18. November 2019

Modellvorhaben „Mitte machen“ zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung

99 Millionen Euro für den Hamburger Osten – Senat macht Weg für Fördermittel frei

Hamburg (pm) – Der Hamburger Senat hat die Kofinanzierung für das Modellvorhaben „Mitte machen“ zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung beschlossen. Damit macht der Senat den Weg für die Fördermittel des Bundes frei. Der Bezirk Hamburg-Mitte wurde neben fünf Kommunen in Deutschland für das Modellvorhaben des Bundes ausgewählt. Ziel der Modellvorhaben ist es, Strategien für den klimagerechten Umbau, für die Infrastruktur im Bereich neue Mobilitätsformen, für Nachverdichtung und das Nebeneinander von Sport, Wohnen, Freizeit und Gewerbe sowie für den sozialen Zusammenhalt zu entwickeln und umzusetzen. Das Modellgebiet erstreckt sich über den Hamburger Osten und umfasst das Gebiet des Senatsprogramms „Stromaufwärts an Elbe und Bille“ mit den Stadtteilen Billbrook, Billstedt, Borgfelde, Hamm, Hammerbrook, Horn und Rothenburgsort. Der Bund stellt für Hamburg Fördermittel in Höhe von 49,5 Mio. Euro bereit, die Hamburg in gleicher Höhe kofinanziert.

Das Modellvorhaben soll zukünftig auch mit gesamtstädtischen Entwicklungsstrategien wie beispielsweise dem Senatskonzept „Stromaufwärts an Elbe und Bille“, dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE), dem Masterplan Hamburg Active City (MAPC) und der Quartiersinitiative Urbanes Leben verbunden werden. Durch die übergreifende Planung und Zusammenarbeit mit den Behörden und Akteuren vor Ort entsteht so eine zukunfts- und sozialraumorientierte Stadtentwicklung. Die Freie und Hansestadt Hamburg steht vor der Herausforderung, lebenswerte Quartiere zu schaffen, die den Bedarfen der wachsenden und zunehmend diversen Bevölkerung entsprechen. Das Modellvorhaben im Hamburger Osten soll hierzu einen Vorbildcharakter entwickeln und Impulse über das Projektgebiet hinaus geben.

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Mit unserem Senatsbeschluss schaffen wir jetzt die nötigen finanziellen Voraussetzungen für den Start des Förderprogramms. Ob Sport, Wohnen, Mobilität oder Freizeitangebote – die zahlreichen Projekte, von denen einige bereits in den Startlöchern stehen, werden das Miteinander und den sozialen Zusammenhalt in den Stadtteilen stärken. Dieses Förderprogramm wird in den kommenden Jahren Maßstäbe setzen und Impulse liefern für die Entwicklung unserer Stadtteile auch über die Grenzen von Hamburg-Mitte hinaus.“

Stadtentwicklungssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Ich freue mich sehr, dass der Bund Hamburg bei den Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung berücksichtigt hat. Mit der Entwicklung innovativer Ansätze zur Quartiersentwicklung können wir einen wesentlichen Beitrag zur Beantwortung der Frage leisten, wie die Städtebauförderung an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden kann. Mit den zusätzlichen Bundesfinanzhilfen können wir begleitend zum Senatsprogramm „Stromaufwärts an Elbe und Bille“ wertvolle Investitionen in die soziale Infrastruktur im Hamburger Osten leisten. Damit sich unsere Quartiere zu lebendigen und urbanen Orten mit stabilen Nachbarschaften entwickeln können, sollen in diesem Modellvorhaben soziale Einrichtungen, Angebote und Maßnahmen bedarfsgerecht weiterentwickelt werden.“

Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte Falko Droßmann: „Jetzt kann es losgehen! Unser Ziel – multifunktionale Begegnungsorte schaffen, die den Bewohnerinnen und Bewohnern die sportlichen und sozialen Angebote bieten, die sie benötigen. So machen wir den Hamburger Osten Stück für Stück noch attraktiver. Mit dem Senatsbeschluss zur Sicherung der Kofinanzierung kommen wir dem Ziel ein großes Stück näher.“

Pressemitteilung: Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen Hamburg