4. Dezember 2020

Gewinner des Internationalen Städtebaulichen Ideenwettbewerb Berlin-Brandenburg 2070

AIV: „Zusammenwachsen – Landschaf(f)tStadt“ von den Berlin-Potsdamer Architekten Bernd Albers und Silvia Malcovati gemeinsam mit Vogt Landschaft und Arup Deutschland gewinnt 1. Preis des Internationalen Städtebaulichen Ideenwettbewerbs Berlin-Brandenburg 2070

Berlin (pm) – Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV) hat die fünf Gewinner des Internationalen Städtebaulichen Ideenwettbewerbs zur Zukunft der Metropolregion Berlin-Brandenburg bekannt gegeben. Den 1. Preis erhält die Arbeit „Zusammenwachsen – Landschaf(f)tStadt“, die von den Berlin-Potsdamer Architekten Bernd Albers und Silvia Malcovati gemeinsam mit Vogt Landschaft und Arup Deutschland abgegeben wurde.

Die weiteren Preisträger sind:

2. Preis: „Stadtlandschaft Brandenburg-Berlin 2070 – Kontur einer Übergangsgesellschaft“: Kopperroth / SMAQ / Alex Wall (Berlin und Cambridge, USA), Dipl.-Ing. Stefan Tischer, freischaffender Landschaftsarchitekt, Office MMK – Urban Technologies

3. Preis: „Sternarchipel Berlin – Brandenburg“: Jordi & Keller Architekten / Pellnitz Architektur und Städtebau (Berlin), Christina Kautz Landschaftsarchitektur, Ludwig Krause Stadtplaner

4. Preis: „Landschaft der Unterschiede“: Thomas Stellmach Planning and Architecture / fabulism GbR (Berlin), Lysann Schmidt Landschaftsarchitektur, Melissa Gómez (Beraterin für nachhaltige Mobilität und urbane Innovation), Marcus Andreas (Berater für Nachhaltigkeit), Florian Strenge (Berater für Urbanismus & Design Prozesse)

5. Preis: „Archipel – Labor: Ein Atlas von urbanen Inseln für Berlin“: Pedro Pitarch (Madrid)

Insgesamt wurden 55 Arbeiten abgegeben, 18 kamen in die Endrunde, über die die 15-köpfige Jury am Montag und Dienstag dieser Woche in einem anonymen Verfahren beraten und abgestimmt hat. Von den 18 Arbeiten kamen elf aus Deutschland, zwei aus Spanien, je eine aus Österreich, der Tschechischen Republik und Russland, zwei sind internationale Kooperationen. Von den insgesamt 55 abgegebenen Beiträgen kamen 27 aus Deutschland, 24 aus dem Ausland (Australien, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Iran, Italien, Lettland, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Russland, Schweiz, Türkei, Zimbabwe), vier sind internationale Kooperationen.

Dipl.-Ing. Tobias Nöfer, AIV-Vorsitzender und Jurymitglied: „Anlass des Wettbewerbs, der sich an Architekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten gerichtet hat, ist das 100-jährige Jubiläum Groß-Berlins. Wir möchten damit eine breite gesellschaftliche Debatte über die Zukunft der Metropolregion Berlin-Brandenburg in 50 Jahren anstoßen. Die Wettbewerbsbeiträge zeigen Ideen auf, wie der existierende Raum in eine lebenswerte Zukunft geführt werden kann. Bei der Preisvergabe war uns wichtig, auf der aktuellen Situation aufbauend, realistische Absichten für die zukünftige Metropolregion zu kreieren.“

Gefordert waren von den 18 Beiträgen nicht die Darstellungen von Einzelgebäuden, sondern strukturelle Aussagen zu Stadt- und Freiraum, Städtebau, Nutzung, Verkehr und Bebauung. Abgegeben wurden gemäß Auslobung eine Vertiefung des Gesamtplanes (M1:100.000), Vorschläge zu drei konkreten Teilräumen, wobei mindestens einer in Brandenburg bzw. in Berlin liegen musste, sowie strategische Überlegungen, wie der Diskussions- und Planungsprozess länderübergreifend weitergeführt werden kann.

Prof. Jo Coenen, Architekt und Stadtplaner, TU Delft, Maastricht und Vorsitzender des Preisgerichts: „Alle Jurymitglieder waren von der starken Leistung der 55 Beiträge insgesamt bzw. der 18 Arbeiten in der Endrunde beeindruckt, die von Energie und Herzblut zeugen. Die Arbeit ´Zusammenwachsen – Landschaf(f)tStadt´ überzeugt durch sein zukunftsweisendes, auf dem Ist-Zustand aufbauendes Gesamtkonzept für Berlin-Brandenburg in 50 Jahren. Der Plan fußt auf der bestehenden Stadt. Er setzt die einzigartige Form der Metropole, den Siedlungsstern, fort und macht Vorschläge für dessen Weiterentwicklung in die Zukunft. Damit fokussiert er sich auf das Wesentliche, so dass sich in dieser Beschränkung der Meister zeigt.“ „Die fünf Preisträger eint, dass sie sowohl visionär als auch realistisch arbeiten. Alle haben die hohe Qualität des Siedlungssterns erkannt und setzen ihn auf unterschiedliche Weise innovativ fort“, führt Nöfer ergänzend aus.“

Die Preisgelder betragen insgesamt 200.000 Euro und werden wie folgt auf den 1. bis 5. Preis aufgeteilt: 70.000, 56.000, 40.000, 24.000 sowie 10.000 Euro. Alle 18 Arbeiten der Endrunde werden vom 1. Oktober 2020 bis 3. Januar 2021 in der Ausstellung „Unvollendete Metropole“ im Kronprinzenpalais, Unter den Linden, gezeigt.

Übersicht der weiteren 13 Arbeiten der Endrunde:

Die Welteninsel Berlin Brandenburg 2070 – Vom Stern zur Galaxie: MLA+ Berlin (Müller Michael Architekten PartGmbB / MLA+ Rotterdam (MLA+ B.V.) / manufacturing cities / HOSPER landschapsarchitectuur en stedebouw, MORE Landscape (Hanneke Kijne, ehem. Hosper landschapsarchitctuur en stedebouw, Martin Aarts, Ulrich Hellweg, Studio Amore (Burke Harmel Jank GbR), Sven Kröger

Berlin Brandenburg 2070 – Die urbane Agenda neu gestalten: Hoidn Wang Partner (Berlin), Tilman Latz, Latz + Partner, Paul Rogers, Abdelrahman Helal, Aron Bohmann, BuroHappld, Berlin; John Peponis, Gerogia Institute of Technology; Chen Feng, The Universitzy of Texas at Autstin; Meta Berghauser-Pont, Jan Sahlberg, Chalmers University Gotheborg; Richard Burdett, London Scho

Berlin-Brandenburg 2070 – Die Zukunft der Großzügigkeit: urban essences (Berlin), Keller Damm Kollegen GmbH, München, Hoffmann-Leichter Ingenieurgesellschaft (Verkehrsplanung), Berlin

Ideographie einer Konstellation / STELLA als „Ambivalenz zwischen Phantasie und Vernunft: Uwe Schröder Architekt (Bonn)

Ohne Titel: RTDA (Moskau), Dina Dridze

Berlin-Brandenburg Ringstadt BBRS: FRPO Rodriguez & Oriol (Madrid), Laura Jeschke, Paisajismo, Landschaftsarchitektur

Berlin-Brandenburg 2020-2070 – learning from the cities: studio2020 Matzat Henkel GbR / von Ey Architektur PartGmbB / Ebbing (Berlin), Stephan Bracht

Ohne Titel: Frank Görge Architekt (Hamburg), Gabriele Pütz gruppeF Landschaftsarchitekten

Urban Arcadia – Sonderzone der Grenzbereiche: FAKT – Office for Architecture, Kern Tessarz Tratz Architekten PartGmbB (Berlin), Lohrengel Landschaft
Landschaft des Wassers (Kleines großes Berlin): gogolák + grasse, s.r.o. (Prag), gogolák + grasse, KOLMO, Ateliér Koukol

Landschaft des Wassers (Kleines großes Berlin): gogolák + grasse, s.r.o. (Prag), gogolák + grasse, KOLMO, Ateliér Koukol

Mehr Weg als Ziel. 50 Jahre Prozessdesign: Bosshard & Luchsinger Architekten AG (Wien), Knoll Consult, ARGUS Stadt und Verkehr Partnerschaft mbB, Prof. Dr. Ingrid Breckner (Soziologie), FORMAT (Städtebau)

Grün- und Grenzzüge: Killinger & Westermann Architekten (Berlin)

Berlin und Brandenburg sind seit 20 Jahren klimaneutral: Christoph Kohl Stadtplaner Architekten GmbH (Berlin), Fugmann Janotta und Partner mbB

Pressemitteilung: AIV Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V.