6. März 2026

MVRDV gestaltet Fassade des Tiffany-&-Co.-Flagshipstores in Peking mit geschwungenen Glaslamellen

© Tiffany & Co.

Rotterdam (abki) – Im Geschäftsviertel Taikoo Li Sanlitun in Peking hat ein neuer Flagshipstore von Tiffany & Co. eröffnet. Die Fassade besteht aus geschwungenen, transluzenten Glaslamellen, die dem Gebäude eine beinahe ätherische Präsenz verleihen. Mit ihren fließenden Formen, inspiriert von den Schmuckstücken der Designerin Elsa Peretti, ist das Pekinger Geschäft das fünfte Projekt in einer Reihe von Fassadengestaltungen, die MVRDV für Tiffany entwickelt hat. Die Serie führt ein neues Gestaltungsmotiv ein, das die Suche nach innovativen Materialien und einer expressiven dreidimensionalen Form widerspiegelt – ein Ansatz, der alle Entwürfe dieser Reihe prägt.

Das Geschäft befindet sich an einer Kreuzung im nördlichen Teil von Taikoo Li Sanlitun, einem Quartier, in dem zahlreiche Luxusmarken vertreten sind. Um die prominente Lage zu nutzen, ist die Fassade mit transluzenten, strukturierten Glaslamellen versehen, die sich über die gesamte viergeschossige Höhe des Gebäudes erstrecken. Mit ihren sanft geschwungenen Kanten verleihen diese verantwortungsvoll recycelten und lokal gefertigten Elemente der Fassade eine elegante, fließende Form. Für die Gestaltung dieser Geometrie orientierte sich MVRDV unter anderem am Bone Cuff von Elsa Peretti®.

„Betrachtet man die Fassade aus einem Winkel, verstärkt die Schichtung der dicht gesetzten Glaslamellen die Wirkung des Lichts und hebt die Form der Fassade hervor“, sagt Jacob van Rijs, Mitbegründer von MVRDV. „Das Licht, das durch das transluzente Glas gefiltert wird und sich darin spiegelt, erzeugt ein feines Wechselspiel, das sich ständig verändert, während man sich bewegt. Und wenn man dicht am Gebäude vorbeigeht, eröffnen sich zwischen den Lamellen immer wieder Einblicke auf den Schmuck im Inneren.“

Nachts wird das Glas – das bereits aufgrund seines natürlichen Blautons ausgewählt wurde – in dem ikonischen Tiffany Blue® von Tiffany & Co. beleuchtet, wodurch das Geschäft ein diffuses Leuchten erhält. Um ein elegantes Erscheinungsbild zu gewährleisten, sind die Beleuchtungsmodule direkt in die speziell entwickelten Halterungen integriert, die die Glaslamellen tragen. Dadurch wird die sichtbare Technik minimiert und die subtilen Lichteffekte des Glases treten stärker hervor.

Die Fassade ist zudem demontierbar konzipiert. Die Glaslamellen und ihre Halterungen können ohne Beschädigung entfernt werden, sodass die Bauteile am Ende ihrer Lebensdauer wiederverwendet oder recycelt werden können.

Quelle: MVRDV · KI-gestützte Textaufbereitung · Redaktion: Architekturblatt