9. Juli 2026

Internationaler Hochhaus Preis 2026/27: 30 Hochhausprojekte weltweit nominiert

Frankfurt am Main (pm) – Die nominierten Gebäude für den Internationalen Hochhaus Preis 2026/27 stehen fest: Aus über 1.000 neuen Hochhäusern weltweit der beiden vergangenen Jahre wurden 30 Projekte aus 12 Ländern auf fünf Kontinenten ausgewählt. Aus diesem Kreis werden im Herbst die fünf Finalisten bekannt gegeben. Der Gewinner des Internationalen Hochhaus Preises (IHP) wird am 03. November 2026 in der Paulskirche in Frankfurt am Main gekürt.

Seit 22 Jahren wird der Preis gemeinsam von der Stadt Frankfurt am Main, dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der DekaBank ausgelobt und vergeben. Er begleitet seit Anfang des Jahrtausends den weltweit andauernden Boom der architektonischen Paradedisziplin des 21. Jahrhunderts, den Hochausbau.

Die Recherche des DAM in diesem Jahr bestätigte die Tendenz zu vermehrt mischgenutzten Hochhäusern, die sich bereits seit 2014 immer wieder unter den Finalisten befinden. Einstige Besonderheiten wie flächendeckende Begrünungen oder der Bau von Hochhausclustern gehören mittlerweile längst zum Standard. Bedingt durch den Mangel an geeigneten Bauflächen sowie das wachsende Umweltbewusstsein rückt der Gebäudebestand beim Hochhausbau vermehrt in den Fokus.

Während nach wie vor in China, gefolgt von den USA und Australien, die meisten Hochhäuser gebaut werden, sind aktuell Südamerika mit Argentinien und Brasilien, sowie Singapur spannende Hotspots für Hochhausarchitektur.

Schlussendlich wurden 30 Projekte aus 12 Ländern für die Auszeichnung mit dem Internationalen Hochhaus Preis 2026/27 nominiert – vertreten auf fünf Kontinenten.

Geografische Aufteilung der Nominierten:

14x Asien:

  • 9x China
  • 1x Malaysia
  • 2x Singapur
  • 1x Südkorea
  • 1x Vereinigte Arabische Emirate

5x Australien

3x Europa:

  • 1x Belgien
  • 1x Deutschland
  • 1x Österreich

5x Nordamerika:

  • 5x USA

3x Südamerika:

  • 1x Argentinien
  • 2x Brasilien

Der Preis

Der Internationale Hochhaus Preis wird alle zwei Jahre für ein Hochhaus vergeben, das exemplarische Nachhaltigkeit, äußere Gestaltung und innere Raumqualitäten wie auch soziale und städtebauliche Aspekte zu einem vorbildlichen Entwurf verbindet. Weitere Kriterien sind innovative Bautechnik und Wirtschaftlichkeit. Der Internationale Hochhaus Preis gilt als einer der weltweit wichtigsten Architekturpreise für Hochhäuser. Er richtet sich an Architekt:innen und Bauherr:innen, deren Gebäude 100 Meter hoch sind und in den vergangenen zwei Jahren fertiggestellt wurden.

Die nominierten Projekte im Überblick:

  • Huergo 475 Tower, Buenos Aires, Argentinien
    Architektur: Adamo-Faiden, Buenos Aires, Argentinien
  • Shenzhen Transsion Holdings Headquarters, Shenzhen, China
    Architektur: Aedas, Hong Kong, China
  • Tencent Tower, Guangzhou, China
    Architektur: Ateliers Jean Nouvel, Paris, Frankreich
  • Indi Sydney, Sydney, Australien
    Architektur: Bates Smart, Brisbane, Australien
  • The Brook, Brooklyn NY, USA
    Architektur: Beyer Blinder Belle Architects & Planners, New York, USA
  • The Axiom, Shanghai, China
    Architektur: Büro Ole Scheeren, Berlin, Deutschland
  • 130 Little Collins Street, Melbourne, Australien
    Architektur: COX Architecture, Melbourne, Australien
  • Europa-Allee-Tower, Frankfurt am Main, Deutschland
    Architektur: cma cyrus moser architekten, Frankfurt am Main, Deutschland
  • Vienna Twentytwo, Wien, Österreich
    Architektur: DMAA Delugan Meissl Associated Architects, Wien, Österreich
  • Merdeka 118, Kuala Lumpur, Malaysia
    Architektur: FK Architects, Southbank, Australien
  • 88 Walker, Sydney, Australien
    Architektur: Fitzpatrick + Partners, Sydney, Australien
  • 270 Park Avenue, New York NY, USA
    Architektur: Foster + Partners, London, Großbritannien
  • CITIC International Building, Shenzhen, China
    Architektur: gmp · von Gerkan, Marg und Partner Architects, Berlin, Deutschland
  • ZIN, Brüssel, Belgien
    Architektur: Jaspers-Eyers Architects, Brüssel, Belgien; 51N4E, Brüssel, Belgien & l’AUC, Paris, Frankreich
  • 660 Fifth Avenue, New York NY, USA
    Architektur: KPF, New York NY, USA
  • One Madison Avenue, New York NY, USA
    Architektur: KPF, New York NY, USA
  • Irwell Hill Residences, Singapur
    Architektur: MVRDV, Rotterdam, Niederlande & ADDP architects, Singapur
  • vivo Smartphone Headquarters, Shenzhen, China
    Architektur: NBBJ, Los Angeles CA, USA
  • HD Hyundai Global R&D Center, Sungnam, Südkorea
    Architektur: NIKKEN SEKKEI, Tokio, Japan & Heerim Architects & Planners, Seoul, Südkorea
  • JOMOO Headquarters, Xiamen, China
    Architektur: OMA Office for Metropolitan Architecture, Hong Kong, China
  • One Sydney Harbour, Sydney, Australien
    Architektur: Renzo Piano Building Workshop, Genua, Italien; Lend Lease Design, Sydney, Australien & PTW Architects, Sydney, Australien
  • Hetao Innovation Center, Shenzhen, China
    Architektur: schneider + schumacher, Frankfurt am Main, Deutschland
  • One Pearl Bank, Singapur
    Architektur: Serie Architects, London, Großbritannien & Multiply Architects, Singapur
  • The Brooklyn Tower, Brooklyn NY, USA
    Architektur: SHoP Architects, New York NY, USA
  • Greenland Hangzhou Century Center, Hangzhou, China
    Architektur: SOM Skidmore, Owings & Merrill, Chicago IL, USA
  • Sany IROOTECH Headquarters, Guangzhou, China
    Architektur: SOM Skidmore, Owings & Merrill, Chicago Il, USA
  • AGE 360, Curitiba, Brasilien
    Architektur: Triptyque, São Paulo, Brasilien/Paris, Frankreich & Architects Office, São Paulo, Brasilien
  • EZ Parque da Cidade, São Paulo, Brasilien
    Architektur: UNStudio, Amsterdam, Niederlande
  • Wasl Tower, Dubai, VAE
    Architektur: UNStudio, Amsterdam, Niederlande
  • 443 Queen St, Brisbane, Australien
    Architektur: WOHA, Singapur & Architectus, Brisbane, Australien

Das Projekt „Frankfurt Four“ von UNStudio wurde mit Blick auf einen möglichen Interessenkonflikt nicht nominiert, da die DekaBank als Mitinitiatorin des IHP dort ihren Sitz hat.

Quelle: Deutsches Architekturmuseum (DAM)