21. September 2021

Kita-Anbau in Vallendar

Kita Vallendar (c) Marcel Kohnen

Vallendar (pm) – Das Bauvorhaben wurde im Jahr 2017 seitens der der Stadt Vallendar als Wettbewerb ausgelobt. Aufgabe war, die bestehende Kita mit einem Bereich für die unter 3-jährigen Kinder zu erweitern. Dazu wurde ein oberhalb der Bestands-Kita am Hang gelegenes Teilgrundstück zur Verfügung gestellt. Zu diesem Zeitpunkt war es nur schwer vorstellbar, dass dieses schwierige, sehr schmale Areal für den Erweiterungsbau ausreichend bzw. geeignet sein würde. Das Raumprogramm beinhaltet zwei Gruppenräume mit entsprechenden Nebenräumen im EG. Darüber hinaus gibt es im OG weitere Räume für die Gesamt-Kita, wie z. B. Sinnes- Raum, Kreativ-Raum, ein Mehrzweckraum für Bewegung und Veranstaltungen, ein Personalraum und entsprechende Sanitärräume.

Im Herbst 2018 wurde der Bauantrag eingereicht, im Juni 2019 konnten die Bauarbeiten beginnen und Im Herbst 2020 das Bauvorhaben mit einem Gesamtvolumen von 2,2 Millionen Euro fertig gestellt werden. In dem Erweiterungsbau sind auf knapp 500 m² alle Funktionsräume untergebracht, die heute nach modernsten pädagogischen und gesetzlichen Anforderungen für die Gesamt-Kita, also auch für den Altbestand, notwendig sind.

Der Altbestand und der Erweiterungsbau sind über einen Überseecontainer, der als Verbindungsgang dient, verbunden. Das Untergeschoss des Anbaus liegt auf der Höhe des Altbaus und beherbergt die Abstellräume und die Haustechnik. Dieses Untergeschoss sowie das über 3 Geschosse gehende Treppenhaus mit Aufzug wurden konventionell in Stahlbetonbbauweise errichtet.

Die Außenwände und aussteifenden Flurwände im Erdgeschoss und im Obergeschoss wurden in Holzrahmenbauweise erstellt, während die Zwischendecke zwischen EG und OG und das Dach über OG als Brettstapeldecken ausgeführt wurden. Die Ausführung in Holzbauweise bedeutet in der heutigen Zeit eine nachhaltige und zügige Bauweise.

Die Fassade wurde in Anlehnung an den Bestandsbau als Klinkerfassade ausgeführt, um eine langfristig schöne und langlebige Oberfläche zu erzielen. Das System der Verlegung von Klinkerriemchen auf einem Holzrahmenbau, zudem in der gestalterisch ausgeführten senkrechten Verlegung, hat in Deutschland schon fast ein Alleinstellungsmerkmal.

Der Aufzug, der außen als Erschließungselement sichtbar ist, wurde im bronzefarbenen Farbton der Fenster mit einer hinterlüfteten Alu-Fassade verkleidet.

Der Ausbau erfolgte in Trockenbauweise nach Schallschutz technischen und akustischen Gesichtspunkten. Die großen Fenster, die überall lichtdurchflutete Räume schaffen, sind derart, dass auch die kleinen Kinder überall herausschauen können, um ihr Umfeld wahrzunehmen. Die Oberflächen und die Farbauswahl, die in Zusammenarbeit mit den Kita-Mitarbeitern gewählt wurden, sind zurückhaltend, erzeugen eine angenehme Lern- , Spiel und Arbeitsatmosphäre und runden den Gesamteindruck des Neubaus ab.

Heizung und Warmwasserbereitung erfolgen über den Altbau (Zentralheizung), die durch eine Wärmepumpe unterstützt wird. Die neuen Räume werden mittels Fußbodenheizung temperiert. Die Lüftung erfolgt über eine Anlage mit Wärmerückgewinnung, die im Untergeschoss untergebracht ist. Auf dem Dach wurde eine Photovoltaikanlage installiert, die den Energiebedarf im Gebäude abdeckt.

Nach den behördlichen Abnahmen wurde das Gebäude zur Freude aller im Februar 2021 offiziell in Betrieb genommen.

Für die Architektur waren Prof. Henner Herrmanns, Vallendar (Entwurfsplanung) und Mplus Architekten, Koblenz (Projektabwicklung) verantwortlich.

 

Pressemitteilung: Herrmanns Architekten | Network Group