15. Januar 2026

Neue Bauordnung: Handwerks-Startup will kostengünstigen Wohnraum schaffen

Hamburg (pm) – Deutschland braucht Wohnungen – und Hamburg zeigt jetzt, wie’s gehen kann: weitgehend geräuschlos hat Hamburg zum Jahresbeginn eine neue Bauordnung eingeführt. Das Handwerks-Startup Nordwærme sieht darin großes Potenzial – und rechnet damit, durch die neuen Regelungen in den kommenden Jahren hunderte zusätzliche Wohnungen im Bestand schaffen zu können.

„Durch die Reform der Hamburger Bauordnung können wir jetzt bei der Umwandlung von Büroflächen in Wohnraum sehr einfach helfen“, sagt David Burckhardt, Mitgründer von Nordwærme Fußbodenheizungen. Früher galten bei der Umwandlung von Büroflächen zu Wohnraum die neuesten Bauvorschriften: Schallschutz, Außenhülle, Fensterstärke – mit Bestandsgebäuden wirtschaftlich kaum machbar. In der Folge wurden Bürogebäude eher abgerissen und als Wohngebäude neu gebaut, anstatt einfach zu im Bestand zu sanieren.

Die neue Bauordnung gibt nun auch bei der Umnutzung einen “erweiterten Bestandsschutz” für die bestehende Immobilie. Wo zuvor die Umwandlung von Büroflächen in Wohnraum meist nur über Abriss und Neubau wirtschaftlich war, erlaubt die Reform nun leichtere Wege für einen direkten Umbau von Büros in Wohnflächen – und hier sieht das Hamburger Handwerks-Startup Nordwærme große Chancen für seine innovative Sanierungs-Methode.

“Durch den erweiterten Bestandsschutz müssen jetzt in der Regel Wände und Decken nicht mehr nach neuesten Bauvorschriften erneuert werden.”, so David Burckhardt: “In Zukunft müssen im wesentlichen nur noch die Energie-Bestimmungen des Gebäudeenergiegesetztes des Bundes eingehalten werden – Und dabei bringt unsere Frästechnik die Gebäude schnell an die Zielvorgaben”. Bei der Nordwærme-Sanierung fräsen Spezial-Maschinen Kanäle einfach in den bestehenden Boden für Fußbodenheizungsrohre. Auch ältere, schlecht gedämmte Gebäude werden so energetisch zukunftsfit. „100 Quadratmeter Wohnfläche machen wir in wenigen Tagen bereit für die Wärmepumpe, meist für 5-10.000 Euro“, so Burckhardt. Besonders erfreulich: Auch die Wärmepumpe selbst benötigt nach der neuen Bauordnung oft keinen Bauantrag mehr.

Das Fräsverfahren hat Nordwærme aus den Niederlanden mitgebracht und damit bereits über 2000 Gebäude saniert. „Dank der neuen Bauordnung rechnen wir mit hunderten zusätzlichen Wohnungen, bei denen Sanierungen zuvor nicht wirtschaftlich waren. “Wir hoffen, dass auch andere Bundesländer dem Hamburger Beispiel folgen und Voraussetzungen für Sanierung zu Wohnraum schaffen – kostengünstig & klimafreundlich.”

Quelle: Nordwærme