29. Februar 2024

Micro-Living-Branche arbeitet gemeinsam an nachhaltigen Lösungen für die Zukunft – Forderungen an Bundesregierung

Frankfurt (pm) – Wie sieht die Zukunft des Micro-Livings aus und welche gesetzlichen Rahmenbedingungen werden dazu benötigt? Über diese und weitere Fragen tauschten sich Ende November rund 70 Mitglieder und Gäste des Bundesverbands Micro-Living im Rahmen eines Fachkongresses in Frankfurt aus. Eine wichtige Erkenntnis: Es bedarf noch besserer Rahmenbedingungen, um das volle Potenzial der Assetklasse zur Entspannung der Wohnungsmärkte in Ballungszentren voll zu nutzen.

In den Wochen und Monaten vor dem Kongress hatten mehrere Mitgliedsunternehmen des BML gemeinsam an einer Vision künftiger Apartments gearbeitet. Dabei standen neben der Bauweise vor allem die Interessen der Nutzer im Vordergrund sowie entsprechend smarte Konzepte bei Möblierung, Grundriss und Multimedia-Ausstattung. Erste Ergebnisse stellten die beteiligten Unternehmen, darunter die Firmen Samsung und Greystar den Kongressbesuchern im Rahmen von Impulsen und Panels vor.

Michael Vogt, Vorsitzender des Bundesverbands Micro-Living, ist stolz auf die Arbeit der Mitglieder: „Wir haben in kurzer Zeit bereits greifbare Ergebnisse erzielt und einen guten Einblick erhalten, was technisch derzeit möglich ist und zukünftig noch sein wird. Mit der Arbeit am BML-Apartment der Zukunft wollen wir als Verband der Branche Denkanstöße für das eigene unternehmerische Handeln mit auf den Weg geben. Der dazu eigens gegründete Arbeitskreis wird seine Arbeit im kommenden Jahr fortsetzen und ein virtuelles sowie ein reales Apartment entwickeln. Mit diesem aktuellen Benchmark wollen wir die Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit des Micro-Living-Segments zeigen.“ Längst gehe es nicht mehr nur um studentisches Wohnen, wie Vogt erläutert. „Mikro-Apartments sind ebenfalls für Young Professionals und Projektarbeiter attraktiv. Auch immer mehr ältere Menschen interessieren sich für den kompakten Wohnraum in Städten. Gerade in dieser Zielgruppe sehen wir als Branche noch großes Wachstumspotenzial. Mit unserem zielgruppenspezifischen Wohnangebot tragen wir dazu bei, die Wohnungsmärkte in urbanen Lagen zu entspannen.“

Damit das Segment sein volles Potenzial entfalten könne, seien jedoch bessere Rahmenbedingungen nötig, so Vogt. Die aktuelle Gesetzesinitiative einer Mietpreisbremse für möblierten Wohnraum werten der Verband und seine Mitglieder als extrem negatives Signal. „Unser noch junges Segment benötigt seitens der Politik die bestmögliche Unterstützung. Stattdessen werden die Unternehmen mit einer möglichen Preisbremse konfrontiert. Sollte diese wirklich kommen, werden nicht mehr, sondern weniger Apartments in Deutschland entstehen, Investoren werden andere europäische Märkte in den Fokus nehmen. Das können wir als Land nicht wollen und es kann auch nicht im Sinne der Bundesregierung sein, die dringend neuen Wohnraum schaffen will.“

Quelle: Bundesverband Micro-Living e.V.