums unserer Forschungsgruppen basierend auf deren großem Drittmittel-Erfolg ist dem Bau solcher Forschungsflächen meist weit voraus und stellt deshalb die Universität vor sehr große Herausforderungen. Wir danken allen, die zur erfolgreichen Umsetzung dieser ersten Baumaßnahme der TU Dresden als Bauherrin beigetragen haben – ein Beispiel, das wegweisend für die Zukunft ist!“

Auch Dr. Andreas Handschuh, Kanzler der TU Dresden, zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf dieses unter Regie der Universität abgelaufenen Bauvorhabens: „Der erfolgreiche Abschluss dieses Bauprojekts ist ein Meilenstein hin zu einer größeren Autonomie in Baufragen. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage, auch künftig noch mehr Bauprojekte an der TU Dresden in Eigenregie zu realisieren.“

Pressemitteilung: TU Dresden