Westerheim (pm) – Eine Pfosten-Riegel-Fassade von Kneer-Südfenster prägt die Architektur der neuen Aussegnungshalle in Westerheim. Als transparente Gebäudehülle ist sie zentrales Gestaltungselement eines Gebäudes, das den Menschen in schwierigen Momenten Orientierung und einen würdigen Rahmen für den Abschied bietet.
Mit der neuen Aussegnungshalle hat die Gemeinde Westerheim auf der Schwäbischen Alb einen Ort geschaffen, der den Anforderungen zeitgemäßer Trauerkultur ebenso gerecht wird wie den funktionalen Ansprüchen eines öffentlichen Gebäudes. Der Neubau ersetzt eine Friedhofshalle aus den 1960er Jahren, die weder den heutigen räumlichen noch energetischen Anforderungen entsprach. Entstanden ist ein heller, klar strukturierter Baukörper mit Platz für rund 100 Personen. Im Mittelpunkt des architektonischen Konzepts steht ein lichtdurchfluteter Andachtsraum, der Ruhe und Gemeinschaft vermittelt.
Für Architekt Stefan Beuter aus Haigerloch stand früh fest, dass die Qualität des Raumes wesentlich über das Tageslicht definiert werden sollte. Sein Entwurf setzt konsequent auf Transparenz und eine enge Verbindung zwischen Innen- und Außenraum. Großzügige Verglasungen prägen das Erscheinungsbild der Halle. Sichtbetonflächen bilden einen bewusst zurückhaltenden Rahmen. Die Architektur wirkt ruhig und konzentriert, gleichzeitig öffnet sie sich zur umgebenden Landschaft der Schwäbischen Alb.
Pfosten-Riegel-Fassade als prägendes Gestaltungselement
Eine Schlüsselrolle übernimmt die von Kneer-Südfenster realisierte Pfosten-Riegel-Konstruktion. Die großflächige Fassadenlösung umschließt drei Seiten des Gebäudes und prägt sowohl die äußere Erscheinung als auch die Atmosphäre im Inneren. Tageslicht dringt tief in den Andachtsraum ein und schafft eine helle, freundliche Umgebung. Gerade bei Trauerfeiern kann eine natürliche Belichtung dazu beitragen, den Raum offener und weniger bedrückend wirken zu lassen.
Zum Leistungsumfang von Kneer-Südfenster gehörten neben der Pfosten-Riegel-Fassade die zugehörigen Fassadenelemente, Aluminium-Fenster für Nebenräume sowie doppelflügelige Aluminium-Eingangstüren. Diese wurden teilweise als Einspannelemente in die Fassadenkonstruktion integriert. Die Fassade wurde exakt auf Maß vorgefertigt und als Bausatz geliefert. Einzelkomponenten wie Grundschienen, Verbinder und Dichtungen waren weitgehend vormontiert und exakt gekennzeichnet für eine effiziente Montage auf der Baustelle.
Besondere Aufmerksamkeit erforderte die Planung der Anschlussdetails. Aufgrund des geringen Fußbodenaufbaus wurde die Elementfassade direkt auf der Bodenplatte aufgelagert. Die Objektabteilung von Kneer-Südfenster entwickelte hierfür die erforderlichen konstruktiven Lösungen und begleitete die technische Umsetzung bis zur Montage.
Maßgeblich für den Projekterfolg war die frühzeitige Abstimmung zwischen Planung und Fassadenbau. Gerade bei großformatigen Verglasungen entscheidet die Qualität der Detailplanung über Funktion und langfristige Dauerhaftigkeit einer Konstruktion. Die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten ermöglichte eine wirtschaftliche und technisch überzeugende Umsetzung.
Die Aussegnungshalle wird ausschließlich bei Veranstaltungen über elektrische Infrarotheizkörper beheizt. Außerhalb der Nutzungszeiten dienen diese dem Frostschutz. Ergänzt wird das Konzept durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Für die Kommune bedeutet dies einen ressourcenschonenden und wirtschaftlichen Betrieb bei gleichzeitig hoher Aufenthaltsqualität.
Quelle: Kneer GmbH