16. Juli 2024

Internationaler Ergebnisaustausch zur Kreislaufwirtschaft im Bausektor – CIRCuIT-Partner treffen sich in Kopenhagen

Foto: OTTO WULFF

Hamburg (pm) – Nach 4 Jahren der Forschung und intensiven Zusammenarbeit zwischen freier Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand wurden die Ergebnisse des EU-geförderten Projektes CIRCuIT (Circular Construction In Regenerative Cities) am 25. und 26. September 2023 auf einer internationalen Konferenz in Kopenhagen zusammengetragen und vorgestellt.

Im Fokus des Projekts stand die Forschung an einem regenerativen Kreislaufwirtschaftssystem im Bausektor. Die lokalen Praxispartner in Hamburg, OTTO WULFF, EGGERS Tiefbau und OTTO DÖRNER, spielten eine entscheidende Rolle in der Forschung und Weiterentwicklung von Recycling-Beton.

CIRCuIT ist ein von der EU gefördertes Gemeinschaftsprojekt, mit über 30 ambitionierten Partnern aus Kopenhagen, Hamburg, der Region Helsinki und dem Großraum London. Experten und Expertinnen aus der gesamten Wertschöpfungskette der gebauten Umwelt haben in den vergangenen vier Jahren gemeinsam an nachhaltigen und kreislaufwirtschaftlichen Strategien und Lösungen gearbeitet.

Am 25. und 26. September 2023 trafen sich alle CIRCuIT-Partner zu einer Abschlusskonferenz in Kopenhagen, um die Projekt-Ergebnisse zu präsentieren und Erkenntnisse miteinander zu teilen.

Entwicklung von Recycling-Beton

Ein Forschungsschwerpunkt des Hamburger Projekt-Teams rund um die Unternehmen EGGERS Tiefbau, OTTO DÖRNER, OTTO WULFF, eHoch3, TUHH und koordiniert von der Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg war die Entwicklung von Recycling-Beton mit einem wesentlich höheren Anteil an Rezyklaten (gewonnen aus mineralischem Abfall) als es der aktuellen Norm entspricht.

Dieser Recycling-Beton besteht zu etwa 70% aus mineralischem Abfall, der damit wieder in den Kreislauf der Bauwirtschaft zurückgeführt wird. Erforscht und demonstriert wurde dies in der eigens dafür errichteten Musterbude auf dem Firmengelände von OTTO WULFF.

Der neu entwickelte Beton jenseits der heute gültigen Normen kommt noch dieses Jahr erstmalig bei einem Schulbau-Projekt zum Einsatz.

Schonung natürlicher Ressourcen im Fokus

Der Einsatz von Recycling-Beton ist ein wesentlicher Beitrag zur Schonung natürlicher Ressourcen und verringert die Vernichtung natürlicher Lebensräume durch Kies- und Sandgewinnung.

Unsere Beteiligung an diesem Projekt ist uns eine absolute Herzensangelegenheit, resümiert Stefan Wulff, Geschäftsführender Gesellschafter bei OTTO WULFF und ist sich sicher: Auch wenn Recycling-Beton allein keine drastische Reduzierung der CO2-Bilanz bewirkt, kann er in Kombination mit anderen nachhaltigen Ansätzen, wie der Reduzierung von Baumassen und langer Nutzbarkeit von Gebäuden, einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Der Abschluss des Projekts bedeutet dabei nicht den Abschluss der Forschung:

Wir von OTTO WULFF möchten auch jetzt nach dem erfolgreichen Abschluss von CIRCuIT die Entwicklung von Recycling-Beton vorantreiben und beteiligen uns gerne aktiv an der weiteren Netzwerkarbeit für die Metropolregion zusammen mit unseren CIRCuIT-Partnern.

Auch die Projektpartner EGGERS Tiefbau und OTTO Dörner heben die Bedeutung vom nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen hervor:

Die Rohstoffe der Welt sind begrenzt. Gleichzeitig produzieren Menschen immer mehr Abfälle, die das Leben ersticken, erklärt Simon Gühlstorf, Projektleiter bei OTTO DÖRNER.

Wir bei OTTO DÖRNER wollen beide Probleme lösen. Deswegen recyceln und entsorgen wir die Abfälle der Wirtschaft und versorgen sie mit wiederaufbereiteten Materialien und nachhaltig produzierten Naturbaustoffen. Das CIRCuIT-Projekt setzt seinen klaren Fokus auf mehr Nachhaltigkeit im Bausektor. Ein wichtiger Beitrag hier ist das Recycling, dies ist von entscheidender Bedeutung für OTTO DÖRNER. Wir sind stolz darauf, ein Teil davon zu sein.

Um die Ressourcen zu schonen, diversifizieren wir von EGGERS Tiefbau in unserer Abbruchabteilung die beim Rückbau produzierten Abfälle immer weiter; mit dem Ziel neben verbessertem Recycling der großen Masse mineralischer Bauabfälle auch vermehrt einzelne Bauteile wiederzuverwenden, berichtet Dr. Annette Schröder von EGGERS Tiefbau.

Zusammen mit unserer Firmenschwester Eggers Sand + Kies produzieren wir in unserer Umwelt- und Recyclinganlage u. a. auch höherwertige Körnungen aus mineralischen Bauabfällen, die als echtes Recycling im Hochbau wieder eingesetzt werden können. Weitere Recyclingprodukte werden durch unseren Erd- und Straßenbau zu nahezu 100% stofflich verwertet. Um neben Ressourcenschonung auch unsere Treibhausgasemissionen zu reduzieren, haben wir eine photovoltaisch gespeiste hybride Bauschuttbrechanlage im Einsatz.

Pressemitteilung: OTTO WULFF