18. Februar 2026

Landesbetrieb LBB Rheinland-Pfalz steigert Bau-Umsatz zum 4. Mal in Folge 

Mainz (pm) – Gründe für den erneuten Allzeit-Rekord des Landesbetriebs LBB im Jahr 2025 sind mehr und häufig hoch komplexe Bauprojekte für beide Auftraggeber. Die Kosten tragen Bund und Land aus Steuermitteln. 

Die größten Bauprojekte realisiert der Landesbetrieb LBB im Auftrag des Bundes in Zusammenarbeit mit dem Amt für Bundesbau Rheinland-Pfalz (ABB) Mainz. 2025 wurden im Bundesbau rund 670 Mio. Euro umgesetzt, rund 118 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Diese Bau-Investitionen flossen vorwiegend für Projekte der US-Gaststreitkräfte (411 Mio. Euro, Vorjahr: 326 Mio. Euro). Der Schwerpunkt lag mit knapp 70 Mio. Euro auf dem Neubau des US-Militärklinikums im pfälzischen Weilerbach, das künftig die US-Militärkrankenhäuser in Landstuhl und auf der Airbase Ramstein ersetzen soll.

Für Ausbau und Modernisierung von Bundeswehr-Standorten in Rheinland-Pfalz sowie für Bauaufgaben am NATO-Flugplatz Büchel wurden zusammen 226 Mio. Euro (Vorjahr: 199 Mio. Euro) umgesetzt. Davon flossen rund 44 Mio. Euro in den laufenden Neubau des OP- und Funktionsgebäudes sowie in weiterer Großprojekte im Bundeswehr-Zentralkrankenhaus Koblenz. Neben Bundeswehrangehörigen profitieren davon auch zivile Patientinnen und Patienten.  

Die Bau-Investitionen des Landes Rheinland-Pfalz legten nach belastbaren Prognosen um rund 6 Mio. Euro auf 116,6 Mio. Euro zu. Große Projekte wie der 2. Bauabschnitt für die Hochschule Mainz und die Sanierung des Schlosses Villa Ludwigshöhe in Edenkoben (Südliche Weinstraße) wurden 2025 fertiggestellt. Aktuell laufen unter anderem der Neubau für den Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Cochem nachhaltiger Holzbauweise, der Neubau des Polizeipräsidiums Rheinpfalz in Ludwigshafen und an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz die Generalsanierung eines großen Gebäudes aus den 1970er-Jahren. Ab 2027 sollen dort Bereiche der Universität vorübergehend einziehen, während ihre angestammten Gebäude saniert werden.   

„Das bedeutet eine außerordentliche Leistungssteigerung des Landesbetriebs LBB“, sagt sein Geschäftsführer Holger Basten. „Das gilt sowohl für die kleinteiligen Instandhaltungsaufgaben als auch bei unseren Großprojekten. Zunehmende Bedeutung bekommen dabei auch beschleunigte Realisierungsverfahren mit Generalplanern und Generalunternehmern, funktionale Ausschreibungen sowie Rahmenverträge mit Firmen für mehrere Bauleistungen oder Gebäude.“ 

Von wachsender Bedeutung ist die laufende Instandhaltung der Landesgebäude. Es gilt, ihre Bausubstanz zu erhalten und ihre Funktionalität im Sinne der Gebäudenutzer für viele weitere Jahre zu sichern. Dafür wurden 118 Mio. Euro umgesetzt, rund 15 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Wie seine Neubauten richtet der Landesbetrieb LBB im Rahmen der Instandhaltung auch bestehende Gebäude mit effektiver Dämmung, Wärmepumpen, LED-Leuchten und Photovoltaikanlagen klimafreundlich aus. 

Neben zahlreichen kleinteiligen Maßnahmen wie der Beseitigung von Wasserschäden oder der Erneuerung von Bodenbelägen werden auch größere Instandhaltungsprojekte realisiert. Beispiele sind umfassende Dachsanierungen an mehreren Gebäuden der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität (RPTU) Kaiserslautern oder der Umbau der Computeranlagen am Campus Germersheim der JGU Mainz, der Studiengänge für professionelles Übersetzen und Dolmetschen bietet. 

Quelle: Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) Rheinland-Pfalz