Pfullendorf (pm) – Mit der neuen Kindertagesstätte „Schnogakiste“ hat die baden-württembergische Gemeinde Bitz auf der Schwäbischen Alb einen eingeschossigen Neubau realisiert, der konsequent auf die Bedürfnisse von Kleinkindern zugeschnitten ist. Auf rund 800 Quadratmetern bietet das Gebäude Platz für sechs Kita-Gruppen. Der Holzbau folgt einer klaren Struktur und verbindet funktionale Anforderungen mit einer nachhaltigen Bauweise. Die Sanitärräume wurden bei der Planung in das räumliche Konzept integriert. Zum Einsatz kamen hierfür Systemlösungen von Geberit.
Lange Zeit war die Betreuung der Ein- bis Dreijährigen in Bitz ein drängendes Thema. Das Bestandsgebäude konnte den steigenden Bedarf nicht mehr abdecken und entsprach weder räumlich noch technisch den heutigen Anforderungen. „Wir hätten mit erheblichen Umbaumaßnahmen nicht erreicht, was wir für unsere Kinder wirklich wollten – und die Kosten hätten in keinem Verhältnis gestanden“, erinnert sich Bürgermeisterin Raphaela Gonser. Die Entscheidung für einen Neubau lag daher auf der Hand.
Klare Struktur für eine besondere Typologie
Der Entwurf ging aus einem Architekturwettbewerb hervor und wurde von Schaudt Architekten realisiert. Eine Kita zu planen, stellte besondere Anforderungen an Maßstäblichkeit, Orientierung und Sicherheit. „Die Aufgabenstellung, eine Kita ausschließlich für unter Dreijährige zu entwerfen, ist äußerst selten. Uns war es daher ein großes Anliegen, sowohl das Raumprogramm in eine klare Struktur für eine langfristige Nutzungsqualität zu überführen als auch einen sicheren Ort zum Spielen und Lernen zu schaffen“, erläutert Florian Hagmüller, Partner bei Schaudt Architekten.
Der eingeschossige Holzbau ist um einen geschützten Innenhof organisiert. Ein klar definierter Eingangsbereich führt in ein lichtdurchflutetes, überhöhtes Foyer, das als zentrale „Piazza“ fungiert. Von hier aus sind Mehrzweckraum, Essbereich sowie die nördlich und südlich angeordneten Gruppenbereiche auf kurzen Wegen erreichbar. Die ebenerdige Organisation erleichtert Aufsicht, Orientierung und Sicherheit – ein zentrales Kriterium bei der Planung für diese Altersgruppe.
Materialität, Licht und Orientierung
Die Konstruktion in Holzständerbauweise wurde durch Lehmwände und großzügige Glasflächen ergänzt. So entstand ein nachhaltiges Gebäude mit gesundem Raumklima und hoher Aufenthaltsqualität. „Die Holzbauweise spart CO₂ und schafft gleichzeitig eine behagliche Atmosphäre“, beschreibt Bürgermeisterin Raphaela Gonser die Leitidee. Im Inneren prägen hell pigmentierte Holzoberflächen aus heimischer Weißtanne Böden, Wände und Decken. Ein gezieltes Farbkonzept strukturiert das Gebäude, unterstützt die Orientierung und schafft Wiedererkennbarkeit – ein Prinzip, das sich konsequent bis in die Sanitärräume fortsetzt.



Sanitärräume als Teil der Gruppenstruktur
Jede Gruppe verfügt über einen eigenen Sanitärraum mit direkter Anbindung an Gruppen- und Schlafraum. „Gerade bei unter Dreijährigen ist Zugehörigkeit zu einer überschaubaren Einheit mit starkem Wohlfühlcharakter besonders wichtig. Durch die klare Aufteilung in Gruppen-, Schlaf- und Sanitärbereiche finden sich die Kinder schnell zurecht“, erklärt Veronika Ruppert, Projektleiterin bei Schaudt Architekten. Die Sanitärbereiche sind damit nicht nur funktional integriert, sondern unterstützen die Orientierung und fördern die selbstständige Nutzung im Alltag.
Systemgedanke in Planung und Ausführung
Für die Sanitärbereiche kamen aufeinander abgestimmte Geberit Systemlösungen zum Einsatz: das Installationselement Duofix, der Unterputzspülkasten, das Installationssystem GIS, die Badserie Geberit Bambini sowie die Betätigungsplatte Sigma01. „Die technischen Elemente wie Duofix oder Unterputzspülkasten finden häufig Anwendung und sind insbesondere in der leichten Handhabung als Modulelemente ideal. Auch der Abstimmungsaufwand im Planerteam lässt sich durch die Ausführung in einem System deutlich reduzieren“, so Ruppert. Gerade im Holzbau erwies sich die klare Systemlogik als Vorteil: Vorwand- und Installationssysteme ließen sich präzise integrieren, Schnittstellen reduzieren und Ausführungsdetails frühzeitig klären. Die reduzierte Formensprache der Sanitärprodukte unterstützt zudem den hohen architektonischen Anspruch des Projekts.
Kindgerechte Ausstattung, Nutzungsqualität und Hygiene
Ein besonderer Fokus lag auf der Badserie Geberit Bambini. Altersgerechte Höhen, intuitive Bedienbarkeit und robuste Materialien fördern die Selbstständigkeit der Kinder im Alltag. Unterschiedliche Beckenhöhen innerhalb der Waschtischlandschaften sind speziell für Kinder in diesem Alter konzipiert: „Die Kinder können selbst auf die Toilette gehen, ohne dass wir sie jedes Mal hochheben müssen – das stärkt ihre Eigenständigkeit und entlastet uns gleichzeitig im Alltag“, erklärt Erzieherin Maria Sauter. Die WCs der Serie mit 24 cm Höhe und einem Sitzring in Töpfchenform erleichtern den Übergang vom Töpfchen zur Toilette. Passend dazu wurden die Betätigungsplatten Sigma01 in kindgerechten Farbkombinationen installiert.
Die Waschtischlandschaften sind aus widerstandsfähigem Mineralwerkstoff. „Die samtweiche Oberfläche fühlt sich für die Kinder angenehm an. Für uns ist entscheidend, dass sie hygienisch, widerstandsfähig und pflegeleicht ist“, berichtet Kita-Leiterin Corinna Reinauer. Keramiken mit KeraTect Spezialglasur verfügen über eine besonders glatte Oberfläche, die Ablagerungen reduziert. Die spülrandlose Ausführung der WC-Keramiken minimiert Schmutzansammlungen. Die pulverbeschichteten Armaturen sind ergonomisch geformt. Für den Schutz vor Verbrühungen kommt der Geberit Bambini Minithermostat zum Einsatz, sodass die Kinder die Waschtischlandschaften sicher nutzen können.
Architektur, Sanitärtechnik und Nutzung im Einklang
„Die Kinder nehmen die Ausstattung der Kita-Bäder neugierig an und nutzen sie gerne. Für uns ist das ein Gewinn, weil sie dadurch eigenständiger werden“, fasst Reinauer zusammen. Auch aus planerischer Sicht fällt das Fazit positiv aus: „In zahlreichen Projekten unseres Büros wurden bereits Geberit Produkte eingesetzt. Die verschiedenen Gestaltungslinien und die klare Formensprache lassen sich sehr gut in Gebäuden mit hohem architektonischem Anspruch integrieren“, ergänzt Veronika Ruppert. Bürgermeisterin Raphaela Gonser zieht ein abschließendes Fazit: „Mit der neuen Kita haben wir nicht nur dringend benötigte Betreuungsplätze geschaffen, sondern eine Einrichtung, die Kindern und Personal gleichermaßen gerecht wird. Die Investition in eine hochwertige, langlebige Ausstattung unterstützt unsere pädagogischen Ziele und zahlt sich langfristig aus.“
Quelle: Geberit Vertriebs GmbH