29. Februar 2024

Holz – Transformation – Zukunft

Pressekonferenz © Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V.

Berlin (pm) – Die anhaltende Rezession und Wohnungsbaukrise sowie neue ambitionierte EU-Klimaziele nahm der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) zum Anlass, einen Überblick zur wirtschaftlichen Situation der Branche, zu den politischen Rahmenbedingungen und einen Ausblick für das Jahr 2024 zu geben. Der Verband schlägt fünf zentrale Maßnahmen vor, um mit Holz die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft voranzubringen.

„Der Einbruch der Baukonjunktur stürzt nicht nur die Bauwirtschaft in die Krise und verschärft den Wohnungsmangel drastisch, sondern hat weitreichende Auswirkungen auf die Säge- und Holzindustrie. Dabei ist die Notwendigkeit zur klimafreundlichen Transformation des Gebäudesektors heute drängender denn je“, fasst DeSH-Präsident Dr. Stephan Lang zusammen. „Die Klimaziele werden zwar immer ambitionierter, aber die Maßnahmen zur Umsetzung bleiben bisher aus. Die größten Potenziale des nachwachsenden Rohstoffs und natürlichen CO2-Speichers Holz liegen im nachhaltigen Bauen und Sanieren. Wollen wir die Bauwende tatsächlich voranbringen, ist die Politik gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um durch eine Stärkung des Holzbaus die CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren.“

Holzwirtschaft stärken – Bürokratie abbauen

Die Maßnahmenvorschläge des DeSH nehmen dafür nicht nur Bund, Länder und Kommunen in den Blick und appellieren an den verpflichtenden Einsatz von Holz bei öffentlichen Bauvorhaben sowie an die Förderung klimafreundlicher Baumaterialien, sondern kritisieren den Ansatz pauschaler Nutzungsbeschränkungen im Wald. „Für den Aufbau klimastabiler Wälder ist die aktive Bewirtschaftung unerlässliche Grundlage. Anreize für Nutzungsbeschränkungen, konterkarieren den Waldumbau wie auch die nachhaltige Holznutzung und damit auch den Klimaschutz und den Erhalt der Wälder für künftige Generationen.“

Zudem adressiert der Verband die unverhältnismäßig anwachsende Bürokratiebelastung der Unternehmen: „Holz ist der wichtigste nachwachsende Rohstoff in Deutschland. Der Aufbau bürokratischer Hindernisse von der Regulierung der Waldbewirtschaftung über die langwierigen und kostenintensiven Planungs- und Genehmigungsprozessen bis zu den Vorgaben der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) hemmen die Herstellung und den Einsatz klimafreundlicher Holzprodukte im Holzbau und der Bioökonomie“, so Dr. Lang.

„Die Transformation unserer Wirtschaft und Gesellschaft ist die zentrale Zukunftsaufgabe der nächsten Jahre und die Voraussetzung für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort Deutschland. Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen sind verlässliche Rahmenbedingungen und eine Stärkung der Wertschöpfungskette Holz daher unerlässlich.“

Quelle: Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V.