29. September 2022

Lausitzer Gartenstadt 2030 schreibt zweites Sommersemester aus

Lauta (pm) – Die Stadt Lauta schreibt für das Projekt „Lausitzer Gartenstadt 2030“ ein zweites Sommersemester für Studierende der Fachrichtung Architektur aus. Ziel ist es, ein sozial und ökologisch nachhaltiges Gebäudekonzept zu finden, um Baulücken in der denkmalgeschützten ehemaligen Werkssiedlung „Gartenstadt Erika“ zu schließen. Der Projektträger unterstützt einzelne Studierende und Teams bei deren Abschlussarbeiten bzw. Studienprojekten. Sie sollen im kommenden Sommersemester dafür in der Lausitz leben und arbeiten. Bewerbungen sind bis zum 28. Februar 2021 formlos beim Projektbüro LGS30 möglich. (Kontakt und PDF-Download der Ausschreibung siehe unten)

Zur Wiederbelebung des Ortes im Norden des Landkreises Bautzen hatte die Stadt Lauta einen bürgerbeteiligten Planungsprozess initiiert und dafür ein Preisgeld des damaligen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft des Freistaates Sachsen gewonnen. Im nunmehr dritten Projektjahr sollen sowohl die formalen Voraussetzungen für Neubau geschaffen als auch inhaltliche Lösungsansätze gefunden werden. Die Herausforderung besteht in einer denkmalgerechten und gleichzeitig innovativen Idee für das sogenannte „Erika-Haus“. Die Stadt Lauta ermöglicht den Studierenden das Arbeiten am Ort, stellt umfangreiches Material aus den vorangegangenen Projektphasen zur Verfügung und unterstützt mit einer Aufwandsentschädigung.

2020 hatten Studierende des Fachgebiets Stadtumbau und Ortserneuerung der Technischen Universität Kaiserslautern ein raumplanerisches Konzept entwickelt. Durch Zwischennutzungen, Sanierung und Neubau sowie bürgerschaftlich getragene Initiativen soll die Situation im Ort verbessert werden. Die Erkenntnisse des ersten „Erika Sommersemesters“ bilden die Grundlage für die weitere Ideensuche.

Die Transformationsprozesse nach der Wiedervereinigung und die demografische Entwicklung hatten dazu geführt, dass ein Teil der vom Architekten Ewald Kleffel vor über einhundert Jahren entworfenen Siedlung bereits verloren gegangen war. Mit seiner zentralen Lage im nunmehr entstehenden Lausitzer Seenland sieht Lauta gute Chancen, der historischen Gartenstadt eine neue Funktion für Wohnen und Tourismus zu geben. Historisch war Lauta ein Zentrum der Braunkohle-Industrie und der Metallurgie. Erhalten geblieben sind gleich zwei Gartenstädte im heutigen Stadtgebiet.

Ansprechpartner zur Ausschreibung

Wer sich für die Aufgabe interessiert, schreibt bis spätestens 28. Februar 2021 eine formlose E-Mail an Lysann Doltze unter doltze@erika.jetzt. Frau Doltze beantwortet als Ansprechpartnerin im Projektteam LGS30 auch im Vorfeld gern alle Fragen rund um das Studierendenprojekt. Anfragen von Hochschulmitarbeitern/-innen, die sich für die Aufgabe als Semesterprojekt interessieren, sind gleichfalls willkommen.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Projektbüro Lausitzer Gartenstadt 2030