5. August 2021

Neues Heidelberger Stadtquartier auf den Weg geschickt

Entwurf (c) Fink+Jocher

Heidelberg (pm) – In einer nahezu zehnstündigen Jury-Sitzung haben die insgesamt 14 Fach- und Sachpreisrichter, Vertreterinnen und Vertreter aus dem Heidelberger Gemeinderat, Berater und Vertreter aus der Nachbarschaft die Weichen gestellt für die künftige Bebauung des Areals zwischen dem Heidelberger Hauptbahnhof und dem Römerkreis und zwischen Kurfürsten-Anlage und Alte Eppelheimer Straße. In die einstimmig prämierten drei Preisträger-Entwürfe sind auch die Ergebnisse von Bürgerbeteiligungen eingeflossen.

Die Jury entschied: „Nach einem harten Ringen auf sachlich höchstem Niveau, was auch der herausragenden Qualität der eingereichten Entwürfe geschuldet war, hat sich die Jury einstimmig darauf verständigt, drei Entwürfe gleichrangig mit einem zweiten Preis zu prämieren und keinen ersten Preis zu vergeben. Alle drei Entwürfe liefern besonders wertvolle Hinweise zu der gestellten Aufgabe“, so Wolfgang Riehle, Architekt und Stadtplaner, Vorsitzender des Preisgerichts und Ehrenpräsident der Architektenkammer Baden-Württemberg.

Die Preisträger sind: a+r Architekten GmbH (Stuttgart) Fink + Jocher Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH (München) und Bilger Fellmeth Architekten (Frankfurt).

Mit der Entwurf-Auswahl wird ein großes Gemeinschaftsprojekt der Stadtwerke Heidelberg, der Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH (GGH) Heidelberg und des Immobilienunternehmens EPPLE unter der Moderation der Stadtverwaltung Heidelberg konkret auf den Weg gebracht.

Die Projektentwicklung wurde vor gut fünf Jahren angestoßen, als der. Heidelberger Wohnimmobilien-Entwickler EPPLE die Gebäude der ehemaligen Hauptverwaltung der Heidelberger Druckmaschinen AG in der Kurfürsten-Anlage 52 bis 58 übernahm. Dem Unternehmen lag daran, eine Projektentwicklung aufzulegen, bei der auch die städtebaulichen Interessen der Stadt in besonderer Weise konstruktiv berücksichtigt werden. EPPLE hatte dann zuerst im Alleingang und später in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Heidelberg auf dem Areal den größten Zwischennutzungscampus von Baden-Württemberg installiert, wo StartUps ebenso wie Künstler oder Ausbildungseinrichtungen ein vorübergehendes Zuhause gefunden haben. Ende 2018 wurden die Überlegungen der Stadtwerke Heidelberg, Teile ihres benachbarten Betriebsstandortes in eine städtebauliche Entwicklung einzubringen, konkreter. Die Stadtwerke werden künftig in unmittelbarer Nachbarschaft Gebäude des ehemaligen Heidelberger Druck Forschungszentrums beziehen. So konnten 2019 die gemeinsamen Vorarbeiten für den nun durchgeführten Wettbewerb für ein insgesamt 6,2 ha großes, innerstädtisches Areal beginnen.

Insgesamt beteiligten sich an dem nicht-offenen städtebaulich-architektonisch-freiraumplanerischen Ideenwettbewerb 17 Büros aus 4 Ländern. Die Einreichung aus der am weitesten entfernten Stadt kam aus Kopenhagen. Alle Entwürfe können ab dem 14. Juli 2021 auf der Webseite www.quartier-bergheim.de eingesehen werden.

Nachdem die Sieg-Entwürfe nun feststehen, können die konkreten architektonischen Planungen zügig beginnen und der vorhabenbezogene Bebauungsplan kann auf den Weg gebracht werden. Dieser Prozess dauert erfahrungsgemäß noch mindestens ein Jahr, sodass mit dem Abbruch und den Bauvorbereitungen voraussichtlich im Jahr 2023 zu rechnen ist.

Pressemitteilung: EPPLE, Stadtwerke Heidelberg, Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH (GGH)